Im VIVARO-Kompetenzstandard versuchen wir alle Kompetenzen zu bündeln, die ein europäischer Bürger für ein selbstbestimmtes, Glückliches Leben braucht. Dieser Standard lebt natürlich und wird ständig an aktuelle Gegebenheiten angepasst. Informiere dich hier über den aktuellen Stand.
Vivaro Kompetenzstandard
Teilgebiet der Sprachkompetenz, das mündliche Kommunikationsfähigkeiten umfasst: zusammenhängendes Sprechen und Präsentieren, Gesprächsführung und Argumentation, verstehend Zuhören sowie szenisches Spielen und sprachliche Gestaltung.
Umfasst Fähigkeiten zur adressatengerechten mündlichen Darstellung: strukturiertes Berichten und Erklären, freies Vortragen und Präsentieren mit und ohne Medien sowie sinngestaltendes Vorlesen und auswendiges Vortragen.
Umfasst Fähigkeiten zur strukturierten mündlichen Darstellung von Sachverhalten, Erlebnissen, Beschreibungen und Erklärungen in logischer und für Zuhörende nachvollziehbarer Abfolge.
Lernende können einen Sachverhalt, ein Thema oder eine Erfahrung in logischer Abfolge und in vollständigen Sätzen mündlich darstellen, sodass Zuhörende den Inhalt klar erfassen können.
Lernende können persönliche Erlebnisse und Erfahrungen chronologisch, lebendig und für Zuhörende nachvollziehbar mündlich wiedergeben.
Lernende können Gegenstände, Personen oder Situationen sachlich, vollständig und in geordneter Reihenfolge mündlich beschreiben.
Lernende können Handlungsabfolgen, Vorgänge oder Verfahren Schritt für Schritt klar und verständlich mündlich erklären und erläutern.
Umfasst Fähigkeiten zur strukturierten Vorbereitung und freien Durchführung von Vorträgen und Präsentationen, einschließlich des Einsatzes analoger und digitaler Visualisierungsmittel sowie der mündlichen Standpunktvertretung.
Lernende können einen thematischen Kurzvortrag strukturiert vorbereiten und ohne vollständiges Ablesen frei halten.
Lernende können Stichwortzettel oder Karteikarten als Gedächtnisstütze nutzen und dabei frei und zusammenhängend sprechen.
Lernende können visuelle Hilfsmittel wie Plakat, Folie oder Tafelanschrieb zielgerichtet in einen Vortrag einbinden und erläutern.
Lernende können digitale Präsentationswerkzeuge und Medien (Slideshow, Video, Audio) situationsgerecht zur Unterstützung eines Vortrags einsetzen.
Lernende können eine eigene Position mündlich begründen, mit Beispielen stützen und verständlich für andere darstellen.
Umfasst Fähigkeiten zur ausdrucksstarken und wirkungsbewussten Gestaltung vorbereiteter Texte beim Vorlesen sowie beim auswendigen Vortragen literarischer Texte.
Lernende können einen vorbereiteten Text mit passender Betonung, Lautstärke und Intonation vorlesen und dabei die Wirkung des Textes für Zuhörende entfalten.
Lernende können einen kurzen literarischen Text (z. B. Gedicht, Prosatext) auswendig und ausdrucksvoll ohne Vorlage vortragen.
Umfasst Fähigkeiten zur aktiven und konstruktiven Teilnahme an Gesprächen: Einhaltung von Gesprächsregeln, begründetes Argumentieren und Diskutieren sowie die Durchführung situationsspezifischer Gesprächsformen.
Umfasst Fähigkeiten zur Einhaltung und Einbringung von Gesprächsregeln, zum aktiven Zuhören, zur verständlichen Gesprächsbeteiligung und zum konstruktiven Feedback.
Lernende können Gesprächsbeiträgen anderer aufmerksam folgen, Redebeiträge abwarten und aktives Zuhören durch Mimik und Körpersprache demonstrieren.
Lernende können eigene Gedanken, Fragen und Anmerkungen klar formuliert und zum richtigen Zeitpunkt in ein Gespräch einbringen.
Lernende können vereinbarte Gesprächsregeln bewusst einhalten und andere freundlich auf deren Verletzung hinweisen.
Lernende können auf Beiträge anderer mit gezielten Rückfragen eingehen und konstruktives Feedback formulieren.
Umfasst Fähigkeiten zur begründeten Meinungsvertretung, zum sachlichen Umgang mit Gegenargumenten, zur Gesprächsmoderation sowie zur Erkennung manipulativer Argumentationsstrategien.
Lernende können einen Standpunkt formulieren und ihn mit sachlichen Argumenten und nachvollziehbaren Begründungen stützen.
Lernende können Argumente anderer Gesprächsteilnehmer aufgreifen, angemessen würdigen und sachlich widerlegen oder bestätigen.
Lernende können als Gesprächsleiter eine Diskussion eröffnen, Beiträge verteilen, Zwischenstände zusammenfassen und zu einem Ergebnis führen.
Lernende können verschiedene Positionen vergleichen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede benennen und gemeinsam eine konsensfähige Lösung erarbeiten.
Lernende können unfaire Argumentationsstrategien (z. B. ad hominem, Strohmann-Argument, Ablenkung) erkennen, benennen und darauf angemessen reagieren.
Umfasst Fähigkeiten zur Durchführung spezifischer Gesprächsformen wie Interview, formelles Gespräch, digitale Kommunikation und konstruktive Konfliktklärung.
Lernende können themenspezifische Interviewfragen entwickeln, gezielt stellen und auf Antworten mit weiterführenden Folgefragen eingehen.
Lernende können sich auf ein formelles Gespräch (z. B. Beratung, Bewerbung) vorbereiten, sich situationsgerecht vorstellen und eigene Kompetenzen kommunizieren.
Lernende können in Videokonferenzen, Chats oder digitalen Gruppenräumen situationsgerecht, respektvoll und sicher kommunizieren.
Lernende können Missverständnisse oder Konflikte im Gespräch sachlich benennen und gemeinsam mit anderen konstruktiv klären.
Umfasst Fähigkeiten zum konzentrierten und strategischen Zuhören, zum kritischen Reflektieren von Gehörtem sowie zum Verstehen literarischer und medialer Hörtexte.
Umfasst Fähigkeiten zum konzentrierten Zuhören, zur Identifikation wesentlicher Informationen, zur Zusammenfassung von Gehörtem, zur Anfertigung von Notizen sowie zum bewussten Einsatz von Hörstrategien.
Lernende können ihre Aufmerksamkeit bewusst auf einen mündlichen Beitrag richten und Ablenkungen gezielt ausblenden.
Lernende können zwischen Kern- und Nebeninformationen in einem mündlichen Text unterscheiden und Wesentliches festhalten.
Lernende können das Wesentliche eines Vortrags, einer Erklärung oder eines Gesprächs in eigenen Worten zusammenfassen und wiedergeben.
Lernende können während eines Vortrags oder einer Erklärung strukturierte Stichworte und Notizen zu Kernaussagen anfertigen.
Lernende können Hörstrategien (Vorwissen aktivieren, Schlüsselwörter identifizieren, Visualisieren) bewusst einsetzen, um gehörte Inhalte besser zu verarbeiten und zu behalten.
Umfasst Fähigkeiten zur kritischen Auseinandersetzung mit Gehörtem: Prüfung auf Schlüssigkeit und Vollständigkeit, Erkennen von Sprecherintentionen sowie Unterscheidung von Meinung und Faktum.
Lernende können einen mündlichen Beitrag daraufhin überprüfen, ob Aussagen logisch aufeinander aufbauen und keine wesentlichen Informationen fehlen.
Lernende können die kommunikative Absicht eines Sprechers (informieren, überzeugen, unterhalten) identifizieren und benennen.
Lernende können in einem mündlichen Beitrag zwischen subjektiven Meinungen und prüfbaren Sachaussagen unterscheiden.
Umfasst Fähigkeiten zum Verfolgen und Verstehen von Hörspielen und Hörbüchern sowie zur Analyse von Sprechgestaltungsmitteln und akustischen Gestaltungselementen.
Lernende können den Handlungsverlauf und die Figuren eines Hörspiels oder Hörbuchs verfolgen und wesentliche Inhalte wiedergeben.
Lernende können beschreiben, wie Sprechtempo, Stimmführung und Betonung die Wirkung eines gesprochenen Texts auf Zuhörende beeinflussen.
Lernende können die Funktion von Musik, Geräuschen und Klangkulissen als Gestaltungselemente in Hörspielen oder Audiomedien erkennen und erläutern.
Umfasst Fähigkeiten zur szenischen Darstellung und zur bewussten sprachlichen Gestaltung: improvisiertes und vorbereitetes Rollenspiel, stimmliche und gestische Figurengestaltung sowie der gezielte Einsatz von Artikulation, Prosodie und Körpersprache.
Umfasst Fähigkeiten zur improvisierten und vorbereiteten szenischen Darstellung, zur stimmlichen und gestischen Figurengestaltung sowie zur rollengerechten Kommunikation in Planspielen und Simulationen.
Lernende können eine vorgegebene Situation ohne Vorbereitung spontan szenisch darstellen und dabei sprachlich und gestisch handeln.
Lernende können einen vorbereiteten Dialog auswendig oder halbfrei szenisch und ausdrucksstark vor einer Gruppe vortragen.
Lernende können Charaktereigenschaften und Emotionen einer Figur durch Stimme, Mimik und Körpersprache sichtbar machen.
Lernende können in Planspielen oder simulierten Gesprächssituationen die Perspektive einer Rolle einnehmen und rollenadäquat kommunizieren.
Umfasst Fähigkeiten zur bewussten und wirkungsvollen Gestaltung des Sprechens durch Artikulation, prosodische Mittel (Rhythmus, Pausen, Lautstärke, Betonung) sowie den gezielten Einsatz von Körpersprache und Mimik.
Lernende können Deutlichkeit der Aussprache, Sprechtempo und Pausensetzung situationsgerecht und wirkungsbewusst einsetzen.
Lernende können durch den gezielten Einsatz prosodischer Mittel (Rhythmus, Pausen, Lautstärke, Betonung) Spannung, Stimmung und Bedeutung in ihrem Sprechen gestalten.
Lernende können Gestik, Mimik, Blickkontakt und Körperhaltung bewusst nutzen, um ihre mündliche Kommunikation zu verstärken und zu unterstützen.
Umfasst alle Teilbereiche des Lesens und Textverstehens: von grundlegender Lesekompetenz und Lesestrategien über Sach-, literarische und dramatische Texte bis hin zu Lyrik und digitalen Medientexten.
Umfasst grundlegende Teilkompetenzen des Lesens: phonologisch-analytische Dekodierstrategien, Lesefluss und -automatisierung sowie Lesemotivation und Leseinteressen.
Umfasst die grundlegenden Dekodierstrategien des Lesenlernens: Buchstaben-Laut-Zuordnung, Silbensegmentierung, synthetisierendes Lautieren sowie das direkte Erkennen von Sichtwörtern.
Lernende beherrschen die Zuordnung aller Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung) zu ihren entsprechenden Lauten und wenden diese alphabetische Strategie sicher beim Dekodieren von Schrift an.
Lernende können Wörter durch Silbensegmentierung schrittweise erlesen und nutzen die Silbe als strukturierende Leseeinheit zur Dekodierung.
Lernende können unbekannte Wörter durch lautes, buchstabenweises Lautieren synthetisieren und das entstandene Lautbild als bedeutungstragendes Wort erkennen.
Lernende erkennen häufig vorkommende Wörter und Buchstabengruppen (Signalgruppen) direkt als Ganzes, ohne sie lautierend zu erschließen (orthographische Strategie).
Umfasst Kompetenzen zur Automatisierung des Lesens: genaues und fehlerfreies Lesen, Steigerung der Lesegeschwindigkeit, Umsetzung von Satzzeichen in Intonation sowie selbstständige Erschließung unbekannter Wörter.
Lernende lesen Texte mit hoher Genauigkeit, d. h. ohne Stocken, Auslassungen oder Verwechslungen von Wörtern und Buchstaben.
Lernende steigern durch regelmäßiges Lesen ihre Lesegeschwindigkeit und erreichen einen flüssigen, automatisierten Lesefluss.
Lernende setzen Satzzeichen wie Punkt, Komma, Frage- und Ausrufezeichen beim Vorlesen durch gezielte Pausen und angemessene Intonation um.
Lernende erschließen die Bedeutung unbekannter Wörter selbstständig durch Nutzung des Kontexts sowie durch Analyse von Vorsilben, Nachsilben und Wortstamm.
Umfasst Kompetenzen im Bereich der Lesemotivation: Kenntnis eigener Lesepräferenzen, begründete Auswahl von Lesemedien sowie die kommunikative Auseinandersetzung mit Leseerfahrungen.
Lernende können ihre individuellen Leseinteressen, bevorzugte Genres und Textarten benennen und ihre Präferenzen begründen.
Lernende können aus einem Angebot von Büchern und Lesemedien selbstständig eine ihren Interessen und ihrem Leseniveau entsprechende Auswahl treffen und diese Wahl begründen.
Lernende können ein gelesenes Buch oder einen Text inhaltlich beschreiben, persönlich bewerten und anderen gegenüber eine begründete Leseempfehlung aussprechen oder abraten.
Umfasst Methoden und Techniken zur gezielten Erschließung von Texten in drei Phasen: vor, während und nach dem Lesen, um Leseverständnis und Textverarbeitung systematisch zu fördern.
Fasst Techniken zusammen, die vor dem eigentlichen Lesen eingesetzt werden, um den Leseprozess durch Vorwissensaktivierung, Antizipation und Zielklärung vorzubereiten.
Lernende können ihr themenbezogenes Vorwissen vor dem Lesen aktivieren und auf dieser Grundlage begründete Hypothesen über Inhalt, Struktur und Aussagerichtung eines Textes formulieren.
Lernende können para- und peritextuelle Elemente wie Titel, Überschriften und Abbildungen analysieren, um Erwartungen an den Textinhalt aufzubauen und sich inhaltlich auf den Lesevorgang einzustellen (Antizipation).
Lernende können ihre Leseabsicht bewusst festlegen und zwischen orientierendem (kursorischem), suchendem (selektivem) und verstehendem (intensivem) Lesen unterscheiden sowie die jeweils passende Lesestrategie wählen.
Fasst Techniken zusammen, die während des aktiven Lesevorgangs eingesetzt werden, um Textverständnis aufzubauen, Informationen zu sichern und Verständnislücken zu schließen.
Lernende können thematisch zusammenhängende Textpassagen als Sinnabschnitte identifizieren, voneinander abgrenzen und mit treffenden Zwischenüberschriften versehen, um die Textgliederung zu erfassen.
Lernende können beim Lesen bedeutungstragende Schlüsselwörter sowie zentrale Aussagen und Kerngedanken eines Textes erkennen und durch Markieren oder Unterstreichen sichern.
Lernende können Stellen fehlenden oder unvollständigen Textverständnisses beim Lesen gezielt lokalisieren und geeignete Klärungsstrategien (z. B. Weiterlesen im Kontext, Nachschlagen unbekannter Begriffe, Rückblättern) anwenden.
Lernende können über den expliziten Wortlaut eines Textes hinaus implizit enthaltene Informationen, Zusammenhänge und Bedeutungen aus dem Kontext erschließen (Inferenzbildung).
Lernende können gelesene Textabschnitte unmittelbar in eigenen Worten reformulieren (Paraphrasieren), ohne den Originaltext zu kopieren, und so ihr Textverständnis sprachlich sichern.
Lernende können Informationen und Zusammenhänge aus einem Text in einer geeigneten grafischen Darstellungsform (Skizze, Tabelle, Mindmap) strukturieren und so Textinhalte visuell aufbereiten und sichern.
Fasst Techniken zusammen, die nach dem Lesen eingesetzt werden, um Textinhalte zu konsolidieren, Kernaussagen zu formulieren und die globale Textstruktur zu reflektieren.
Lernende können die zentrale Botschaft und die wesentlichen Hauptgedanken eines Textes nach dem Lesen prägnant in eigenen Worten benennen und von Nebeninformationen abgrenzen.
Lernende können die wichtigsten Informationen eines Textes geordnet, gegliedert und in eigenen Worten zu einer kohärenten schriftlichen oder mündlichen Zusammenfassung verdichten.
Lernende können inhaltliche und logische Verknüpfungen zwischen verschiedenen Textabschnitten erkennen und beschreiben, wie diese aufeinander aufbauen und eine globale Textkohärenz herstellen.
Lernende können die Makrostruktur eines Textes (z. B. Einleitung–Hauptteil–Schluss, Problemdarstellung–Lösungsweg–Fazit) identifizieren, benennen und in ihrer Funktion für den Gesamttext erläutern.
Umfasst das Lesen, Verstehen und kritische Auswerten von Sach-, Informations- und Gebrauchstexten verschiedener Formen, einschließlich diskontinuierlicher Darstellungen wie Tabellen, Grafiken und Diagramme.
Umfasst Fähigkeiten zur gezielten Informationsentnahme, zum Erkennen von Textstrukturen und Argumentationsweisen sowie zum Erschließen von Fachbegriffen und Autorenabsichten in Sachtexten.
Lernende können explizit genannte Informationen zu einer vorgegebenen Frage gezielt aus einem Sachtext herauslesen und benennen.
Lernende können die innere Gliederung eines Sachtextes (Einleitung, Hauptteil, Schluss) sowie argumentative Strukturmuster (These, Argument, Beleg) erkennen und beschreiben.
Lernende können fachspezifische Begriffe in Sachtexten durch Kontexterschließung, Wortzergliederung oder Nachschlagen verstehen und in eigenen Worten erklären.
Lernende können die Kommunikationsabsicht eines Sachtextes (informieren, argumentieren, instruieren, appellieren) bestimmen und die Perspektive des Verfassers einschätzen.
Umfasst Fähigkeiten zur gezielten Nutzung, strukturierten Aufbereitung und kritischen Bewertung von Textinformationen und Quellen hinsichtlich Relevanz, Richtigkeit und Seriosität.
Lernende können aus einem Sachtext die für eine bestimmte Fragestellung oder Aufgabe relevanten Informationen gezielt identifizieren und herausarbeiten.
Lernende können Kernaussagen eines Sachtextes in Form von Exzerpten, Stichwortsammlungen oder strukturierten Notizen festhalten und dabei wesentliche von unwesentlichen Informationen unterscheiden.
Lernende können Aussagen eines Sachtextes auf innere Widersprüche und sachliche Richtigkeit prüfen sowie den Bedarf an externer Verifikation einschätzen.
Lernende können anhand von Kriterien wie Autorenschaft, Herausgeberschaft, Erscheinungsdatum und Belegführung die Vertrauenswürdigkeit, Absicht und Perspektive einer Quelle beurteilen.
Lernende können Informationen aus verschiedenen Quellen miteinander vergleichen, Gemeinsamkeiten und Widersprüche benennen und eine begründete Auswahl für eine Fragestellung treffen.
Umfasst Fähigkeiten zur Erschließung und Auswertung diskontinuierlicher Darstellungsformen wie Tabellen, Diagramme, Karten und Infografiken sowie deren Verknüpfung mit kontinuierlichen Texten.
Lernende können Tabellen und Listen lesen, gezielt Informationen entnehmen und Beziehungen zwischen den dargestellten Daten erkennen und beschreiben.
Lernende können Balken-, Linien- und Kreisdiagramme sowie Schaubilder lesen und auf der Grundlage der dargestellten Daten sachliche Aussagen formulieren.
Lernende können raumbezogene und strukturierende Darstellungen wie Karten, Pläne und Infografiken lesen und die darin enthaltenen Informationen erläutern.
Lernende können Informationen aus kontinuierlichen Textteilen und diskontinuierlichen Darstellungen zusammenführen und zu einer integrierten Aussage verbinden.
Umfasst Fähigkeiten zum sinnentnehmenden Lesen und gezielten Nutzen von Gebrauchstexten des Alltags wie Anleitungen, Formularen, Fahrplänen und Verzeichnissen.
Lernende können Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Bedienungsanleitungen und Rezepte sinnentnehmend lesen und die beschriebenen Handlungsabfolgen nachvollziehen oder ausführen.
Lernende können formale Alltagsdokumente wie Formulare, Bewerbungsanschreiben und Verträge lesen und die darin enthaltenen Anforderungen und Informationen erfassen.
Lernende können strukturierte Alltagstexte wie Fahrpläne, Spielpläne, Verzeichnisse und Inhaltsübersichten als gezielte Informationsquelle nutzen und relevante Angaben herauslesen.
Umfasst das Lesen, Verstehen und Analysieren literarischer Prosatexte verschiedener Gattungen und Komplexitätsstufen, von ersten Bilderbüchern bis hin zu Romanen.
Umfasst die erste Begegnung mit erzählenden Texten: Bilderbücher sowie kurze Kinder- und Erstlesebücher werden erschlossen, Inhalte nachvollzogen und Bild-Text-Bezüge hergestellt.
Lernende können einem Bilderbuch folgen, Illustrationen inhaltlich deuten, Zusammenhänge zwischen Bild und Text erkennen und den Inhalt mündlich wiedergeben.
Lernende können Kinder- und Erstlesebücher selbstständig lesen, dem Handlungsverlauf folgen und Hauptfiguren sowie grundlegende Ereignisse benennen.
Umfasst grundlegende Fähigkeiten des Textverstehens bei erzählenden Texten: Handlungsverlauf, Erzählperspektive, Figurencharakterisierung, Raum-Zeit-Atmosphäre und Handlungsmotive.
Lernende können die Ereignisse eines Erzähltextes in ihrer zeitlichen und kausalen Abfolge verstehen, strukturieren und in eigenen Worten zusammenfassen.
Lernende können die Erzählperspektive eines Textes (Ich-Erzähler, Er/Sie-Erzähler; auktorial, personal, neutral) bestimmen und deren Wirkung auf die Leserlenkung erläutern.
Lernende können Charaktereigenschaften von Figuren benennen und diese durch direkte sowie indirekte Charakterisierungsmittel (Beschreibung, Verhalten, Sprache, Aussagen anderer) am Text belegen.
Lernende können Handlungsort, Handlungszeit und die erzeugte Atmosphäre eines Erzähltextes benennen und mit konkreten Textstellen belegen.
Lernende können Handlungsmotive von Figuren analysieren und erklären, welche Wünsche, Ängste oder Ziele das Verhalten einer Figur steuern.
Umfasst die Analyse von Erzählstruktur und erzähltechnischen Mitteln, darunter Kompositionsphasen, Zeitgestaltung, Formen der Figurenrede sowie Symbole und Leitmotive.
Lernende können die klassischen Kompositionsphasen eines Erzähltextes (Exposition, steigende Handlung, Konflikt, Wendepunkt, Auflösung) identifizieren und deren narrative Funktion beschreiben.
Lernende können Techniken der Zeitgestaltung (Raffung, Dehnung, Zeitsprung, Ellipse) in einem Erzähltext benennen und deren Wirkung auf Leserrythmus und Spannungsaufbau erläutern.
Lernende können direkte Rede, indirekte Rede, erlebte Rede und inneren Monolog unterscheiden sowie deren Funktion für die Darstellung von Figurenperspektive und Innenleben analysieren.
Lernende können wiederkehrende Bilder, Symbole und Leitmotive in einem Erzähltext identifizieren und ihre Bedeutung für Thematik und Sinngebung des Textes erläutern.
Umfasst das Lesen und gattungsspezifische Analysieren von Kurzprosaformen wie Kurzgeschichte, Märchen, Fabel und Parabel anhand ihrer jeweiligen Gattungsmerkmale.
Lernende können gattungstypische Merkmale der Kurzgeschichte (Einstieg in medias res, offenes Ende, verdichtete Symbolik, alltäglicher Konflikt) benennen und im Text nachweisen.
Lernende können Merkmale des Volksmärchens (stereotype Formeln, Dreierschema, Magie, moralischer Ausgang) benennen und die Aussage bzw. Botschaft eines Märchens erschließen.
Lernende können Fabeln als Gattung erkennen, tierische oder dingliche Figuren als menschliche Typen deuten und die allgemeine moralische Lehre (Moral) der Fabel formulieren.
Lernende können in einer Parabel die wörtliche Bildebene und die übertragene Sachebene unterscheiden sowie die intendierte Aussageabsicht des Textes herausarbeiten.
Umfasst die Lektüre und Analyse eines vollständigen längeren Erzählwerks, einschließlich Handlungsstruktur, Figurenkonstellation, Themen und epochalem Kontext.
Lernende können einem längeren Erzählwerk überblicksartig folgen, mehrere Handlungsstränge unterscheiden und den Gesamtzusammenhang der Handlung strukturiert wiedergeben.
Lernende können die Beziehungen zwischen Figuren eines Romans darstellen (Figurenkonstellation) und die Entwicklung einzelner Figuren im Handlungsverlauf beschreiben und bewerten.
Lernende können zentrale Themen und wiederkehrende Motive sowie Leitmotive eines Romans herausarbeiten und mit Textstellen belegen.
Lernende können Entstehungszeit, biographischen Kontext des Autors und historisch-kulturellen Hintergrund eines Werkes ermitteln und für die Textinterpretation fruchtbar machen.
Teilgebiet der Literatur, das sich mit Gedichten und lyrischen Texten befasst – von grundlegenden Formmerkmalen über sprachliche Mittel bis hin zur strukturierten Analyse, Interpretation und experimentellen Formen der Lyrik.
Umfasst die grundlegenden Fähigkeiten zum Verstehen lyrischer Texte: inhaltliche Erschließung, äußere Form (Strophen, Verse), Reimschema sowie Metrum und Rhythmus.
Lernende können ein Gedicht sinnerschließend lesen, sein Thema und seine Stimmung benennen sowie den Inhalt in eigenen Worten zusammenfassen.
Lernende können die äußere Gliederung eines Gedichts in Strophen und Verse beschreiben und diese als formale Grundbegriffe der Lyrik korrekt benennen.
Lernende können das Reimschema eines Gedichts identifizieren, mithilfe von Buchstaben (z. B. abab, aabb, abba) notieren und die entsprechenden Reimformen (Kreuzreim, Paarreim, umarmender Reim) benennen.
Lernende können den metrischen Grundrhythmus eines Gedichts durch Betonungsanalyse bestimmen, in Versfüße einteilen und grundlegende Metren (Jambus, Trochäus, Daktylus) benennen.
Behandelt die zentralen rhetorischen und stilistischen Mittel der Lyrik – Klangfiguren, Bildlichkeit und rhythmische Elemente – sowie deren inhaltliche und emotionale Wirkung im Gedicht.
Lernende können Alliterationen (Stabreime) und Assonanzen (Vokalreime) in lyrischen Texten identifizieren und deren klangliche sowie inhaltlich-atmosphärische Wirkung erläutern.
Lernende können Metaphern und explizite Vergleiche in Gedichten erkennen, ihre übertragene Bedeutung entschlüsseln und ihre Wirkung auf den Leser beschreiben.
Lernende können Personifikationen sowie weitere Formen bildlicher Sprache (Synästhesie, Symbol) in lyrischen Texten benennen und ihre Funktion und Wirkung interpretieren.
Lernende können erläutern, wie Klangelemente, Sprechtempo und Rhythmus eines Gedichts zusammenwirken und die emotionale Wirkung sowie die Stimmung des Textes prägen.
Umfasst Methoden und Kompetenzen zur strukturierten Analyse und Interpretation von Gedichten, einschließlich der Unterscheidung von lyrischem Ich und Autor, des Epochenvergleichs und der Entwicklung fundierter Deutungshypothesen.
Lernende können ein Gedicht nach einem gegliederten Analyseansatz untersuchen, der Inhalt, formale Merkmale, sprachliche Mittel und deren Wirkung systematisch berücksichtigt.
Lernende können das lyrische Ich als textinterne Sprechinstanz von der realen Autorin bzw. dem realen Autor unterscheiden und diesen grundlegenden narratologischen Begriff auf Gedichte anwenden.
Lernende können zwei oder mehr Gedichte hinsichtlich Thema, formaler Gestaltung und sprachlicher Mittel vergleichend analysieren und wesentliche Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausarbeiten.
Lernende können eine begründete Deutungshypothese zur Bedeutung und Aussageabsicht eines Gedichts formulieren und diese durch gezielte Textstellen- und Analysebefunde belegen.
Behandelt lyrische Kleinformen mit festen Regelstrukturen (Haiku, Elfchen) sowie experimentelle Lyrikformen (Klanggedichte, konkrete Poesie), die mit Sprache, Klang und visueller Gestaltung spielen.
Lernende können Kurzgedichtformen wie z. B. Haiku (5-7-5-Silbenschema) und Elfchen als eigenständige lyrische Gattungen erkennen und deren formale Regeln benennen.
Lernende können Klanggedichte, Lautgedichte und optische bzw. konkrete Poesie als experimentelle Formen verstehen, die Sprache und Schrift als Material einsetzen, und deren Aussageabsicht und Wirkung reflektieren.
Umfasst das Lesen, Verstehen und Analysieren dramatischer Texte – von grundlegenden Strukturmerkmalen über klassische Dramaturgie bis hin zu modernen und zeitgenössischen Dramenformen.
Behandelt die grundlegenden formalen und inhaltlichen Merkmale des Dramas, darunter strukturelle Gliederung, Textelemente, Figurenanalyse und Konfliktverlauf.
Lernende können die formale Gliederung eines Dramentextes in Akte, Szenen und Auftritte erkennen, benennen und ihre strukturierende Funktion für den Handlungsverlauf beschreiben.
Lernende können die zentralen Textelemente eines Dramas – Dialog, Monolog, Replik und Regieanweisungen – unterscheiden und ihre jeweilige dramatische Funktion erläutern.
Lernende können Dramenfiguren anhand von Sprache, Handlung und Interaktion charakterisieren sowie die Figurenkonstellation und Beziehungsgefüge im Drama darstellen und analysieren.
Lernende können den zentralen Konflikt eines Dramas identifizieren, seinen Verlauf nachvollziehen und die Mittel zur Erzeugung dramatischer Spannung beschreiben.
Behandelt die vertiefte Analyse dramaturgischer Strukturen und Mittel, einschließlich des klassischen Dramenaufbaus, sprachlicher Stilmittel, Gattungsmerkmale sowie historischer Kontextualisierung.
Lernende können die fünf Phasen (Beispiel: Freytagschen Pyramide) Exposition, steigende Handlung, Höhepunkt, fallende Handlung und Katastrophe/Lösung benennen und im Dramentext nachweisen.
Lernende können sprachlich-dramaturgische Mittel wie Stichomythie, Tirade und Monolog im Dramentext erkennen, benennen und ihre Funktion für Spannungsaufbau und Charakterisierung erläutern.
Lernende können die wesentlichen Gattungsmerkmale von Komödie und Tragödie benennen, gegenüberstellen und einem vorliegenden Drama zuordnen.
Lernende können einen Dramentext in seine historische Entstehungsepoche einordnen und epochenspezifische kulturelle sowie gesellschaftliche Bezüge für die Textinterpretation fruchtbar machen.
Behandelt Formen des modernen und zeitgenössischen Dramas, darunter das epische Theater Brechts sowie das absurde Theater, und deren Abgrenzung von klassischen Dramenkonventionen.
Lernende können das Konzept des epischen Theaters erläutern, den Verfremdungseffekt als zentrales Gestaltungsprinzip beschreiben und entsprechende Techniken im Dramentext nachweisen.
Lernende können Merkmale des modernen und absurden Dramas – wie offene Form, Antiheld, Sprachzerfall und Sinnentleerung – erkennen und von der geschlossenen klassischen Dramenform abgrenzen.
Umfasst das Lesen, Analysieren und kritische Bewerten digitaler, multimodaler und persuasiver Medientexte, einschließlich Hypertexte, audiovisuelle Formate und Werbung.
Behandelt das zielgerichtete Lesen und kritische Bewerten digitaler Texte in Online-Umgebungen, darunter Hypertexte, Websites und Social-Media-Formate.
Lernende können nicht-lineare, verlinkte digitale Texte navigieren und dabei gezielt relevante Informationen aus Hypertextstrukturen herausfiltern.
Lernende können Kriterien der Quellenbewertung (Autor, Datum, Belege, Domäne) auf Websites und Online-Artikel anwenden, um deren Seriosität und kommunikative Absicht einzuschätzen.
Lernende können informelle digitale Textsorten wie Social-Media-Posts, Kommentare und Bewertungen anhand ihrer sprachlichen und strukturellen Merkmale erkennen und ihre kommunikative Funktion einschätzen.
Behandelt die Analyse von Texten, in denen mehrere Zeichensysteme – Bild, Ton und Sprache – zusammenwirken, darunter Infografiken, Comics und audiovisuelle Medien.
Lernende können die Wechselwirkung von Bild und Text in multimodalen Formaten wie Infografiken, Comics oder Bilderbüchern beschreiben und aus beiden Ebenen gemeinsam Bedeutung erschließen.
Lernende können filmische Mittel wie Kameraeinstellung, Schnitt und Musik benennen und deren Wirkung auf die Erzählstruktur eines Films oder Videos analysieren.
Lernende können erläutern, wie verschiedene Zeichensysteme – Text, Bild und Ton – in einem multimodalen Text zusammenwirken und gemeinsam Bedeutung erzeugen.
Behandelt die Analyse persuasiver Strategien in Medientexten sowie die kritische Reflexion von Desinformation, Werbung und eigener Mediennutzung.
Lernende können sprachliche und visuelle Strategien in Werbetexten identifizieren und erklären, wie diese gezielt emotionale oder rationale Wirkungen beim Publikum erzeugen sollen.
Lernende können Mechanismen von Desinformation, Framing und Propaganda in Medientexten benennen und kriterienbasiert Fake News sowie manipulative Darstellungsweisen erkennen.
Lernende können die eigene Nutzung digitaler Medienangebote kritisch hinterfragen und Kriterien für einen bewussten und souveränen Medienumgang benennen.
Umfasst alle Teilbereiche des schriftlichen Ausdrucks, von den Grundlagen des Schreiblernprozesses über verschiedene Textsorten und Schreibzwecke bis hin zu kreativem Schreiben, Überarbeitungstechniken und der Fähigkeit, Texte zusammenzufassen oder zu paraphrasieren.
Umfasst die grundlegenden Aspekte des Schreiblernprozesses, einschließlich der Entwicklung der Handschrift, der korrekten Schreibtechnik und ergonomischer Grundlagen.
Behandelt die schrittweise Entwicklung einer leserlichen und formkorrekten Handschrift, von Druckbuchstaben bis zur verbundenen Schrift sowie die Verbesserung von Schreibfluss und Gleichmäßigkeit.
Lernende können alle 26 Großbuchstaben des Alphabets in Druckschrift in korrekter Form, mit richtigen Proportionen und gut leserlich schreiben.
Lernende können alle 26 Kleinbuchstaben des Alphabets in Druckschrift in korrekter Form, mit richtigen Proportionen und gut leserlich schreiben.
Lernende können Buchstaben in einer verbundenen Schrift (Schreibschrift) formal korrekt ausführen und durch gezielte Buchstabenverbindungen einen fließenden Schreibduktus erzielen.
Lernende können durch wiederholte Übung einen kontinuierlichen Schreibfluss entwickeln und eine gleichmäßige, klar lesbare Handschrift mit konsistenten Buchstabenformen und -abständen produzieren.
Behandelt die technischen und ergonomischen Grundlagen des Schreibens, umfasst sowohl die korrekte Körper- und Stifthaltung beim manuellen Schreiben als auch das flüssige Schreiben auf digitalen Eingabegeräten.
Lernende können eine ergonomisch korrekte Stifthaltung (z. B. Dreipunktgriff) und aufrechte Sitzposition einnehmen sowie den Anpressdruck des Stifts beim Schreiben bewusst regulieren, um Ermüdung und Fehlhaltungen zu vermeiden.
Lernende kennen die Tastenanordnung einer Standardtastatur, können Tasten sicher ansteuern und entwickeln zunehmend Tippgeschwindigkeit sowie Fehlerfreiheit beim Eingeben von Texten.
Umfasst den vollständigen Schreibprozess von der Analyse der Aufgabe über die Planung und das Verfassen eines Erstentwurfs bis zur inhaltlichen, sprachlichen und formalen Überarbeitung sowie Feedback, Reflexion und digitalem Schreiben.
Behandelt die vorbereitenden Schritte des Schreibprozesses: Anforderungen einer Schreibaufgabe erschließen, Ideen generieren und einen strukturierten Schreibplan entwickeln.
Lernende können eine Schreibaufgabe analysieren, indem sie Textsorte, Adressat, Umfang und kommunikative Funktion identifizieren und daraus ein konkretes Schreibziel ableiten.
Lernende können mithilfe von Brainstorming, Mindmaps, Clustern oder Assoziationsketten Ideen zu einem Thema kreativ und ohne Bewertung entfalten.
Lernende können gesammelte Ideen nach inhaltlichen Kriterien ordnen, eine Gliederung erstellen und die wesentlichen Aussagen für jeden Textabschnitt schriftlich festhalten.
Behandelt das Verfassen eines ersten Textentwurfs auf Grundlage des Schreibplans, wobei Fluss und Kontinuität des Schreibens im Vordergrund stehen.
Lernende können planbasiert eine Rohfassung zügig niederschreiben und dabei Korrekturen oder Selbstzweifel zurückstellen, um einen vollständigen Erstentwurf zu erzeugen.
Behandelt die systematische Überarbeitung eines Textentwurfs auf drei Ebenen: inhaltliche Stimmigkeit, sprachlich-stilistische Qualität sowie orthografische und interpunktionelle Korrektheit.
Lernende können einen Textentwurf auf inhaltliche Vollständigkeit, logischen Aufbau und Angemessenheit prüfen sowie Passagen ergänzen, streichen oder umstrukturieren.
Lernende können Satzbau, Wortwahl und Kohärenz eines Textes analysieren und durch gezielte Umformulierungen Verständlichkeit, Stilniveau und Lesewirkung verbessern.
Lernende können einen Text systematisch auf Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler durchsehen und diese regelgeleitet korrigieren.
Behandelt die Einbindung von Feedback und Selbstreflexion in den Schreibprozess, einschließlich konstruktiver Rückmeldung, produktiver Feedbacknutzung, kooperativer Textbesprechung und metakognitiver Prozessreflexion.
Lernende können zu einem fremden Text strukturiertes, sachliches Feedback formulieren, das Stärken benennt und begründete, konkrete Verbesserungsvorschläge enthält.
Lernende können Rückmeldungen zu ihrem eigenen Text aufnehmen, deren Relevanz einschätzen und auf dieser Grundlage gezielte Überarbeitungen vornehmen.
Lernende können Texte im dialogischen Austausch gemeinsam besprechen, Überarbeitungsvorschläge einbringen und kooperativ die Textqualität weiterentwickeln.
Lernende können die im Schreibprozess eingesetzten Strategien benennen, deren Wirksamkeit einschätzen und Konsequenzen für die Weiterentwicklung des eigenen Schreibens formulieren.
Behandelt den Einsatz digitaler Werkzeuge und Medien beim Schreiben, von Textverarbeitungsprogrammen über Formatierungsmöglichkeiten bis hin zum kritischen Umgang mit automatisierten Schreibhilfen.
Lernende können Texte mit Textverarbeitungssoftware erfassen, speichern und mithilfe grundlegender Formatierungsmittel wie Überschriften, Absätzen und Tabellen strukturiert gestalten.
Lernende können digitale Schreibhilfen wie Rechtschreibprüfung, Synonymwörterbuch oder KI-gestützte Textwerkzeuge situationsangemessen einsetzen und deren Vorschläge kritisch bewerten.
Umfasst das Verfassen erzählender Texte in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Techniken, von der Grundstruktur über erzähltechnische Mittel und Perspektiven bis hin zu spezifischen Erzähltextgattungen.
Behandelt die grundlegenden strukturellen Elemente einer Erzählung: die dreiteilige Gliederung, die Gestaltung von Anfang und Schluss sowie die chronologisch-kohärente Verknüpfung von Ereignissen.
Lernende können eine Erzählung in die drei Grundteile Einleitung, Hauptteil und Schluss gliedern, wobei der Einstieg eine Ausgangssituation etabliert, der Hauptteil einen Konflikt oder ein zentrales Ereignis entfaltet und der Schluss die Handlung abschließt.
Lernende können verschiedene Einstiegstechniken (in medias res, Leserfrage, atmosphärische Beschreibung, überraschende Aussage) gezielt einsetzen und die jeweils erzeugte Leserwirkung begründen.
Lernende können unterschiedliche Schlussformen (runde Auflösung, offenes Ende, Pointe, Wendung) bewusst wählen und erläutern, welchen Eindruck der jeweilige Schluss beim Lesenden hinterlässt.
Lernende können Ereignisse in logisch-zeitlicher Abfolge darstellen und Handlungsschritte durch zeitliche sowie kausale Konnektoren kohärent miteinander verknüpfen.
Behandelt handwerkliche Mittel des Erzählens: Spannungsaufbau, Dialoggestaltung, Figuren- und Schauplatzzeichnung, Stimmungserzeugung sowie den bewussten Umgang mit Erzählzeit und erzählter Zeit.
Lernende können Spannungsmittel wie ungelösten Konflikt, Informationsvorsprung des Lesers, Cliffhanger, Zeitdruck und unerwartete Wendung gezielt und wirkungsbewusst in eine Erzählung einbauen.
Lernende können wörtliche Rede grammatisch korrekt in einen Erzähltext integrieren und den Figurendialog zur Steigerung der Lebendigkeit sowie zur indirekten Charakterisierung von Personen nutzen.
Lernende können Personen und Schauplätze durch konkrete, sensorische Details anschaulich beschreiben und dabei eine spezifische Atmosphäre für den Lesenden erzeugen.
Lernende können Figuren indirekt durch ihr Verhalten, ihre Sprache und ihre Entscheidungen charakterisieren und dabei das Prinzip 'Show, don't tell' konsequent anwenden.
Lernende können durch gezielte Auswahl von Verben, Adjektiven, Satzlänge und Rhythmus eine bestimmte Stimmung in ihrer Erzählung erzeugen und sprachliche Mittel zur Wirkungssteuerung einsetzen.
Lernende können Raffung, Dehnung und Zeitsprünge als Erzähltechniken unterscheiden und bewusst einsetzen, um das Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit wirkungsvoll zu gestalten.
Behandelt die verschiedenen Erzählperspektiven und ihre Wirkung: die subjektive Innenperspektive der Ich-Erzählung sowie die auktoriale und personale Außenperspektive.
Lernende können eine Erzählung konsequent aus der Ich-Perspektive verfassen und dabei Innenperspektive, subjektives Erleben und Nähe zum Lesenden als charakteristische Merkmale dieser Erzählhaltung nutzen.
Lernende können eine Erzählung aus der Außenperspektive schreiben und dabei zwischen auktorialer (allwissender) und personaler (figurengebundener) Erzählhaltung unterscheiden und eine davon konsequent durchhalten.
Behandelt konkrete Gattungen und Formen erzählender Texte: den persönlichen Erlebnisbericht, die produktive Textarbeit durch Weiter- oder Umschreiben sowie die eigenständige Kurzgeschichte.
Lernende können ein selbst erlebtes Ereignis als Erlebnisbericht strukturiert, chronologisch und mit konkreten persönlichen Details schriftlich darstellen.
Lernende können an einen vorgegebenen Textanfang oder eine Ausgangssituation anknüpfen, eine eigenständige Fortsetzung entwickeln oder eine bestehende Geschichte durch Variation von Perspektive, Ausgang oder Figuren umschreiben.
Lernende können eine Kurzgeschichte eigenständig verfassen und dabei gattungstypische Merkmale bewusst einsetzen: Einstieg in medias res, knappe und verdichtete Sprache, symbolische Bedeutungsebene und offenes Ende.
Umfasst das Verfassen verschiedener informierender Textsorten wie Berichte, Beschreibungen, Anleitungen, Protokolle und Sachtexte mit dem Ziel, Sachverhalte objektiv, strukturiert und adressatengerecht schriftlich darzustellen.
Umfasst das Verfassen sachlicher Berichte zu Ereignissen, Tathergängen und Erlebnissen unter Einsatz strukturierender Mittel wie W-Fragen, chronologischer Abfolge und objektiver Darstellung.
Lernende können einen Bericht sachlich, objektiv und in der Vergangenheitsform schreiben und dabei die W-Fragen als Strukturhilfe systematisch nutzen.
Lernende können ein Ereignis (Unfall, Vorfall, Beobachtung) in zeitlicher Abfolge sachlich und ohne persönliche Wertung schriftlich darstellen.
Lernende können eine Reise, einen Schulausflug oder eine Veranstaltung strukturiert und anschaulich in Berichtsform darstellen.
Umfasst das präzise schriftliche Beschreiben von Gegenständen, Tieren, Personen sowie Räumen und Wegen in geordneter, sachlicher Form mit klaren sprachlichen Strukturmitteln.
Lernende können einen Gegenstand oder ein Tier in geordneter Reihenfolge sachlich und detailliert beschreiben, sodass er/es erkennbar wird.
Lernende können eine Person sachlich beschreiben – zunächst äußere Merkmale, dann Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften in geordneter Abfolge.
Lernende können einen Raum oder einen Weg so beschreiben, dass sich Lesende orientieren können – mit geordneter Reihenfolge und räumlichen Bezügen.
Umfasst das Verfassen von Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie Verlaufs- und Ergebnisprotokollen zur sachlichen und vollständigen Dokumentation von Vorgängen, Experimenten oder Sitzungen.
Lernende können einen Arbeitsvorgang oder eine Handlungsfolge in klaren, nummerierten Schritten und im Präsens präzise verfassen.
Lernende können den Verlauf oder die Ergebnisse einer Sitzung, eines Experiments oder einer Beobachtung vollständig und sachlich protokollieren.
Umfasst das Verfassen strukturierter Sach- und Informationstexte, Steckbriefe sowie vergleichender Darstellungen zur neutralen und übersichtlichen Vermittlung von Fachinhalten.
Lernende können zu einem Sachthema eine strukturierte, informierende Darstellung verfassen (Einleitung – gegliederte Information – Fazit).
Lernende können die wichtigsten Informationen zu einer Person, einem Tier oder einem Sachverhalt in einem formatierten Steckbrief übersichtlich darstellen.
Lernende können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Gegenstände, Texte oder Positionen strukturiert und neutral schriftlich darstellen.
Umfasst das Verfassen argumentativer Texte, von den Grundlagen des strukturierten Meinungsausdrucks über verschiedene Erörterungsformen bis hin zu meinungsstarken und appellativen journalistischen Textformen.
Behandelt die grundlegenden Techniken des argumentativen Schreibens: Thesen formulieren, Argumente strukturieren und bewerten sowie Gegenargumente sachlich entkräften.
Lernende können eine eigene These schriftlich formulieren und sie mithilfe des Dreierschritts (Behauptung – Begründung – Beispiel) durch sachliche Argumente und konkrete Belege stützen.
Lernende können Argumente zu einer Frage sammeln, ihre Überzeugungskraft einschätzen sowie eine wirkungsvolle Reihenfolge herstellen, etwa nach dem Prinzip der Steigerung vom schwächsten zum stärksten Argument.
Lernende können mögliche Einwände gegen die eigene Position antizipieren, präzise formulieren und durch gezielte Erwiderung oder Relativierung sachlich entkräften.
Behandelt konventionelle argumentierende Textformen wie Stellungnahme, Pro-Contra-Abwägung sowie lineare und dialektische Erörterung mit ihren jeweiligen Strukturprinzipien.
Lernende können zu einem Sachverhalt eine strukturierte Stellungnahme verfassen, die eine Einleitung, eine begründete Argumentation und eine abschließende Schlussfolgerung umfasst.
Lernende können zu einer strittigen Frage Argumente für und gegen eine Position entwickeln und diese in einem schriftlichen Abwägungstext ausgewogen und sachlich gegenüberstellen.
Lernende können eine lineare Erörterung verfassen, die eine Position durchgehend einseitig argumentativ entfaltet und am Schluss zu einer pointierten Zuspitzung führt.
Lernende können eine dialektische Erörterung in der dreigliedrigen Struktur These – Antithese – Synthese schreiben, in der abschließend eine begründete eigene Position entwickelt wird.
Behandelt meinungsbetonte und appellative Textformen wie Kommentar, Leserbrief und Aufruf, die eine klare Haltung vermitteln und auf Lesende einwirken sollen.
Lernende können einen journalistischen Kommentar schreiben, der eine klar erkennbare Haltung zu einem Sachverhalt einnimmt, knapp und pointiert argumentiert und mit einer Bewertung oder Handlungsaufforderung schließt.
Lernende können einen strukturierten Leserbrief verfassen, der auf einen vorliegenden Text Bezug nimmt, eine eigene begründete Stellungnahme formuliert und mit einer Forderung oder einem Wunsch schließt.
Lernende können einen appellativen Text schreiben, der die Lesenden direkt anspricht, eine Notwendigkeit oder Dringlichkeit darstellt und explizit zu einer konkreten Handlung auffordert.
Umfasst Schreibformen, bei denen sprachliche Gestaltungsfreiheit, Experimentierfreude und ästhetisches Ausdrucksvermögen im Vordergrund stehen, von produktionsorientiertem Umschreiben über freies Schreiben bis zu formgebundenen kreativen Textformen und Schreibreflexion.
Umfasst Schreibverfahren, bei denen ein vorhandener Text als Grundlage dient, um ihn kreativ weiterzuführen, umzuschreiben, perspektivisch zu wechseln oder nach einem sprachlichen Muster neu zu gestalten.
Lernende können einen vorgegebenen Text kreativ fortführen oder verändern, indem sie an einem Textanfang anknüpfen, eine Textstelle umschreiben, einen alternativen Schluss verfassen oder das Geschehen aus einer anderen Sicht neu erzählen.
Lernende können eine Szene oder Situation konsequent aus der Sicht einer anderen Figur neu erzählen und dabei Perspektive, Tonalität sowie den Wissensstand dieser Figur durchgehend berücksichtigen.
Lernende können ein sprachliches Muster – etwa Satzstruktur, Wiederholungsform oder Rhythmus – in einem Vorlagetext erkennen und nach diesem Muster einen eigenständigen Paralleltext verfassen.
Umfasst Schreibverfahren, die ohne enge Vorgaben den spontanen Ideenfluss, sensorische Impulse oder spielerische Sprachexperimente als Ausgangspunkt für kreative Texte nutzen.
Lernende können für eine festgelegte Zeitspanne ohne Unterbrechung und ohne Rücksicht auf Fehler oder formale Ziele schreiben, um den Schreibfluss zu fördern und kreative Ideen freizusetzen.
Lernende können einen visuellen, akustischen oder gegenständlichen Impuls als Schreibanlass nutzen und diesen sensorischen Ausgangspunkt kreativ zu einem eigenständigen Text weiterentwickeln.
Lernende können mit Sprache experimentieren und spielerische Schreibformen wie Reizwortgeschichten, Lückentexte, Wortfeldtexte oder Cut-up-Texte gezielt einsetzen.
Umfasst das Verfassen von Texten in spezifischen kreativen Formen wie formgebundenen Gedichten, Figurendialogen und inneren Monologen, bei denen formale und ästhetische Gestaltungsprinzipien zentral sind.
Lernende können Gedichte in festgelegten Formen verfassen, darunter Haiku (5-7-5-Silbenstruktur), Elfchen, Akrostichon, Reimgedicht und Kettengedicht, und dabei die jeweiligen formalen Vorgaben einhalten.
Lernende können eine szenische Sequenz mit Figurendialog gestalten, in der Charaktere durch ihre Wortwahl, Reaktionen und Haltungen authentisch zum Ausdruck kommen.
Lernende können die Gedanken, Gefühle und inneren Überlegungen einer Figur in der Ich-Form und ohne erzählerische Einrahmung als inneren Monolog direkt verschriftlichen.
Umfasst die metakognitive Auseinandersetzung mit dem eigenen Schreibprozess, bei der Schreiberfahrungen dokumentiert, Texte kommentiert und die eigene Entwicklung als Schreibende reflektiert werden.
Lernende können ihre Schreiberfahrungen in einem Portfolio oder Schreibjournal festhalten, eigene Texte kommentieren und ihre Entwicklung als Schreibende über einen längeren Zeitraum beschreiben und einschätzen.
Umfasst das Verfassen formaler und zweckgebundener Texte, darunter offizielle und persönliche Korrespondenz, Bewerbungsunterlagen, behördliche Schreiben sowie weitere praxisorientierte Textformen mit jeweils spezifischen Konventionen und Registern.
Behandelt das Verfassen verschiedener Formen schriftlicher Korrespondenz – von offiziellen und persönlichen Briefen bis hin zu formalen E-Mails und digitalen Nachrichten – unter Beachtung situationsgerechter Struktur, Anrede und Register.
Lernende können einen offiziellen Brief nach den üblichen Konventionen aufbauen (Absender, Empfänger, Datum, Betreff, Anrede, Hauptteil, Grußformel, Unterschrift) und ein formal-sachliches Register situationsgerecht einsetzen.
Lernende können einen persönlichen Brief an eine vertraute Person verfassen und dabei passende Anrede, persönlichen Ton, inhaltliche Gliederung und eine situationsgerechte Grußformel verwenden.
Lernende können formale E-Mails oder digitale Nachrichten an Institutionen oder Unternehmen verfassen und dabei Betreff, Anrede, sachlichen Inhalt und professionelle Grußformel korrekt einsetzen.
Behandelt das Verfassen berufsbezogener und formaler Dokumente, darunter tabellarische Lebensläufe, Bewerbungsanschreiben sowie formale Anfragen und Mitteilungen an Ämter oder Betriebe.
Lernende können einen vollständigen tabellarischen Lebenslauf erstellen, der persönliche Angaben, Bildungsweg, Praktika bzw. Erfahrungen und Interessen übersichtlich und strukturiert darstellt.
Lernende können ein zielgerichtetes Bewerbungsanschreiben verfassen, das Motivation, Eignung und konkrete Stärken nachvollziehbar und überzeugend kommuniziert.
Lernende können formale Schreiben wie Anfragen, Beschwerden oder Mitteilungen an Behörden, Betriebe oder Institutionen klar gegliedert, sachlich und mit präzisem Anliegen formulieren.
Behandelt weitere zweckgebundene Textformen mit strukturierten Darstellungs- und Bewertungskonventionen, insbesondere Rezensionen und Empfehlungsschreiben.
Lernende können Bücher, Filme oder Produkte in einer strukturierten Rezension bewerten, indem sie Einleitung, Beschreibung, Bewertung und Empfehlung zu einem kohärenten Text verbinden.
Umfasst Techniken zur komprimierenden Wiedergabe von Texten und Informationen, darunter das Verfassen formgerechter Inhaltsangaben sowie das Exzerpieren und Paraphrasieren von Textinhalten.
Behandelt das strukturierte Wiedergeben von Textinhalten in mündlicher und schriftlicher Form, von der freien sinngemäßen Zusammenfassung bis zur regelkonformen Inhaltsangabe und Kapitelzusammenfassung.
Lernende können die wesentlichen Inhalte eines Textes, Films oder Gesprächs mit eigenen Worten so wiedergeben, dass die Kernaussage klar und vollständig wird.
Lernende können einen erzählenden oder informativen Text formal korrekt zusammenfassen: Präsens, 3. Person, sachlicher Ton, keine wörtliche Rede, keine eigene Meinung – nur das Wesentliche des Originals.
Lernende können den Inhalt einer Szene oder eines Kapitels in knapper, strukturierter Form wiedergeben und die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen benennen.
Behandelt Techniken zur selektiven Informationsentnahme und inhaltsgetreuen Umformulierung von Texten, einschließlich der Zusammenführung von Exzerpten aus mehreren Quellen.
Lernende können Kerninformationen eines Textes identifizieren und in Stichpunktform oder kurzen Sätzen strukturiert herausschreiben.
Lernende können Textaussagen in eigene Worte fassen, ohne den Inhalt zu verändern, zu kommentieren oder zu ergänzen.
Lernende können Informationen aus verschiedenen Quellen exzerpieren, vergleichen und für eine eigene Schreibaufgabe zu einer kohärenten Darstellung zusammenführen.
Teilbereich zur Grundfrage, was Sprache ist: behandelt Funktion, Erscheinungsformen und weltbildprägende Wirkung von Sprache als menschlichem Phänomen.
Lernende verstehen die grundlegenden Funktionen von Sprache – Verbindung zwischen Menschen, Ermöglichung von Kooperation und Träger des Denkens – und erkennen, dass jeder Mensch über sprachliche Kompetenz verfügt.
Lernende unterscheiden gesprochene, geschriebene und gebärdete Sprache als eigenständige Grundformen und verstehen Gebärdensprachen als vollwertige natürliche Sprachen mit eigener Grammatik, Geschichte und regionalen Varietäten, nicht als manuelle Abbildung lautsprachlicher Äußerungen.
Lernende erkennen, dass sprachliche Bedeutung durch paralinguistische und nonverbale Mittel wie Prosodie, Intonation, Pausen, Mimik und Gestik mitgetragen wird und diese eine Aussage verstärken, abschwächen oder in ihr Gegenteil verkehren können.
Lernende entdecken das Prinzip der Tonsprachen (z. B. Mandarin, Vietnamesisch, Yoruba), bei denen die lexikalische Bedeutung eines Wortes durch die Tonhöhe bzw. den Tonverlauf bestimmt wird, und erleben damit eine grundlegend andere phonologische Logik.
Lernende erkennen anhand konkreter Beispiele wie Farb- oder Verwandtschaftsterminologie sowie räumlichen Orientierungssystemen, dass Sprachen die Wirklichkeit lexikalisch und kategorial unterschiedlich strukturieren (sprachliche Relativität), und reflektieren die Begrenztheit der eigenen sprachlichen Perspektive.
Teilbereich zur weltweiten Sprachlandschaft: behandelt bedeutende Weltsprachen, deren Verbreitung und historische Hintergründe, Konzepte wie Sprachfamilien, Amtssprachen und Schriftsysteme sowie Sprachwandel als natürlichen Prozess.
Teilbereich zu den Sprachen mit der größten globalen Reichweite oder Sprecherzahl: stellt ausgewählte Weltsprachen in je einer Lerneinheit hinsichtlich Verbreitung, historischer Hintergründe und sprachlicher Besonderheiten vor.
Lernende kennen die weltweite Verbreitung des Englischen und verstehen die historischen Faktoren – Kolonialgeschichte, internationaler Handel, Wissenschaft und digitale Kommunikation – die es zur dominanten globalen Lingua franca gemacht haben.
Lernende kennen Mandarin-Chinesisch als die Sprache mit der weltweit höchsten Zahl an Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern, seine Verbreitung in Ostasien sowie die Besonderheit der logografischen Zeichenschrift (Hànzì).
Lernende kennen die Verbreitung des Spanischen von der Iberischen Halbinsel über nahezu ganz Lateinamerika und verstehen die kolonialgeschichtlichen Ursachen für diese geographisch weitreichende Verbreitung.
Lernende kennen die Verbreitung des Arabischen über Nordafrika und den Nahen Osten, seine eigene Schrift (arabische Schrift) mit Rechts-links-Leserichtung sowie die ausgeprägte Diglossie zwischen Hocharabisch (Fuṣḥā) und regionalen Dialekten.
Teilbereich zu Ordnungs- und Vergleichskonzepten von Sprachen: behandelt den Unterschied zwischen Muttersprachlerzahl und globaler Reichweite, das Konzept der Amtssprache, Sprachfamilien und genealogische Verwandtschaft, Schriftsysteme sowie Sprachwandel.
Lernende unterscheiden die Konzepte 'Anzahl der Muttersprachlerinnen und Muttersprachler' und 'globale Reichweite' einer Sprache und erläutern, warum Englisch als Zweit- und Verkehrssprache trotz geringerer Muttersprachlerzahl eine größere kommunikative Reichweite besitzt als Mandarin.
Lernende verstehen den Begriff der Amtssprache als staatlich anerkannte Sprache für offizielle Zwecke und erkennen an Beispielen mehrsprachiger Staaten (Schweiz, Indien, Südafrika, Kanada), dass Mehrsprachigkeit als offizielle Staatspolitik weltweit verbreitet ist.
Lernende kennen die offizielle Vielsprachigkeit der Europäischen Union mit ihren gleichberechtigten Amtssprachen und verstehen dieses Prinzip als politische Entscheidung für sprachliche Gleichwertigkeit und kulturelle Diversität.
Lernende verstehen das Konzept der Sprachverwandtschaft und der Sprachfamilien (z. B. Indogermanisch) und belegen anhand von Kognaten wie 'Mutter/mother/mater/madre', dass gemeinsame Herkunft zu strukturellen und lexikalischen Ähnlichkeiten führt.
Lernende nutzen erkannte Ähnlichkeiten in Wortschatz und Grammatikstruktur zwischen verwandten Sprachen als Erschließungsstrategie (Interkomprehension), um unbekannte Texte oder Äußerungen in einer Nachbarsprache zumindest annäherungsweise zu verstehen.
Lernende unterscheiden die wichtigsten Schriftsystemtypen – Alphabetschriften, Silbenschriften (Syllabare) und Logografien – sowie unterschiedliche Schreibrichtungen und verstehen Schrift als kulturell geformte Erfindung, nicht als universelles System.
Lernende verstehen Sprachwandel, Sprachkontakt, Sprachentstehung und Sprachsterben als kontinuierliche, natürliche Prozesse und beschreiben diese deskriptiv, ohne normative Wertung als Verlust oder Fortschritt.
Teilbereich zu pragmatischen Verständigungsstrategien über Sprachgrenzen hinweg: behandelt den bewussten Einsatz des eigenen Sprachrepertoires, Interkomprehension, einfache Kommunikationsmittel, Sprachmittlung, Lingua-franca-Nutzung und den reflektierten Einsatz digitaler Übersetzungswerkzeuge.
Lernende aktivieren ihr gesamtes plurilinguale Repertoire – Erstsprache, Schulsprachen, Partialwissen und sprachliche Bruchstücke – als kommunikative Ressource, anstatt auf vollständige Kompetenz in einer einzigen Sprache zu warten.
Lernende erschließen Bedeutung aus fremdsprachlichen Texten oder Äußerungen durch Interkomprehension, indem sie Teilkenntnisse, Kontextwissen und Ähnlichkeiten zu verwandten Sprachen strategisch nutzen.
Lernende wenden Kompensationsstrategien an – vereinfachte Lexik, Gestik, Mimik, visuelle Hilfsmittel und Kontextnutzung –, um trotz begrenzter Sprachkenntnisse verständlich zu kommunizieren, anstatt aus Fehlerangst zu schweigen.
Lernende übernehmen die Rolle der Sprachmittlung, indem sie zwischen Personen ohne gemeinsame Sprache vermitteln und Sinn sinngemäß von einer Sprache in eine andere übertragen, ohne notwendigerweise wörtlich zu übersetzen.
Lernende nutzen regional verbreitete Verkehrssprachen (Lingua francae) pragmatisch zur Kommunikation und wissen, dass diese je nach Weltregion variieren (z. B. Englisch, Französisch, Swahili, Russisch, Arabisch).
Lernende setzen digitale Übersetzungs- und KI-gestützte Dolmetschwerkzeuge zweckorientiert ein und reflektieren deren Grenzen hinsichtlich pragmatischer Nuance, kultureller Konnotation, Humor und zwischenmenschlichem Vertrauen.
Teilbereich zu Orientierungswissen über Spracherwerbswege und Niveaukonzepte: behandelt verschiedene Lernwege, informelles Sprachlernen, die Stufenskala des GER (A1–C2) sowie die Reflexion über Zielniveau und Lernmotivation – ohne konkreten Sprachunterricht in einer Einzelsprache.
Lernende kennen ein Spektrum an Spracherwerbswegen – darunter App-basiertes Lernen, formale Kurse, Sprachtandems und selbstgesteuertes Lesen – und wählen auf der Grundlage eigener Lernpräferenzen und Ziele einen geeigneten Weg aus.
Lernende nutzen authentische Medien in der Zielsprache – Filme, Serien, Musik, Podcasts – als Form des beiläufigen, motivationsförderlichen Sprachkontakts (implizites Lernen / Sprachbad).
Lernende erfahren direkten sprachlichen Kontakt mit Sprecherinnen und Sprechern im In- oder Ausland als besonders wirksame und motivierende Form des lebendigen Spracherwerbs durch authentische Kommunikation.
Lernende verstehen die sechs Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER/CEFR: A1, A2, B1, B2, C1, C2) als Beschreibungsrahmen für sprachliche Handlungsfähigkeit und können ihren eigenen Sprachstand in einer Sprache grob einordnen.
Lernende bestimmen in Abhängigkeit von ihren kommunikativen Zielen ein realistisches Zielniveau auf der GER-Skala – von elementarer Alltagskommunikation (A1/A2) bis zur beruflich-verhandlungssicheren Sprachkompetenz (C1/C2) – und planen ihren Lernweg entsprechend.
Lernende erkennen, dass intrinsische Motive wie Respekt, Interesse an Menschen und das Bedürfnis nach authentischer Nähe eigenständige und nachhaltige Gründe für das Erlernen einer Sprache darstellen, unabhängig von rein instrumentellen oder technisch substituierbaren Nutzenerwägungen.
Teilbereich zu ethischen und sozialen Dimensionen von Sprache und Mehrsprachigkeit: behandelt die Wertschätzung sprachlicher Vielfalt, den Zusammenhang von Sprache und Identität, sprachliche Diskriminierung sowie Mehrsprachigkeit als gemeinschaftsstiftendes Potenzial.
Lernende entwickeln eine positive Grundhaltung gegenüber sprachlicher Diversität und erleben die Vielfalt der Sprachen als kulturellen und menschlichen Reichtum statt als kommunikatives Hindernis.
Lernende verstehen, dass Sprache ein konstitutiver Bestandteil von Identität und Herkunft ist, und begegnen der Sprache anderer Menschen mit Achtsamkeit und Würde als Ausdruck ihrer personalen und kulturellen Zugehörigkeit.
Lernende erkennen sprachliche Abwertung – etwa Vorurteile gegenüber Akzenten, Herabwürdigung von Dialekten oder Stigmatisierung von Herkunftssprachen – als Form von Diskriminierung und können ihr auf Grundlage sachlicher und ethischer Argumente begegnen.
Lernende nutzen die im eigenen sozialen Umfeld vorhandene Mehrsprachigkeit aktiv als Ressource zur Brückenbildung zwischen Menschen unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Hintergründe.
Grundlegender Inhaltsbereich zu Zahlbegriffen, Rechenoperationen und deren Gesetzmäßigkeiten. Zieht sich von Klasse 1 bis zum Abitur.
Die verschiedenen Mengen von Zahlen – von den natürlichen Zahlen der Grundschule bis zu den reellen Zahlen der Oberstufe. Jeder Zahlbereich erweitert den vorherigen.
Positive ganze Zahlen inkl. 0. Erste und grundlegendste Zahlmenge. Spiralförmig von Klasse 1 bis 6.
Erste Begegnung mit Zahlen. Zählen, Mengen erfassen, Zahlen darstellen. Klasse 1.
Zehner als Bündelungseinheit. Stellenwertsystem einführen. Klasse 2.
Hunderter als neue Bündelungseinheit. Dreistellige Zahlen.
Tausender und Millionen. Großer Zahlenraum der Grundschule.
Struktur und Teilbarkeit (z. B. Teiler, Vielfache, Primzahlen)
Erweiterung der natürlichen Zahlen um negative Zahlen. Zahlenstrahl in beide Richtungen.
Bedeutung negativer Zahlen im Alltag (Temperatur, Höhen, Schulden). Zahlen mit Vorzeichen lesen und schreiben.
Zahlenstrahl in beide Richtungen. Positive und negative Zahlen einordnen. Null als Trennpunkt.
Kleiner-als und größer-als für negative Zahlen. –7 < –3 verstehen und begründen.
Brüche und Dezimalzahlen als Erweiterung der ganzen Zahlen.
Grundvorstellungen aufbauen und Darstellungen verbinden.
Dezimaldarstellung als alternative Schreibweise rationaler Zahlen.
…als zwei Darstellungen derselben Zahl.
Erweiterung um irrationale Zahlen. Zahlen die nicht als Bruch darstellbar sind.
√2 als nicht abbrechende, nicht periodische Dezimalzahl. Unterschied zu rationalen Zahlen erkennen.
Die vier Grundoperationen und ihre Gesetzmäßigkeiten. Gelten übergreifend in allen Zahlbereichen – der Zahlenraum erweitert sich, die Operation bleibt dieselbe.
Zusammenzählen von Zahlen. Von einfachen Kernaufgaben bis zur schriftlichen Methode.
Was bedeutet Addition – konzeptuell verstehen bevor gerechnet wird.
Mentale Rechenstrategien für verschiedene Zahlenräume.
Standardverfahren für große Zahlen.
Wegnehmen, Ergänzen, Vergleichen. Umkehroperation der Addition.
Drei Grundvorstellungen der Subtraktion unterscheiden und situativ anwenden.
Mentale Rechenstrategien für verschiedene Zahlenräume.
Standardverfahren für große Zahlen.
Wiederholtes Addieren. Vom Einmaleins bis zur schriftlichen Methode.
Multiplikation konzeptuell verstehen – als Rechteck, als Menge, als Vervielfachen.
Das kleine und große Einmaleins – Grundlage aller Multiplikationen.
Multiplikation im Kopf für verschiedene Zahlenräume.
Aufteilen und Verteilen. Umkehroperation der Multiplikation.
Zwei Grundvorstellungen Aufteilen und Verteilen – situativ anwenden.
Division im Kopf als Umkehrung des Einmaleins.
Strukturelle Gesetzmäßigkeiten die für alle Zahlenmengen gelten. Grundlage für spätere Algebra.
a + b = b + a. Reihenfolge egal. Rechenvorteil erkennen und nutzen.
a · b = b · a. Tauschaufgaben. Weniger Aufgaben im Einmaleins lernen.
(a+b)+c = a+(b+c). Klammerung beliebig. Zahlen clever zusammenfassen.
(a·b)·c = a·(b·c). Faktoren günstig gruppieren.
a·(b+c) = a·b + a·c. Ausklammern und Ausmultiplizieren. Grundlage für Terme und Gleichungen.
Rechenreihenfolge bei gemischten Termen. Klammern setzen und auflösen.
Gesetze kombinieren um elegant zu rechnen. Rechenwege vergleichen und bewerten.
Die vier Operationen im Bereich der ganzen Zahlen.
Vorzeichen beim Addieren und Subtrahieren.
Vorzeichenregeln beim Multiplizieren und Dividieren.
Die vier Operationen auf rationale Zahlen erweitern.
Brüche addieren und subtrahieren – Nenner angleichen als Schlüsselschritt.
Brüche multiplizieren und dividieren.
Die vier Operationen mit Dezimalzahlen.
Kommas untereinander. Stellenweise rechnen. Lücken mit Nullen füllen.
Ohne Komma rechnen, dann Komma setzen. Anzahl Nachkommastellen bestimmen.
Divisor zu ganzer Zahl machen. Komma im Quotienten richtig setzen.
Kurzschreibweise für wiederholte Multiplikation.
Potenzen als kompakte Darstellung.
Wurzeln als Umkehrung des Potenzierens.
Arithmetische Muster erkennen, beschreiben und fortsetzen (z. B. fortgesetzte Addition, gleich- und gegensinniges Verändern).
Arithmetische Muster erkennen, beschreiben und fortsetzen (z. B. fortgesetzte Addition, gleich- und gegensinniges Verändern).
Behandelt das Messen und Rechnen mit physikalischen und alltäglichen Größen wie Länge, Fläche, Volumen, Zeit, Geld und Masse, einschließlich Einheitensysteme, Umrechnungen und Anwendungen.
Umfasst Längeneinheiten (mm, cm, dm, m, km), praktisches Messen und Schätzen von Streckenlängen sowie die Arbeit mit Maßstäben.
Behandelt die wesentlichen Längeneinheiten des metrischen Systems sowie deren Umrechnung ineinander.
Einführung von körperbezogenen Maßeinheiten wie Spanne, Fuß und Schritt als intuitive Ersterfahrung von Länge; Erkenntnis der Notwendigkeit standardisierter, einheitlicher Maße.
Kenntnis der metrischen Längeneinheiten mm, cm, dm, m und km einschließlich ihrer Benennung und ihres Alltagsbezugs (z. B. Lineal, Körpergröße, Schulweg).
Sicheres Umrechnen zwischen Längeneinheiten mithilfe der Umrechnungsfaktoren 10, 100 und 1000, in beide Richtungen (von größeren in kleinere Einheiten und umgekehrt).
Umfasst das praktische Messen von Längen mit geeigneten Werkzeugen sowie das Entwickeln von Schätz- und Größenvorstellungen.
Korrektes Anlegen und Ablesen eines Lineals zur Längenmessung; Angabe der Einheit sowie Reflexion über Messgenauigkeit und mögliche Messfehler.
Entwicklung von Größenvorstellungen für mm, cm, m und km; Schätzen von Längen und anschließender Vergleich der Schätzung mit dem Messergebnis.
Behandelt das Verstehen und Anwenden von Maßstäben zur Darstellung vergrößerter oder verkleinerter Abbildungen der Realität.
Verständnis des Maßstabs als Verhältnis zwischen Darstellungsgröße und Wirklichkeitsgröße; Lesen und Erklären von Maßstabsangaben wie 1:100.
Anwendung von Maßstäben zur Berechnung realer Streckenlängen aus Karten oder Plänen und umgekehrt; Durchführung entsprechender Umrechnungen.
Umfasst Flächeneinheiten des metrischen Systems sowie die Berechnung von Flächeninhalten ebener geometrischer Figuren mithilfe von Formeln.
Behandelt die Einheiten zur Messung von Flächen sowie deren Umrechnung ineinander unter Berücksichtigung der quadratischen Natur der Einheiten.
Kenntnis der Flächeneinheiten mm², cm², dm², m², km², Ar und Hektar sowie Herstellung eines Alltagsbezugs (z. B. Schreibtisch, Fußballfeld, Bundesland).
Umrechnung zwischen Flächeneinheiten mit den Faktoren 100 und 10.000; Verständnis der Besonderheit quadratischer Einheiten im Vergleich zu Längeneinheiten.
Behandelt die Herleitung und Anwendung von Flächeninhaltsformeln für verschiedene ebene geometrische Figuren.
Bestimmung von Flächeninhalten durch Auslegen mit Einheitsquadraten und Auszählen; Aufbau eines grundlegenden Verständnisses des Flächenbegriffs.
Berechnung des Flächeninhalts von Rechteck und Quadrat mit A = a · b; Herleitung der Formel aus dem Auslegevorgang und korrekte Angabe der Flächeneinheit.
Berechnung des Flächeninhalts eines Dreiecks mit A = g · h / 2; Herleitung aus dem Parallelogramm und Bestimmung der Höhe für verschiedene Dreieckstypen.
Berechnung des Flächeninhalts eines Trapezes mit A = (a + c) / 2 · h; Identifikation der parallelen Seiten und Herleitung der Formel.
Berechnung des Kreisflächeninhalts mit A = π · r²; Herleitung durch Zerlegung und Verständnis von π als Verhältnis von Umfang zu Durchmesser.
Berechnung von Flächeninhalten zusammengesetzter Figuren durch Zerlegung in bekannte Teilfiguren und Addition bzw. Subtraktion der Teilflächen.
Umfasst Volumeneinheiten des metrischen Systems sowie die Berechnung von Rauminhalten geometrischer Körper mithilfe von Formeln.
Behandelt die Einheiten zur Messung von Rauminhalten sowie deren Umrechnung, einschließlich der Verbindung zu Hohlmaßen wie Liter.
Kenntnis der Volumeneinheiten mm³, cm³, dm³ und m³ sowie deren Verbindung zu Liter und Milliliter mit Alltagsbezug (z. B. Wasserglas, Badewanne).
Umrechnung zwischen Volumeneinheiten mit dem Faktor 1000; Kenntnis der zentralen Beziehung 1 dm³ = 1 Liter als praxisrelevante Verbindung.
Behandelt die Herleitung und Anwendung von Volumenformeln für verschiedene geometrische Körper.
Behandelt Zeit, Geld und Masse als weitere alltagsrelevante Messgrößen einschließlich ihrer Einheiten, Umrechnungen und praktischen Anwendungen.
Umfasst Zeiteinheiten, das Lesen und Darstellen von Uhrzeiten sowie das Rechnen mit Zeitangaben und Zeitspannen.
Kenntnis der Zeiteinheiten Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat und Jahr sowie Aufbau von Größenvorstellungen durch Alltagsbezüge.
Umrechnung zwischen Zeiteinheiten mit den unregelmäßigen Faktoren 60, 24, 7 und 365; Bewusstsein für die Besonderheit gegenüber dem dekadischen Einheitensystem.
Lesen und Darstellen von Uhrzeiten an analogen und digitalen Uhren im 12h- und 24h-Format; Erfassen von Viertelstunden und Minutenangaben.
Berechnung von Zeitspannen aus gegebenem Anfangs- und Endzeitpunkt; Umgang mit Übergängen über Stunden- und Tagesgrenzen hinweg.
Rechnen mit Kalenderangaben durch Zählen von Tagen, Wochen und Monaten; Kenntnis von Schaltjahren und Zeitabschnitten im Jahreskreis.
Behandelt das Kennen und Darstellen von Geldbeträgen sowie das Rechnen mit Preisen im Alltag.
Kenntnis von Münzen und Scheinen des Eurosystems; Darstellung und Notation von Geldbeträgen in Euro und Cent.
Addition von Preisen und Berechnung von Wechselgeld; Anwendung von Überschlagsrechnungen zur Plausibilitätsprüfung.
Behandelt die Messung und Darstellung von Massen sowie das Rechnen mit Massenangaben und deren Einheiten.
Kenntnis der Masseeinheiten mg, g, kg und t sowie Aufbau von Größenvorstellungen durch Alltagsbezüge (z. B. Briefmarke, Apfel, Mensch, Auto).
Umrechnung zwischen Masseeinheiten mit dem Faktor 1000; sicheres Umrechnen in beide Richtungen zwischen großen und kleinen Einheiten.
Messen von Massen mit analogen und digitalen Waagen; Reflexion über Messgenauigkeit und mögliche Messfehler.
Teilgebiet der Mathematik, das sich mit geometrischen Grundbegriffen, ebenen Figuren, räumlichen Körpern, Koordinatengeometrie, Trigonometrie sowie Symmetrie und Transformationen befasst.
Einführung in die elementaren Bausteine der Geometrie: Punkte, Geraden, Strecken, Strahlen und Winkel sowie deren Lagebeziehungen und Messung.
Grundelemente der Geometrie (Punkt, Gerade, Strecke, Strahl) werden definiert, mit Buchstaben bezeichnet sowie hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede (z. B. Endlichkeit, Richtung) unterschieden.
Parallele und senkrechte Geraden werden definiert, anhand von Alltagsbeispielen erkannt und mithilfe des Geodreiecks präzise gezeichnet.
Der Winkelbegriff wird eingeführt: Scheitel und Schenkel als konstituierende Elemente sowie die Klassifikation in spitze, rechte, stumpfe, gestreckte, überstumpfe Winkel und Vollwinkel.
Winkel werden mit dem Winkelmesser gemessen, indem dieser korrekt angelegt und der Winkelwert unter Beachtung der Messgenauigkeit abgelesen wird.
Vorgegebene Winkelgrößen werden mithilfe von Geodreieck und Winkelmesser präzise konstruiert und gezeichnet.
Winkelbeziehungen wie Nebenwinkel, Scheitelwinkel, Stufen- und Wechselwinkel werden definiert, erkannt und zur Berechnung sowie Begründung unbekannter Winkelgrößen genutzt.
Räumliche Lagebegriffe (links/rechts, oben/unten, vor/hinter, zwischen, neben) werden zur präzisen Beschreibung der Position von Gegenständen im Raum verwendet.
Wege in der Umgebung werden nachvollziehbar beschrieben und verfolgt; verschiedene Perspektiven (Ansichten von oben, vorne, links) werden eingenommen und sprachlich beschrieben.
Behandelt ebene geometrische Figuren (Dreiecke, Vierecke, Kreise) hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Klassifikation, Konstruktion sowie Berechnung von Umfang und Flächeninhalt.
Dreiecke werden nach Seiten- und Winkeleigenschaften klassifiziert, mit verschiedenen Konstruktionssätzen gezeichnet und ihre Maße berechnet.
Das rechtwinklige Dreieck wird mit seinen charakteristischen Eigenschaften beschrieben: ein 90°-Winkel, Hypotenuse als längste Seite, Beziehung zum Satz des Pythagoras.
Das gleichseitige Dreieck wird durch seine Eigenschaften charakterisiert: alle drei Seiten gleich lang, alle Innenwinkel betragen 60°, dreifache Achsensymmetrie.
Das gleichschenklige Dreieck wird durch seine Eigenschaften beschrieben: zwei gleich lange Schenkel, zwei gleiche Basiswinkel, eine Symmetrieachse.
Dreiecke werden anhand ihrer größten Innenwinkel als spitz-, recht- oder stumpfwinklig klassifiziert und entsprechende Figuren erkannt und eingeordnet.
Die Winkelsumme im Dreieck beträgt stets 180°; dies wird durch Umordnung begründet und zur Berechnung fehlender Winkelgrößen angewendet.
Ein Dreieck wird aus drei gegebenen Seitenlängen (SSS) mithilfe von Zirkel und Lineal konstruiert; Eindeutigkeit und Existenz werden thematisiert.
Dreiecke werden aus zwei Seiten und dem eingeschlossenen Winkel (SWS) bzw. aus zwei Winkeln und der eingeschlossenen Seite (WSW) konstruiert.
Besondere Linien im Dreieck (Höhe, Mittelsenkrechte, Winkelhalbierende, Seitenhalbierende) werden konstruiert und ihre Schnittpunkte als Umkreis- bzw. Inkreismittelpunkt identifiziert.
Dreiecke werden als ebene Figuren erkannt, benannt und durch ihre Ecken und Seiten beschrieben sowie von anderen Flächenformen abgegrenzt.
Die verschiedenen Vierecktypen (Quadrat, Rechteck, Parallelogramm, Raute, Trapez, Drachenviereck) werden nach ihren Eigenschaften unterschieden und ihre Maße berechnet.
Das Quadrat wird durch seine Eigenschaften charakterisiert: vier gleich lange Seiten, vier rechte Winkel, vierfache Achsen- und Punktsymmetrie.
Das Rechteck wird durch seine Eigenschaften beschrieben: gegenüberliegende Seiten gleich lang und parallel, vier rechte Winkel, zweifache Achsensymmetrie.
Das Parallelogramm wird durch seine Eigenschaften definiert: zwei Paare paralleler und gleich langer Seiten, gegenüberliegende Winkel gleich, Punktsymmetrie.
Die Raute wird durch ihre Eigenschaften beschrieben: alle vier Seiten gleich lang, gegenüberliegende Winkel gleich, Diagonalen stehen senkrecht aufeinander und halbieren die Winkel.
Das Trapez wird durch genau ein Paar paralleler Seiten (Grundlinien) charakterisiert; gleichschenkliges Trapez als Sonderfall wird unterschieden.
Das Drachenviereck wird durch seine Eigenschaften beschrieben: zwei Paare benachbarter gleich langer Seiten, eine Diagonale als Symmetrieachse, senkrechte Diagonalen.
Die Winkelsumme im Viereck beträgt 360°; dies wird durch Zerlegung in zwei Dreiecke begründet und zur Berechnung unbekannter Winkel genutzt.
Der Umfang verschiedener Vierecktypen wird mithilfe typspezifischer Formeln berechnet und in Sachaufgaben angewendet.
Der Kreis wird als geometrische Figur mit seinen charakteristischen Eigenschaften und Maßen (Umfang, Fläche, Kreisausschnitt) untersucht und berechnet.
Grundbegriffe des Kreises (Mittelpunkt, Radius, Durchmesser, Kreislinie, Kreisscheibe) werden eingeführt und Kreise werden präzise mit dem Zirkel gezeichnet.
Der Kreisumfang wird mit der Formel U = 2·π·r = π·d berechnet; π wird als Verhältnis von Umfang zu Durchmesser verstanden und in Sachaufgaben angewendet.
Bogenlänge und Flächeninhalt eines Kreisausschnitts werden mithilfe des Mittelpunktwinkels als Anteil am Gesamtkreis berechnet.
Der Flächeninhalt eines Kreisrings wird als Differenz zweier Kreisflächen mit Innen- und Außenradius berechnet und in Sachaufgaben angewendet.
Ebene Figuren werden auf Kongruenz und Ähnlichkeit untersucht: Kongruenzsätze, Ähnlichkeitsfaktor und der Strahlensatz als zentrale Werkzeuge.
Kongruente Figuren sind deckungsgleich; die Kongruenzsätze (SSS, SWS, WSW, SSW) werden als Kriterien zur Prüfung und Begründung der Kongruenz verwendet.
Ähnliche Figuren haben gleiche Form bei unterschiedlicher Größe; entsprechende Seiten stehen im konstanten Ähnlichkeitsfaktor zueinander, während Winkel übereinstimmen.
Der Strahlensatz beschreibt die Verhältnisse paralleler Strecken an Geradenbüscheln; erster und zweiter Strahlensatz werden formuliert und zur Berechnung von Streckenlängen angewendet.
Handlungen wie Falten, Zerlegen, Drehen und Zusammenfügen werden an ebenen Figuren praktisch durchgeführt und deren Ergebnisse in der Vorstellung beschrieben.
Der Umfang ebener Figuren wird durch Nachlegen von Fäden oder Nachzeichnen am Gitternetz verglichen, ohne Formeln zu verwenden.
Behandelt geometrische Körper (Würfel, Quader, Prisma, Zylinder, Pyramide, Kegel, Kugel) hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Netze, Darstellungen sowie Berechnung von Oberfläche und Volumen.
Grundlegende geometrische Körper werden nach Flächen, Kanten und Ecken beschrieben sowie ihre Oberflächen mithilfe von Netzen berechnet.
Der Würfel wird durch seine Eigenschaften charakterisiert: sechs kongruente Quadrate als Flächen, zwölf gleich lange Kanten, acht Ecken; Oberfläche und Volumen werden berechnet.
Der Quader wird durch seine Eigenschaften beschrieben: sechs Rechteckflächen in drei Paaren, zwölf Kanten, acht Ecken; Oberfläche und Volumen werden berechnet.
Das Prisma wird durch eine kongruente Grund- und Deckfläche sowie rechteckige Seitenflächen charakterisiert; Oberfläche und Volumen werden über die Grundfläche berechnet.
Der Zylinder wird durch kreisförmige Grund- und Deckfläche sowie eine gekrümmte Mantelfläche beschrieben; Oberfläche und Volumen werden mit den Formeln M = 2πrh, V = πr²h berechnet.
Die Pyramide wird durch eine vieleckige Grundfläche und dreieckige Seitenflächen, die in einem Scheitelpunkt zusammenlaufen, charakterisiert; Oberfläche und Volumen (V = ⅓·G·h) werden berechnet.
Der Kegel wird durch eine kreisförmige Grundfläche und eine gekrümmte Mantelfläche mit Scheitelpunkt beschrieben; Mantelfläche, Oberfläche und Volumen (V = ⅓·π·r²·h) werden berechnet.
Die Kugel wird durch den konstanten Abstand aller Oberflächenpunkte vom Mittelpunkt (Radius) definiert; Oberfläche (O = 4πr²) und Volumen (V = 4/3·π·r³) werden berechnet.
Behandelt Symmetrieeigenschaften ebener Figuren sowie geometrische Transformationen (Translation, Spiegelung, Drehung, Streckung) und deren Verkettung.
Geometrische Abbildungen (Translation, Spiegelung, Drehung, Streckung) werden als formale Transformationen der Ebene eingeführt und auf Figuren angewendet.
Bei der Translation wird eine Figur um einen Verschiebungsvektor verschoben; Koordinaten werden berechnet und die Eigenschaften Form- und Längentreue werden festgestellt.
Bei der Spiegelung wird eine Figur an einer Achse gespiegelt; das Bild wird konstruiert und die Eigenschaften Form- und Längentreue sowie Orientierungsumkehr werden beschrieben.
Bei der Drehung wird eine Figur um einen Mittelpunkt mit gegebenem Drehwinkel und Drehrichtung abgebildet; Form- und Längentreue werden als Eigenschaften festgestellt.
Bei der Streckung wird eine Figur von einem Streckzentrum aus mit einem Streckfaktor k abgebildet; ähnliche Figuren entstehen, und der Zusammenhang zum Ähnlichkeitsbegriff wird hergestellt.
Geometrische Muster aus Flächen- und Körperformen werden erstellt, ihre Gesetzmäßigkeiten erkannt und die Muster regelgeleitet fortgesetzt.
Umfasst das Arbeiten mit Termen, Gleichungen und Gleichungssystemen sowie die Untersuchung verschiedener Funktionsklassen von linearen bis hin zu transzendenten Funktionen.
Behandelt das Aufstellen, Umformen und Vereinfachen von Termen sowie das Lösen linearer Gleichungen und Ungleichungen.
Umfasst das Aufstellen und systematische Umformen algebraischer Ausdrücke mit Variablen, einschließlich Klammern und Bruchtermen.
Einführung des Variablenbegriffs als Platzhalter für Zahlen; Terme lesen, schreiben und durch Einsetzen von Werten berechnen.
Behandelt das Lösen linearer Gleichungen und Ungleichungen sowie deren Anwendung in Sachsituationen mithilfe von Äquivalenzumformungen.
Grundprinzip des Gleichungslösens mittels Waage-Modell: Äquivalenzumformungen, die auf beiden Seiten der Gleichung identisch angewendet werden.
Lösen linearer Gleichungen durch Zusammenfassen von Termen und schrittweise Äquivalenzumformungen; Bestimmung und Angabe der Lösungsmenge mit Probe.
Übersetzung von Sachsituationen in lineare Gleichungen, deren Lösung sowie Überprüfung der Lösungen auf sachliche Sinnhaftigkeit.
Behandelt proportionale und antiproportionale Zuordnungen sowie lineare Funktionen als geradlinige Zusammenhänge in Tabelle, Graph und Term.
Behandelt direkte und indirekte Proportionalität als spezielle lineare bzw. hyperbolische Zuordnungen und deren Darstellung in Tabelle, Graph und Term.
Propädeutische Einführung in funktionale Beziehungen durch Beobachtung einfacher Abhängigkeiten wie Verdopplung oder Halbierung von Größen, dargestellt in Tabellen.
Erkennen proportionaler Zuordnungen anhand von Verdopplungs- und Verdreifachungseigenschaft; Darstellung als Tabelle, Graph (Ursprungsgerade) und Term y = k·x.
Berechnung des Proportionalitätsfaktors k aus Wertepaaren einer Tabelle oder aus gegebenen Punkten sowie Interpretation von k im Sachkontext.
Anwendung des Dreisatzes bei proportionalen Zuordnungen durch systematisches Berechnen des Einheitswerts und anschließendes Hochrechnen.
Erkennen antiproportionaler Zuordnungen anhand des umgekehrten Zusammenhangs; Darstellung als Tabelle, Graph (Hyperbel) und Term y = k/x.
Anwendung des umgekehrten Dreisatzes bei antiproportionalen Zuordnungen durch angepasste Berechnung des Einheitswerts.
Berechnung zusammengesetzter Dreisätze mit zwei gleichzeitig veränderlichen Größen durch systematisches Vorgehen über den Einheitswert.
Behandelt lineare Funktionen als Geradenfunktionen, deren Term, Graph, Steigung und Anwendung in Sachkontexten.
Einführung des Funktionsbegriffs als eindeutige Zuordnung (jedem x genau ein y); Darstellungsformen (Tabelle, Graph, Term), Definitions- und Wertemenge.
Darstellung linearer Funktionen der Form y = mx + b als Gerade im Koordinatensystem; wechselseitiges Ablesen von Term und Graph.
Behandelt quadratische Funktionen (Parabel) und Gleichungen sowie deren Lösungsverfahren: Ausklammern, quadratische Ergänzung und pq-Formel.
Behandelt Potenz-, Wurzel-, Exponential-, Logarithmus-, trigonometrische und ganzrationale Funktionen mit ihren Eigenschaften und Graphen.
Behandelt Exponentialfunktionen und Logarithmusfunktionen als Umkehrfunktionen sowie ihre Anwendung zur Modellierung von Wachstums- und Zerfallsprozessen.
Modellierung und Berechnung realer exponentieller Wachstums- und Zerfallsprozesse (z. B. Zinseszins, Bevölkerungswachstum, Radioaktivität) mithilfe der Exponentialfunktion.
Statistik und Wahrscheinlichkeit. Von einfachen Diagrammen bis zur Kombinatorik. Alltagsbezug sehr hoch.
Tabellen, Balken-, Säulen-, Kreis- und Liniendiagramme. Daten lesen, darstellen und interpretieren.
Grundlagen der Datenerfassung.
Befragung, Beobachtung, Experiment. Strichliste und Urliste. Absolute und relative Häufigkeit.
Daten strukturiert erfassen. Absolute und relative Häufigkeit berechnen. Gesamtanzahl prüfen.
Daten geeignet grafisch darstellen.
Erstellen und lesen. Achsenbeschriftung und Maßstab wählen. Vergleiche darstellen.
Anteile als Sektoren. Winkel aus Häufigkeiten berechnen. Zeichnen und interpretieren.
Entwicklungen über Zeit darstellen. Punkte verbinden. Trend ablesen.
Klassenbreite bestimmen. Unterschied zum Säulendiagramm. Stetige Merkmale darstellen.
Irreführende Darstellungen erkennen. Fehlende Nullpunkte, verzerrte Achsen.
Mittelwert, Median, Modalwert, Spannweite, Quartile. Statistische Auswertung von Datensätzen.
Den typischen Wert eines Datensatzes bestimmen.
Summe durch Anzahl. Berechnen und interpretieren. Empfindlichkeit gegenüber Ausreißern.
Laplace-Wahrscheinlichkeit, Baumdiagramme, Pfadregeln, bedingte Wahrscheinlichkeit.
Die Sprache der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Ergebnis, Ereignis, Ergebnismenge. Sicheres und unmögliches Ereignis.
Relative Häufigkeit als Näherung. Wahrscheinlichkeit zwischen 0 und 1.
P(A) = günstige / mögliche Ergebnisse. Gleichwahrscheinlichkeit als Voraussetzung.
P(Ā) = 1 – P(A). Gegenereignis bestimmen. Rechenvorteil nutzen.
Zufallsexperimente mit mehreren Schritten darstellen und berechnen.
Mehrstufige Experimente strukturiert darstellen. Pfade und Wahrscheinlichkeiten eintragen.
P(A und B) = P(A) · P(B|A). Pfadwahrscheinlichkeit berechnen.
Mehrere günstige Pfade addieren. Gegenseitig ausschließende Ereignisse.
Unterschied erkennen. Wahrscheinlichkeiten entsprechend berechnen.
P(B|A) = P(A∩B) / P(A). Abhängige Ereignisse. Vierfeldertafel.
Permutationen, Kombinationen, Variationen. Fakultät und Binomialkoeffizient. Ab Sek II.
Baumdiagramm und Multiplikationsprinzip. Anzahl der Möglichkeiten bestimmen.
Prozessbezogene Kompetenzen, die alle mathematischen Inhaltsbereiche durchziehen: Modellieren, Argumentieren, Problemlösen, Kommunizieren und Darstellen als übergreifende mathematische Tätigkeiten.
Reale Situationen in mathematische Modelle übersetzen, Lösungsverfahren anwenden und Ergebnisse auf ihre sachliche Sinnhaftigkeit hin interpretieren und validieren.
Fähigkeit, den Informationsgehalt eines Sachaufgabentextes zu erfassen, relevante Größen von irrelevanten zu trennen sowie Gegebenes und Gesuchtes strukturiert festzuhalten.
Fähigkeit, eine reale Situation in eine mathematische Darstellungsform (Skizze, Gleichung, Tabelle o. Ä.) zu überführen und dabei geeignete Modellierungsmittel auszuwählen.
Fähigkeit, das aufgestellte mathematische Modell durch Anwendung bekannter Rechenverfahren zu lösen und den Lösungsweg nachvollziehbar zu dokumentieren.
Fähigkeit, ein rechnerisches Ergebnis in den Sachkontext zurückzuübersetzen sowie Maßeinheit und inhaltliche Plausibilität der Lösung kritisch zu prüfen.
Fähigkeit, die Güte und Grenzen eines mathematischen Modells zu beurteilen, getroffene Vereinfachungen zu benennen und das Modell bei Bedarf gezielt zu verfeinern.
Mathematische Aussagen durch logische Schlüsse, Definitionen und Regeln begründen sowie Beweisstrategien wie direkten Beweis, Widerspruchsbeweis und vollständige Induktion anwenden.
Fähigkeit, mathematische Behauptungen durch Rückgriff auf Definitionen, Axiome oder bereits bewiesene Sätze zu belegen und den grundlegenden Unterschied zwischen einem Beispiel und einem allgemeinen Beweis zu erläutern.
Fähigkeit, eine universell quantifizierte Aussage durch Angabe eines einzigen konkreten Gegenbeispiels zu widerlegen und damit deren Allgemeingültigkeit zu entkräften.
Fähigkeit, alle logisch möglichen Fälle einer Situation systematisch und lückenlos zu identifizieren und jeden Fall gesondert zu behandeln, um eine vollständige Aussage zu sichern.
Fähigkeit, ausgehend von gegebenen Voraussetzungen durch eine Kette logisch verknüpfter Schlussschritte direkt zur zu beweisenden Behauptung zu gelangen.
Fähigkeit, einen indirekten Beweis zu führen, indem das Gegenteil der Behauptung angenommen und daraus ein logischer Widerspruch hergeleitet wird.
Anwendung heuristischer Strategien zur Bearbeitung neuartiger mathematischer Probleme sowie Reflexion und Verallgemeinerung der gefundenen Lösungswege.
Fähigkeit, eine unbekannte Aufgabenstellung durch genaues Lesen vollständig zu durchdringen, Bekanntes und Unbekanntes zu unterscheiden und ein klares Lösungsziel zu formulieren.
Fähigkeit, durch Untersuchung spezieller Fälle Regelmäßigkeiten zu entdecken und erkannte Muster zu einer allgemeinen Aussage oder Strategie zu verallgemeinern.
Fähigkeit, vom angestrebten Ziel aus rückwärts zu denken und durch Anwendung umgekehrter Operationen schrittweise zur Ausgangssituation zu gelangen.
Fähigkeit, ein komplexes Problem durch Reduktion auf eine einfachere Variante handhabbar zu machen und die dabei gewonnenen Einsichten auf das ursprüngliche Problem zu übertragen.
Fähigkeit, mathematische Problemstellungen durch geeignete visuelle Darstellungen (Skizze, Tabelle, Diagramm) zu veranschaulichen und dadurch Strukturen und Lösungsansätze zu erkennen.
Fähigkeit, den eigenen Lösungsweg hinsichtlich Effizienz und Korrektheit zu bewerten, alternative Strategien zu erwägen und gewonnene Erkenntnisse auf verwandte Probleme zu übertragen.
Überblick über die fundamentalen biologischen Konzepte der Zellbiologie: Zellaufbau tierischer, pflanzlicher und prokaryotischer Zellen, zelluläre Stoffwechselprozesse sowie die Mechanismen der Zellteilung als Grundlage von Wachstum und Fortpflanzung.
Behandelt den strukturellen Aufbau von Zellen auf verschiedenen Organisationsniveaus – von Organellen der Eukaryoten bis zur Abgrenzung zwischen Pro- und Eukaryoten.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau der tierischen Zelle und ordnen jedem Organell (Zellmembran, Cytoplasma, Zellkern mit Nukleolus, Mitochondrien, raues und glattes endoplasmatisches Retikulum, Golgi-Apparat, Ribosomen, Lysosomen) seine spezifische Funktion zu.
Die Lernenden vergleichen pflanzliche und tierische Zellen und erklären die strukturellen und funktionellen Besonderheiten der Pflanzenzelle: Zellwand aus Cellulose (Stützfunktion), Chloroplasten mit Thylakoidmembranen (Fotosynthese) sowie die zentrale Vakuole (Turgordruck, Speicherung).
Die Lernenden unterscheiden Prokaryoten (fehlender Zellkern, kein Membransystem, ringförmige DNA; Bacteria und Archaea) von Eukaryoten (membranumhüllter Zellkern, Membranorganellen; Tiere, Pflanzen, Pilze, Protisten) und erläutern die evolutionäre Bedeutung der Endosymbiontentheorie.
Behandelt die wesentlichen Stoffwechsel- und Transportprozesse der Zelle: Membrantransport durch Diffusion und Osmose, Energiegewinnung durch Zellatmung sowie Energieumwandlung durch Fotosynthese.
Die Lernenden erklären den Aufbau der Zellmembran als Phospholipid-Doppelschicht nach dem Fluid-Mosaik-Modell und beschreiben Diffusion (passiver Transport entlang des Konzentrationsgradienten) sowie Osmose (Diffusion von Wasser durch eine semipermeable Membran) als grundlegende Mechanismen des Stofftransports.
Die Lernenden erklären die aerobe Zellatmung (Glukose + O₂ → CO₂ + H₂O + ATP) als schrittweisen enzymatischen Prozess, gegliedert in Glykolyse (Cytoplasma), Citratzyklus und Atmungskette (Mitochondrien), und verstehen ATP als universelle Energiewährung der Zelle.
Die Lernenden erklären die Fotosynthese auf zellulärer Ebene: Die Lichtreaktion in den Thylakoidmembranen der Chloroplasten wandelt Lichtenergie in ATP und NADPH um, die im Calvin-Zyklus (Stroma) zur Fixierung von CO₂ zu Glukose genutzt werden.
Behandelt die beiden zentralen Zellteilungsformen – Mitose und Meiose – mit ihren jeweiligen Phasen, molekularen Mechanismen und biologischen Funktionen für Wachstum, Regeneration und sexuelle Fortpflanzung.
Die Lernenden beschreiben die Phasen der Mitose (Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase) und erklären, wie durch Chromosomenkondensation, Ausrichtung an der Äquatorialplatte und Schwesterchromatid-Trennung zwei genetisch identische diploide Tochterzellen entstehen.
Die Lernenden beschreiben die Meiose als zwei aufeinanderfolgende Teilungen (Meiose I: Trennung homologer Chromosomen; Meiose II: Trennung der Schwesterchromatiden) und erklären die Entstehung von vier haploiden Keimzellen sowie die Bedeutung des Crossing-overs als Quelle genetischer Variation.
Überblick über Pflanzenbiologie: Aufbau pflanzlicher Organe, Fotosynthese als Energiegewinnung, Wasser- und Nährstoffversorgung, Fortpflanzungsstrategien sowie hormonale Wachstumsregulation.
Behandelt den strukturellen Aufbau der Pflanze anhand ihrer Hauptorgane Wurzel, Sprossachse, Blatt und Blüte sowie deren jeweilige Funktionen im pflanzlichen Organismus.
Die Lernenden beschreiben den zonalen Aufbau der Wurzel (Wurzelhaube, Meristem, Elongationszone, Differenzierungszone mit Wurzelhaaren) und unterscheiden Pfahlwurzel- von Faserwurzelsystemen hinsichtlich Verankerungstiefe und Funktion bei der Wasser- und Nährstoffaufnahme.
Die Lernenden beschreiben die Sprossachse als zentrales Leit- und Stützorgan: Leitbündel mit Xylem (Wassertransport) und Phloem (Assimilattransport), Knoten als Blatt- und Seitentriebansätze sowie Rindenparenchym als Speichergewebe.
Die Lernenden beschreiben den Blattquerschnitt mit Ober- und Unterepidermis (Cuticula), Palisadenparenchym (Fotosynthese), Schwammparenchym (Gasaustausch) und Stomata und erklären die Funktionen Fotosynthese, Transpiration und Gasaustausch.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau einer vollständigen Blüte (Kelch- und Kronblätter, Staubblätter, Stempel) und erklären die Entwicklung von Bestäubung und Befruchtung bis zur Ausbildung von Frucht und Samen als Verbreitungs- und Überdauerungseinheit.
Behandelt die Fotosynthese als lichtgetriebene Stoffumwandlung: Reaktionsgleichung und globale Bedeutung, Rolle von Licht und Pigmenten sowie abiotische Einflussfaktoren auf die Fotosyntheserate.
Die Lernenden formulieren und interpretieren die Fotosynthese-Gleichung (6 CO₂ + 6 H₂O + Lichtenergie → C₆H₁₂O₆ + 6 O₂) und erläutern ihre globale Bedeutung als Basis der Primärproduktion, Sauerstoffquelle der Atmosphäre und CO₂-Senke.
Die Lernenden erklären die Funktion von Chlorophyll a/b als Lichtabsorbern (Absorptionsmaxima im roten und blauen Spektralbereich) und Carotinoiden als Hilfspigmenten sowie die Bedeutung dieser Pigmente für die Umwandlung von Strahlungsenergie in chemische Energie.
Die Lernenden analysieren Lichtintensität, CO₂-Konzentration und Temperatur als limitierende Faktoren der Fotosyntheserate, interpretieren Sättigungskurven und erklären den Kompensationspunkt als Gleichgewicht zwischen Fotosynthese und Zellatmung.
Behandelt die Aufnahme, den Transport und die Nutzung von Wasser und Mineralstoffen in der Pflanze, einschließlich osmotischer Mechanismen, Transpirationssog und Nährstoffbedarf.
Die Lernenden erklären die Wasseraufnahme in Wurzelhaaren durch Osmose (höherer osmotischer Wert des Zellsafts gegenüber der Bodenlösung) und den Wurzeldruck als aktiv erzeugten osmotischen Gradienten im Xylem durch Ionenpumpen.
Die Lernenden beschreiben den Transpirationssog als treibende Kraft des Xylems: stomatäre Verdunstung erzeugt Unterdruck, der durch Kohäsion der Wassermoleküle und Adhäsion an Xylemwänden (KCAT-Modell) den kontinuierlichen Wassertransport von der Wurzel bis ins Blatt ermöglicht.
Die Lernenden unterscheiden Makronährstoffe (N, P, K) und Mikronährstoffe (Fe, Mg) nach ihrer Funktion im pflanzlichen Stoffwechsel und beschreiben charakteristische Mangelerscheinungen wie Chlorose bei Stickstoff- oder Eisenmangel.
Behandelt die geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung der Pflanze sowie die Keimungsprozesse, einschließlich Bestäubung, Befruchtung, vegetativer Vermehrung und Entwicklung des Keimlings.
Die Lernenden erklären Wind- und Insektenbestäubung als Pollentransfer sowie die Doppelbefruchtung der Bedecktsamer (Embryo aus Eizelle + Spermium; Endosperm aus Polkernen + Spermium) als Grundlage der Samen- und Fruchtbildung.
Die Lernenden beschreiben Formen vegetativer Vermehrung (Ausläufer, Zwiebeln, Knollen, Stecklinge) als genetisch identische Klonierung und bewerten Vorteile (Schnelligkeit, Partnerunabhängigkeit) gegenüber dem Nachteil fehlender genetischer Variabilität.
Die Lernenden beschreiben den Keimungsablauf (Wasseraufnahme, Enzymaktivierung, Reservestoffabbau, Austreiben von Keimwurzel und Keimblättern), nennen die notwendigen Keimungsbedingungen (Wasser, Wärme, O₂) und unterscheiden epigeische von hypogeischer Keimung.
Behandelt die hormonale Steuerung von Wachstum und Orientierungsbewegungen bei Pflanzen, insbesondere die Wirkung von Auxin und Gibberellin sowie deren Rolle bei Tropismen.
Die Lernenden erklären Auxin als Regulator des Zelllängenwachstums (Apikaldominanz, Wundreaktion) und Gibberellin als Hormon für Streckungswachstum, Keimungsförderung und Blühinduktion und verstehen beide als Koordinatoren pflanzlicher Wachstumsprozesse.
Die Lernenden erklären Foto- und Gravitropismus als gerichtete Wachstumsbewegungen durch asymmetrische Auxinverteilung: erhöhte Auxinkonzentration auf der Schattenseite bewirkt stärkeres Streckungswachstum (Fototropismus), während Spross und Wurzel gegensätzlich auf den Gravitationsreiz reagieren (negativer bzw. positiver Gravitropismus).
Überblick über die Zoologie: umfasst Körperbau und Anpassung, Ernährung und Verdauung, Fortpflanzung und Entwicklung, Verhalten und Kommunikation sowie die systematische Einordnung von Wirbeltieren und Wirbellosen.
Behandelt grundlegende Bauprinzipien tierischer Körper sowie morphologische und physiologische Anpassungen an unterschiedliche Lebensräume und Sinnesleistungen.
Die Lernenden beschreiben Radiärsymmetrie (mehrere Symmetrieebenen, z. B. Seeanemone, Qualle) und Bilateralsymmetrie (eine Symmetrieebene, z. B. Würmer bis Wirbeltiere) als grundlegende Körperbaupläne und erklären den evolutionären Vorteil der Bilateralsymmetrie für gerichtete Fortbewegung.
Die Lernenden beschreiben morphologische und physiologische Anpassungen an aquatische (Stromlinienform, Flossen, Kiemen), terrestrische (Extremitäten, Lunge, Wasserregulation) und aviatische Lebensräume (Hohlknochen, Federn, Luftsäcke, Kielbrustbein) und erklären den jeweiligen Selektionsdruck.
Die Lernenden beschreiben Sinnesorgane als spezialisierte Rezeptoren (mechanisch, chemisch, optisch, thermisch, elektrisch), erklären die Signaltransduktion (Reiz → elektrisches Signal) und den Ablauf der Reizverarbeitung vom Rezeptor über afferente Nervenbahnen bis zur Effektor-Reaktion.
Behandelt die Vielfalt tierischer Ernährungsstrategien sowie die zugehörigen morphologischen Anpassungen von Gebiss und Verdauungssystem.
Die Lernenden unterscheiden Herbivore (langer Verdauungstrakt, Symbionten zum Celluloseabbau, flache Backenzähne), Karnivore (kurzer Darm, Reißzähne, Fangwerkzeuge) und Omnivore (gemischtes Gebiss, flexibler Darm) und erläutern die jeweiligen anatomischen Angepasstheiten.
Die Lernenden vergleichen Gebisstypen verschiedener Säugetiere (Schneidezähne, Eckzähne, Backenzähne bei Karnivoren, Herbivoren und Nagern) und erklären den vierkammrigen Wiederkäuermagen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen) als Anpassung zur mikrobiellen Celluloseverwertung.
Behandelt Mechanismen und Strategien der tierischen Fortpflanzung, von der Befruchtung über Brutpflege bis hin zu unterschiedlichen Entwicklungsformen wie der Metamorphose.
Die Lernenden vergleichen externe Befruchtung (aquatisch, viele Gameten, z. B. Fische, Frösche) mit interner Befruchtung (terrestrisch, sicherer, weniger Gameten, z. B. Reptilien, Säuger) und erklären Paarungsverhalten (Balz, Revierverteidigung) als Strategien zur Gametenzusammenführung.
Die Lernenden unterscheiden r-Strategen (viele Nachkommen, geringe Brutpflege, z. B. Insekten, Fische) von K-Strategen (wenige Nachkommen, intensive Brutpflege, z. B. Säugetiere, Adler) und erklären die evolutionären Vorteile beider Strategien in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen.
Die Lernenden beschreiben vollständige Metamorphose (Holometabolie: Ei → Larve → Puppe → Imago, z. B. Schmetterling) und unvollständige Metamorphose (Hemimetabolie: Ei → Nymphe → Imago, z. B. Heuschrecke) und erklären den ökologischen Vorteil der Stadientrennung durch Vermeidung innerartlicher Nahrungskonkurrenz.
Behandelt die Grundlagen tierischen Verhaltens, von angeborenen Instinkten über Lernprozesse bis hin zu intra- und interspezifischen Kommunikationsformen.
Die Lernenden unterscheiden angeborene Verhaltensweisen (Instinkte: genetisch fixiert, arttypisch, z. B. Saugreflex) von erlernten Verhaltensweisen (klassische und operante Konditionierung, Prägung, Einsichtlernen) und belegen beide Kategorien mit Tierbeispielen.
Die Lernenden beschreiben tierische Kommunikationsformen – akustisch (Vogelgesang), optisch (Balzfärbung, Drohgebärden), chemisch (Pheromone, Duftmarkierungen) und taktil (Bienentanz) – und erläutern deren Funktion für Reviermarkierung, Partnerwahl und Sozialverhalten.
Behandelt die systematische Einordnung und charakteristischen Merkmale der wichtigsten Wirbeltierklassen sowie bedeutender Gruppen der Wirbellosen.
Die Lernenden ordnen die fünf Wirbeltierklassen anhand diagnostischer Merkmale: Fische (Kiemen, Schuppen, wechselwarm), Amphibien (aquatische Larve, terrestrialer Adulter), Reptilien (Hornschuppen, Amnioten), Vögel (Federn, endotherm, Flugapparat), Säugetiere (Fell, Milchdrüsen, endotherm, Viviparie).
Die Lernenden beschreiben Merkmale zentraler Wirbellosen-Gruppen: Insekten (Kopf-Thorax-Abdomen, 6 Beine, Tracheen, Flügel), Spinnentiere (8 Beine, Cheliceren, flügellos) und Krebstiere (10 Beine, Kiemen, Chitinpanzer, überwiegend aquatisch) und ordnen sie dem Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda) zu.
Überblick über die Organsysteme des menschlichen Körpers: Bewegungsapparat, Ernährung und Verdauung, Blut und Kreislauf, Atmung, Nervensystem und Sinne, Immunsystem sowie Fortpflanzung und Entwicklung.
Umfasst Aufbau und Funktion des menschlichen Bewegungsapparats: Skelett, Gelenke und Muskulatur als zusammenwirkendes System zur Körperstabilisierung und Bewegungserzeugung.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau des menschlichen Skeletts (Schädel, Wirbelsäule, Brustkorb, Schulter- und Beckengürtel, Extremitäten), unterscheiden Knochentypen (Röhren-, Platt-, Kugelknochen) nach ihrem strukturellen Aufbau (kompakte Rinde, spongiöse Spongiosa, Knochenmark) und benennen die Funktionen des Skeletts: Stützung, Schutz innerer Organe, Blutbildung im roten Knochenmark sowie Speicherung von Mineralstoffen (v. a. Calcium, Phosphat).
Die Lernenden klassifizieren Gelenktypen nach ihrer Bewegungsfreiheit – Kugelgelenk (3 Achsen: Schulter, Hüfte), Scharniergelenk (1 Achse: Knie, Ellenbogen), Sattelgelenk (2 Achsen: Daumensattelgelenk), Dreh-/Zapfengelenk (Rotation: Atlas-Axis-Gelenk) – und erklären die gelenkstabilisierende Funktion von Gelenkkapsel, hyalinem Knorpel und Bändern.
Die Lernenden beschreiben den hierarchischen Aufbau quergestreifter Skelettmuskeln (Muskelfasern → Myofibrillen → Sarkomere mit Aktin- und Myosinfilamenten) und erklären den Gleitfilamentmechanismus der Kontraktion (ATP-abhängige Querbrückenbildung zwischen Myosin und Aktin) sowie das Antagonistenprinzip, bei dem Agonist und Antagonist entgegengesetzte Bewegungen (Beugen/Strecken) koordinieren.
Den Einfluss regelmäßiger Bewegung auf Muskeln, Gelenke und Gesamtgesundheit verstehen und bewusst umsetzen.
Umfasst die Grundlagen der menschlichen Ernährung und Verdauung: Makro- und Mikronährstoffe, den anatomisch-funktionellen Aufbau des Verdauungssystems sowie Kriterien einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.
Die Lernenden beschreiben Funktion, Energiedichte und Quellen der drei Makronährstoffe: Kohlenhydrate (4 kcal/g, schnelle Energiebereitstellung, Glykogen als Speicherform), Fette (9 kcal/g, Langzeitenergiespeicher, Membranbestandteile, Lösungsmittel fettlöslicher Vitamine, gesättigte vs. ungesättigte Fettsäuren) und Proteine (4 kcal/g, Struktur- und Baustoffe, Enzyme, Antikörper, Hormone).
Die Lernenden unterscheiden fettlösliche Vitamine (A, D, E, K: speicherbar in Leber und Fettgewebe, Hypervitaminose möglich) von wasserlöslichen (B-Komplex, C: tägliche Zufuhr nötig), ordnen Mangelkrankheiten zu (Skorbut: Vitamin-C-Mangel; Rachitis: Vitamin-D-Mangel; Anämie: Vitamin-B₁₂- bzw. Eisenmangel) und benennen essentielle Mineralstoffe und Spurenelemente (Ca, Fe, Mg, Jod) mit ihren physiologischen Funktionen.
Die Lernenden beschreiben den vollständigen Verdauungsweg von der Mundhöhle (mechanische Zerkleinerung, Amylase spaltet Stärke) über die Speiseröhre (Peristaltik), den Magen (HCl denaturiert Proteine, Pepsin spaltet sie) und den Dünndarm (Pankreasenzyme, Gallensalze emulgieren Fette, Darmzotten und Mikrovilli vergrößern die Resorptionsfläche) bis zum Dickdarm (Wasserrückresorption, Mikrobiom) und erklären die enzymatische Verdauung und Resorption der Nährstoffe.
Die Lernenden lesen die Ernährungspyramide (Basis: Wasser, Gemüse und Obst; Mitte: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte; Spitze: Fette, Süßigkeiten, Fleisch) und Nährwertkennzeichnungen auf Lebensmitteln kritisch aus und entwickeln evidenzbasierte Kriterien für eine ausgewogene, gesundheitsförderliche und nachhaltige Ernährungsweise.
Das Wissen über ausgewogene Ernährung praktisch in den eigenen Alltag übertragen und dabei Diätmythen und Extreme vermeiden.
Die Wirkung und Risiken von Alkohol, Tabak und anderen Suchtmitteln realistisch einschätzen und das eigene Konsumverhalten reflektieren.
Umfasst Zusammensetzung und Funktion des Blutes sowie Aufbau und Funktion des Herzens, der Blutgefäße und des Kreislaufsystems einschließlich klinisch relevanter Parameter wie Blutdruck und Blutgruppen.
Die Lernenden beschreiben die vier Blutbestandteile: Erythrozyten (kernlos, Hämoglobin für O₂-Transport, ca. 5 Mio./µl), Leukozyten (Immunabwehr: Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten, ca. 7 000/µl), Thrombozyten (Blutgerinnung, ca. 250 000/µl) und Blutplasma (92 % Wasser, Transport von Nährstoffen, Hormonen, CO₂ und Antikörpern) sowie deren jeweilige physiologische Funktion.
Die Lernenden beschreiben den anatomischen Aufbau des Herzens (vier Kammern: rechter/linker Vorhof, rechte/linke Kammer; Segel- und Taschenklappen), den Herzzyklus mit Systole und Diastole sowie das Reizleitungssystem (Sinusknoten → AV-Knoten → His-Bündel → Tawara-Schenkel → Purkinje-Fasern) als Grundlage der koordinierten Herzkontraktion.
Die Lernenden unterscheiden Arterien (elastische Wand, hoher Druck, vom Herz wegführend), Venen (dünnere Wand, Venenklappen, zum Herz hinführend, niedrigerer Druck) und Kapillaren (einlagiges Endothel als Ort des Stoff- und Gasaustauschs) und erklären den Ablauf von großem Körperkreislauf (linkes Herz → Körper → rechtes Herz) und kleinem Lungenkreislauf (rechtes Herz → Lunge → linkes Herz).
Die Lernenden messen den Blutdruck nach der Korotkoff-Methode (Normwert 120/80 mmHg), erklären Hypertonie (> 140/90 mmHg) als Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall, beschreiben das ABO-System und den Rhesus-Faktor als erythrozytäre Oberflächenantigene und leiten daraus Transfusionsverträglichkeiten und Kontraindikationen ab.
Umfasst den Aufbau der Atemorgane, den Mechanismus der Atembewegung, den alveolären Gasaustausch sowie die zelluläre Atmung als biochemischen Prozess der ATP-Gewinnung.
Die Lernenden beschreiben den Atemweg von der Nasenhöhle (Filterung, Erwärmung, Befeuchtung) über Rachen, Kehlkopf mit Epiglottis, Trachea, Haupt- und Nebenbronchien bis zu den Alveolen und erklären den Mechanismus der Einatmung (Kontraktion des Zwerchfells und der Intercostalmuskeln → Thoraxerweiterung → Unterdruck → Lufteinstrom) sowie die passive Ausatmung.
Die Lernenden erklären den alveolären Gasaustausch durch Diffusion entlang von Partialdruckgradienten: O₂ diffundiert aus der Alveolarluft in das Kapillarblut, CO₂ in Gegenrichtung; sie begründen die Effizienz durch die große Gasaustauschfläche (ca. 70 m²), die minimale Diffusionsstrecke (~0,5 µm) und die kontinuierliche Durchblutung.
Die Lernenden erklären die aerobe Zellatmung als dreistufigen Prozess (Glykolyse im Cytoplasma, Citratzyklus in der Mitochondrienmatrix, oxidative Phosphorylierung an der inneren Mitochondrienmembran: Gesamtertrag ca. 36–38 ATP pro Glukosemolekül) und grenzen sie von der anaeroben Glykolyse ab (Milchsäuregärung bei O₂-Mangel: 2 ATP, Laktatakkumulation als Ursache des Muskelkaters).
Umfasst Aufbau und Funktion des Nervensystems auf zellulärer Ebene (Neuronen, Synapsen) sowie die Gliederung in ZNS und PNS und die Funktion der Sinnesorgane Auge und Ohr.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau von Neuronen (Dendriten, Zellkörper, Axon mit Myelinscheide, Endknöpfchen) und erklären die elektrochemische Grundlage des Aktionspotentials (Na⁺-Einstrom → Depolarisation, K⁺-Ausstrom → Repolarisation) sowie die synaptische Signalübertragung durch Neurotransmitter an der chemischen Synapse.
Die Lernenden beschreiben das ZNS mit seinen Strukturen und Funktionen (Großhirn: Bewusstsein, Motorik, Sensorik; Kleinhirn: Koordination, Gleichgewicht; Hirnstamm: vegetative Reflexzentren; Thalamus: sensorisches Relaiszentrum; Hypothalamus: neuroendokrine Kontrolle; Rückenmark: Reflexzentrum und Leitungsbahn) sowie das PNS mit somatischem Nervensystem (willkürliche Motorik) und autonomem Nervensystem (Sympathikus vs. Parasympathikus als Antagonisten).
Die Lernenden beschreiben den Aufbau des Augapfels (Cornea, Iris, Pupille, Linse mit Ziliarmuskel, Glaskörper, Netzhaut mit Stäbchen und Zapfen, Fovea centralis, blinder Fleck, Sehnerv) und erklären den Sehvorgang (Lichtbrechung, Reizaufnahme durch Photorezeptoren, Weiterleitung zum Okzipitalkortex) sowie die Sehfehler Myopie (Bulbus zu lang, Korrektur: Zerstreuungslinse), Hyperopie (Bulbus zu kurz, Korrektur: Sammellinse) und Astigmatismus (unregelmäßige Hornhautkrümmung).
Die Lernenden beschreiben den Aufbau des Ohrs (Außenohr → Trommelfell → Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss, Steigbügel → ovales Fenster → Cochlea mit Haarzellen auf der Basilarmembran → Hörnerv) und erklären den Hörvorgang (mechanische Schallwandlung in elektrische Nervenimpulse) sowie den Gleichgewichtssinn (Bogengänge: Drehbeschleunigung; Makulaorgane: Linearbeschleunigung und Schwerkraft).
Die Bedeutung von Schlaf und Erholung für Nervensystem und Wohlbefinden verstehen und schlaffördernde Gewohnheiten entwickeln.
Umfasst die Mechanismen der unspezifischen und spezifischen Immunabwehr sowie die Grundlagen der Immunisierung und den Unterschied zwischen bakteriellen und viralen Infektionen in Bezug auf Therapieansätze.
Die Lernenden erklären die drei Ebenen der unspezifischen Immunabwehr: physikalisch-chemische Barrieren (Haut, Schleimhäute, Zilien, Magensäure, Lysozym), zelluläre Abwehr durch Phagozytose (Makrophagen und neutrophile Granulozyten: Erkennung, Aufnahme und enzymatische Verdauung von Krankheitserregern) und die Entzündungsreaktion als koordinierte Erstantwort mit Vasodilatation, Chemotaxis und Gewebsreiz.
Die Lernenden erklären die spezifische Immunantwort: Antigenpräsentation durch dendritische Zellen → Aktivierung von T-Helfer-Zellen → B-Lymphozyten differenzieren zu Plasmazellen und produzieren spezifische Antikörper (humorale Immunität) → zytotoxische T-Zellen eliminieren infizierte Körperzellen (zelluläre Immunität) → Gedächtniszellen ermöglichen eine schnellere und stärkere Sekundärreaktion bei erneutem Antigenkontakt.
Die Lernenden unterscheiden aktive Immunisierung (Impfung mit abgeschwächten oder inaktivierten Antigenen → körpereigene Immunantwort mit Gedächtniszellbildung, langfristiger Schutz) von passiver Immunisierung (Gabe fertiger Antikörper: sofortige, aber kurzfristige Wirkung, z. B. Tollwutprophylaxe), erläutern das Prinzip der Herdenimmunität und begründen, warum Antibiotika (Hemmung bakterieller Strukturen/Prozesse) bei Virusinfektionen unwirksam sind.
Sinn von Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Früherkennung verstehen und passende Angebote eigenständig nutzen.
Seriöse Gesundheitsinformationen von Werbung, Mythen und Falschinformation unterscheiden und einschätzen, wem man vertrauen kann.
Hausarzt, Facharzt, Notdienst, Apotheke und Beratungsstellen kennen und wissen, wann man sich an wen wendet.
Eigene Beschwerden grob einschätzen und unterscheiden, was abgewartet werden kann, was in die Praxis gehört und was ein Notfall ist.
Eigene Beschwerden klar schildern, nachfragen, Behandlungsoptionen verstehen und eigene Wünsche einbringen.
Dosierung, Wechselwirkungen und Warnhinweise verstehen und Medikamente verantwortungsvoll einsetzen.
Umfasst die Grundlagen der menschlichen Fortpflanzung: Keimzellbildung, Befruchtung, Embryonalentwicklung, Schwangerschaft sowie die hormonale Regulation der pubertären Reifung.
Die Lernenden beschreiben Spermatogenese (mitotische und meiotische Teilung der Spermatogonien zu haploiden, beweglichen Spermatozoen) und Oogenese (Reifung der Eizelle zu einer großen, nährstoffreichen haploiden Zelle, Ovulation) und erklären die Befruchtung als Kernverschmelzung von Spermium und Eizelle zur diploiden Zygote im Eileiter.
Die Lernenden beschreiben die frühe Embryonalentwicklung (Furchungsteilungen → Morula → Blastozyste → Implantation in die Uterusschleimhaut an Tag 6–7) und erklären die Funktion der Plazenta als Austauschorgan (Diffusion von O₂, CO₂, Nährstoffen und Abfallstoffen zwischen mütterlichem und fetalem Blutkreislauf) sowie ihre endokrine Funktion (Produktion von hCG zur Aufrechterhaltung des Corpus luteum, Progesteron und Östrogene zur Stabilisierung der Schwangerschaft).
Die Lernenden beschreiben körperliche (Wachstum der primären und Ausbildung sekundärer Geschlechtsmerkmale) und psychische Veränderungen in der Pubertät und erklären die hormonale Steuerungsachse (Hypothalamus → GnRH → Hypophyse → FSH/LH → Gonaden → Testosteron bzw. Östrogene/Progesteron) als neuroendokrinen Auslöser der Geschlechtsreifung.
Überblick über ökologische Grundkonzepte: Ökosysteme und Umweltfaktoren, trophische Nahrungsbeziehungen, biogeochemische Stoff- und Energiekreisläufe sowie Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf Natur und Biodiversität.
Behandelt die strukturellen und funktionalen Grundlagen von Ökosystemen, einschließlich abiotischer und biotischer Umweltfaktoren sowie ihrer Wechselwirkungen.
Die Lernenden unterscheiden Biotop (abiotischer Lebensraum mit physikalisch-chemischen Faktoren) und Biozönose (Gesamtheit der Organismen eines Biotops), definieren das Ökosystem als funktionale Einheit beider und erläutern das ökologische Gleichgewicht als Ergebnis von Selbstregulation durch Rückkopplungsschleifen.
Die Lernenden benennen und quantifizieren abiotische Faktoren (Licht, Temperatur, Wasser, Boden-pH, Salzgehalt, O₂-Gehalt) als Steuergrößen der Artenverbreitung und erläutern das Konzept der ökologischen Potenz anhand von Toleranzkurven mit Minimum, Optimum und Maximum sowie dem Begriff der ökologischen Nische.
Die Lernenden klassifizieren biotische Wechselwirkungen (intra- und interspezifische Konkurrenz, Symbiose, Prädation, Parasitismus) mit konkreten Beispielen und erklären Räuber-Beute-Populationsschwingungen qualitativ anhand der Lotka-Volterra-Regeln.
Behandelt die Struktur und Funktion von Nahrungsbeziehungen in Ökosystemen, von einfachen Nahrungsketten über vernetzte Nahrungsnetze bis hin zu trophischen Rollen und dem damit verbundenen Energiefluss.
Die Lernenden konstruieren Nahrungsketten mit den Gliedern Produzent, Primär-, Sekundär- und Tertiärkonsument und vernetzen diese zu Nahrungsnetzen realer Ökosysteme; sie begründen die höhere Stabilität von Nahrungsnetzen gegenüber einzelnen Ketten durch trophische Redundanz.
Die Lernenden beschreiben die trophischen Rollen im Ökosystem: Produzenten (Fotosynthese), Konsumenten erster bis dritter Ordnung (Herbivore, Karnivore) sowie Destruenten (Pilze, Bakterien) und erklären deren Funktion bei der Mineralisation organischer Substanz und der Rückführung von Nährsalzen in den Kreislauf.
Die Lernenden erläutern den Energiefluss zwischen trophischen Ebenen anhand der 10-Prozent-Regel (ca. 90 % Dissipation als Wärme durch Atmung und Exkretion), begründen damit die Form ökologischer Energiepyramiden und leiten die größere Ressourceneffizienz pflanzlicher Ernährung ab.
Behandelt biogeochemische Kreisläufe zentraler Elemente (Kohlenstoff, Stickstoff) mit ihren biologischen, chemischen und anthropogenen Teilprozessen sowie deren Bedeutung für das globale Klimasystem und die Nährstoffverfügbarkeit.
Die Lernenden beschreiben den globalen Kohlenstoffkreislauf mit den Prozessen Fotosynthese (CO₂-Fixierung), Atmung, Verwesung und Verbrennung (CO₂-Freisetzung), erläutern die Rolle der Ozeane als CO₂-Senke und begründen den anthropogen verursachten Anstieg der atmosphärischen CO₂-Konzentration durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Die Lernenden beschreiben den Stickstoffkreislauf mit N₂-Fixierung (Rhizobium, Blitze), Nitrifikation (NH₄⁺ → NO₂⁻ → NO₃⁻) und Denitrifikation (NO₃⁻ → N₂) und bewerten den anthropogenen Eingriff durch synthetische Stickstoffdünger (Haber-Bosch-Verfahren) hinsichtlich ökologischer Konsequenzen.
Behandelt die wesentlichen menschlichen Eingriffe in Ökosysteme sowie deren Folgen für Biodiversität, Artenschutz und globale Klimasysteme.
Die Lernenden benennen und bewerten menschliche Eingriffe wie Entwaldung (Biodiversitätsverlust, CO₂-Freisetzung, Erosion), Überfischung (Populationskollaps am Beispiel des Nordatlantik-Kabeljaus) und Flächenversiegelung (Lebensraumverlust, verminderte Grundwasserneubildung, städtischer Wärmeinseleffekt).
Die Lernenden erläutern Biodiversität auf den Ebenen genetische Vielfalt, Artenvielfalt und Ökosystemvielfalt, nennen Hauptursachen des weltweiten Artenrückgangs (Habitatverlust, Klimawandel, invasive Arten, Übernutzung, Umweltverschmutzung) und beschreiben Schutzmaßnahmen wie Schutzgebiete, Biotopvernetzung, Renaturierung und CITES.
Die Lernenden beschreiben messbare Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme: Arealverschiebungen polwärts und bergwärts, phänologische Entkopplungen (z. B. Frühblüher vs. Insektenschlupf), Korallenbleiche durch Ozeanerwärmung und -versauerung sowie Gletscherschwund mit Folgen für Süßwasserverfügbarkeit.
Übergeordnetes Themengebiet, das die klassische Vererbungslehre, die molekularen Grundlagen der Genetik sowie die Mechanismen und Belege der Evolution umfasst.
Behandelt die klassischen Prinzipien der Weitergabe von Erbinformationen, einschließlich Mendelscher Gesetze, Erbgangsmuster und der Beziehung zwischen Genotyp und Phänotyp.
Die Lernenden kennen Mendels Kreuzungsexperimente mit Erbsen und können die drei Mendelschen Prinzipien formulieren und anwenden: Uniformitätsprinzip (F₁-Generation uniform), Spaltungsregel (F₂-Verhältnis 3:1 bei Monohybridkreuzung) und Unabhängigkeitsprinzip (unabhängige Vererbung von Merkmalen auf verschiedenen Chromosomen bei Dihybridkreuzung).
Die Lernenden unterscheiden Allel, Genotyp und Phänotyp, wenden den dominant-rezessiven Erbgang mithilfe von Kreuzungsschemata an und erklären autosomal-rezessive (z. B. Mukoviszidose) sowie autosomal-dominante Erbkrankheiten (z. B. Huntington).
Die Lernenden unterscheiden Homozygotie (AA, aa) von Heterozygotie (Aa) und erklären vollständige Dominanz, unvollständige Dominanz (intermediärer Phänotyp, z. B. Wunderblume) sowie Kodominanz (simultane Allel-Expression, z. B. Blutgruppe AB).
Behandelt die molekularen Grundlagen der Genetik: Struktur und Replikation der DNA, Informationsfluss von der DNA zum Protein sowie Typen, Ursachen und Auswirkungen von Mutationen.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau der DNA als antiparallele Doppelhelix aus Nukleotiden (Desoxyribose, Phosphat, Nukleobase) mit komplementärer Basenpaarung nach der Chargaff-Regel (A-T, G-C) und erläutern die semi-konservative Replikation mithilfe von Helicase und DNA-Polymerase.
Die Lernenden erläutern die Transkription (Umschreibung eines DNA-Abschnitts in mRNA durch RNA-Polymerase) und die Translation (Decodierung der mRNA-Codons durch tRNA-Anticodons an Ribosomen zu einer Aminosäurekette) und kennen den universellen genetischen Code.
Die Lernenden unterscheiden Genmutationen (Basensubstitution, Insertion/Deletion mit Rasterverschiebung), Chromosomenmutationen (Deletion, Duplikation, Inversion, Translokation) und Genommutationen (Aneuploidie, Polyploidie) und benennen mutagene Faktoren wie UV-Strahlung, ionisierende Strahlung und chemische Mutagene.
Behandelt die Mechanismen evolutionären Wandels, die Entstehung neuer Arten, die Belege für die Evolution sowie Prinzipien der biologischen Systematik und Phylogenetik.
Die Lernenden erklären das Prinzip der natürlichen Selektion nach Darwin (Überproduktion, Variabilität, Konkurrenz, differenzielle Reproduktion, Erblichkeit) und wenden es auf konkrete Beispiele wie den Birkenspanner-Melanismus, Antibiotikaresistenz und die Schnabelvariation der Darwinfinken an.
Die Lernenden erklären allopatrische Artbildung (geografische Isolation → Selektion → genetische Divergenz → reproduktive Isolation) und sympatrische Artbildung (ökologische Isolation ohne räumliche Trennung) und illustrieren diese Prozesse anhand biologischer Beispiele.
Die Lernenden nennen und erläutern Evolutionsbelege aus verschiedenen Bereichen: Paläontologie (Fossilien, Übergangsformen), vergleichende Anatomie (Homologien vs. Analogien/Konvergenzen), Biogeografie und vergleichende Molekulargenetik (DNA-Sequenzvergleiche).
Die Lernenden erklären das hierarchische System der biologischen Taxonomie (Domäne bis Art) und lesen phylogenetische Stammbäume (Kladogramme), in denen Knoten gemeinsame Vorfahren und Synapomorphien den Verwandtschaftsgrad definieren.
Überblick über Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze), ihre Wechselwirkungen mit dem Menschen sowie biotechnologische Verfahren und Anwendungen.
Strukturelle, funktionelle und ökologische Eigenschaften der wichtigsten Gruppen von Mikroorganismen: Bakterien, Viren und Pilze.
Die Lernenden beschreiben den prokaryotischen Zellaufbau von Bakterien (Murein-Zellwand, ringförmige DNA, Ribosomen, Flagellen, Pili, Plasmide), unterscheiden grampositive von gramnegativen Bakterien und erläutern ihre ökologische Bedeutung, etwa bei Stickstofffixierung, Mineralisation und im Darmmikrobiom.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau von Viren als subzelluläre Partikel (Nukleinsäure plus Kapsid, ggf. Lipidhülle, kein eigener Stoffwechsel) und erklären den lytischen sowie den lysogenen Vermehrungszyklus einschließlich zentraler Schritte wie Adsorption, Replikation und Prophagen-Bildung; sie kennen Beispiele humanpathogener Viren.
Die Lernenden beschreiben Pilze als eukaryotische Heterotrophe mit Chitin-Zellwand und Myzel, unterscheiden Hefen, Schimmelpilze und Ständerpilze hinsichtlich Aufbau und Fortpflanzung und erklären ihre ökologischen Rollen als Destruenten sowie als Mykorrhiza-Partner in Symbiose mit Pflanzenwurzeln.
Wechselwirkungen zwischen Mikroorganismen und dem Menschen, umfassend Infektionskrankheiten, nützliche Anwendungen in Lebensmittelproduktion und Pharmakologie sowie das Problem der Antibiotikaresistenz.
Die Lernenden erläutern den Infektionszyklus von der Erregeraufnahme bis zur Immunantwort, unterscheiden bakterielle von viralen Infektionskrankheiten anhand konkreter Beispiele und beschreiben relevante Übertragungswege wie Tröpfchen-, Schmierinfektion und vektorübertragene Infektionen.
Die Lernenden beschreiben den Einsatz von Milchsäurebakterien und Hefen in der Lebensmittelfermentation sowie die historische Entdeckung des Penicillins durch Alexander Fleming und erklären die Bedeutung von Pilzen und Bakterien als Produzenten von Antibiotika.
Die Lernenden erklären Antibiotikaresistenz als Ergebnis natürlicher Selektion und horizontalen Gentransfers, benennen molekulare Resistenzmechanismen (z. B. β-Laktamase, Efflux-Pumpen, Zielortveränderung) und bewerten die klinischen Folgen multiresistenter Keime sowie mögliche Gegenstrategien.
Grundlegende Methoden und Werkzeuge der Gentechnik sowie biotechnologische Anwendungen in Medizin, Landwirtschaft und Industrie einschließlich ethischer Fragestellungen.
Die Lernenden erklären zentrale gentechnische Werkzeuge – Restriktionsenzyme, DNA-Ligase, Plasmid- und Virusvektoren, PCR sowie CRISPR-Cas9 – und beschreiben das Grundprinzip der Klonierung rekombinanter DNA.
Die Lernenden nennen medizinische, landwirtschaftliche und industrielle Anwendungen der Biotechnologie (u. a. gentechnisches Insulin, mRNA-Impfstoffe, transgene Nutzpflanzen, Biokraftstoffe) und diskutieren damit verbundene ethische Aspekte wie Keimbahntherapie, Patentierung von Lebewesen und ökologische Risiken.
Überblick über die Klassifikation von Stoffen und Gemischen, deren physikalische Eigenschaften sowie die wichtigsten Trennverfahren zur Aufreinigung und Analyse von Stoffgemischen.
Systematische Einteilung von Stoffen in Reinstoffe (Elemente, Verbindungen) und Gemische (homogen, heterogen) anhand von Zusammensetzung und Eigenschaften.
Die Lernenden unterscheiden Reinstoffe in Elemente (aus einer Atomsorte, z. B. Au, O₂, Fe) und chemische Verbindungen (aus mindestens zwei Atomsorten in festem Verhältnis, z. B. H₂O, NaCl, CO₂) und nutzen das Periodensystem zur Identifikation von Elementen; zentrale Begriffe: Reinstoff, Element, Verbindung, Atomsorte.
Die Lernenden beschreiben homogene Gemische als auf atomarer/molekularer Ebene gleichmäßig verteilte Mischungen ohne erkennbare Phasengrenzen und nennen Beispiele wie Lösungen (Salzwasser), Legierungen (Messing, Bronze, Edelstahl) sowie Gasgemische (Luft); zentrale Begriffe: homogenes Gemisch, Lösung, Legierung, Mischkristall.
Die Lernenden beschreiben heterogene Gemische als Mischungen mit erkennbaren Phasengrenzen und unterscheiden Suspension (Feststoff in Flüssigkeit), Emulsion (Flüssigkeit in Flüssigkeit, Emulgator), Schaum (Gas in Flüssigkeit) und Aerosol (Flüssigkeit/Feststoff in Gas) hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Trennbarkeit; zentrale Begriffe: heterogenes Gemisch, Suspension, Emulsion, Schaum, Aerosol, Phasengrenze.
Physikalische und chemische Trennverfahren für Gemische, basierend auf unterschiedlichen Stoffeigenschaften wie Siedepunkt, Löslichkeit, Partikelgröße und Verteilungskoeffizient.
Die Lernenden erklären und vergleichen Filtration (Trennung von Feststoff und Flüssigkeit durch poröse Membran), einfache Destillation und Wasserdampfdestillation (Trennung durch Siedepunktunterschiede, Verdampfen und Kondensieren) sowie Rektifikation (Kolonnendestillation für eng beieinanderliegende Siedepunkte, z. B. Erdölraffinerie); zentrale Begriffe: Filtration, Destillation, Kondensation, Rektifikation, Siedepunkt.
Die Lernenden erklären Kristallisation (Ausfallen eines gelösten Stoffs aus übersättigter Lösung durch Abkühlen oder Einengen, z. B. Speisesalzgewinnung) und Extraktion (Übertragung eines Stoffs zwischen zwei nicht mischbaren Phasen, z. B. Flüssig-Flüssig- und Fest-Flüssig-Extraktion mit dem Soxhlet-Apparat); zentrale Begriffe: Kristallisation, Übersättigung, Impfkristall, Extraktion, Verteilungskoeffizient.
Die Lernenden beschreiben das chromatographische Trennprinzip (unterschiedliche Affinität der Komponenten zu stationärer und mobiler Phase), führen Papierchromatographie und Dünnschichtchromatographie durch und berechnen den Rf-Wert zur Identifikation von Substanzen; zentrale Begriffe: Chromatographie, stationäre Phase, mobile Phase, Rf-Wert, Retentionsverhalten.
Messbare physikalische Größen wie Schmelzpunkt, Siedepunkt, Dichte, Löslichkeit und Leitfähigkeit als charakteristische Eigenschaften zur Identifikation und Unterscheidung von Reinstoffen und Gemischen.
Die Lernenden messen und interpretieren Schmelzpunkt (charakteristisch für Reinstoffe, Gemische schmelzen über einen Bereich), Siedepunkt, Dichte (ρ = m/V) und Löslichkeit (g/100 ml bei definierter Temperatur) als Kenngrößen zur Identifikation von Reinstoffen; zentrale Begriffe: Schmelzpunkt, Siedepunkt, Dichte, Löslichkeit, Sättigungskonzentration, Löslichkeitskurve.
Die Lernenden messen und erklären elektrische Leitfähigkeit anhand der Ladungsträgertypen: metallische Leitung durch delokalisierte Elektronen (Metalle, Graphit), elektrolytische Leitung durch Ionen in Lösungen oder Schmelzen sowie Nichtleitung bei Isolatoren (keine freien Ladungsträger); die thermische Leitfähigkeit wird analog über Elektronen und Gitterschwingungen erklärt; zentrale Begriffe: elektrische Leitfähigkeit, Metallleiter, Elektrolyt, Ionenleitung, Isolator, thermische Leitfähigkeit.
Die Lernenden beschreiben die drei Aggregatzustände im Teilchenmodell hinsichtlich Ordnung und kinetischer Energie der Teilchen und erklären alle sechs Zustandsübergänge (Schmelzen, Erstarren, Verdampfen, Kondensieren, Sublimieren, Resublimieren) als Überwindung von Teilchenwechselwirkungen unter Energieaufnahme bzw. -abgabe; zentrale Begriffe: Aggregatzustand, Teilchenmodell, Zustandsübergang, Teilchenwechselwirkung, kinetische Energie.
Überblick über den atomaren Aufbau der Materie, die Systematik des Periodensystems sowie die drei grundlegenden Bindungstypen (Ionen-, kovalente und Metallbindung) einschließlich zwischenmolekularer Kräfte.
Behandelt den inneren Aufbau von Atomen: Elementarteilchen, Schalenmodell, Elektronenkonfiguration, Periodensystem sowie Isotopie und relative Atommasse.
Die Lernenden benennen und charakterisieren Proton (Kernbaustein, Ladung +1e, Masse ≈ 1 u), Neutron (Kernbaustein, neutral, Masse ≈ 1 u) und Elektron (Hülle, Ladung −1e, Masse ≈ 1/1836 u) und erklären die Begriffe Ordnungszahl (= Protonenzahl), Massenzahl (= Protonen + Neutronen) sowie Kernladungszahl als fundamentale Größen des Atommodells.
Die Lernenden beschreiben das Bohr'sche Schalenmodell mit diskreten Energieniveaus (Schalen K, L, M, N; Maximalbesetzung 2n²), leiten die Elektronenkonfiguration der ersten 20 Elemente ab und erklären, wie die Valenzelektronenzahl die Stellung im Periodensystem und das chemische Verhalten bestimmt.
Die Lernenden erklären den Aufbau des Periodensystems nach Perioden (gleiche Schalenzahl) und Haupt- bzw. Nebengruppen (gleiche Valenzelektronenzahl bzw. d-Orbital-Auffüllung) und lesen periodische Trends von Atomradius, Ionisierungsenergie und Elektronegativität ab.
Die Lernenden erklären Isotope als Atome gleicher Protonenzahl mit unterschiedlicher Neutronenzahl, unterscheiden stabile von radioaktiven Nukliden, berechnen die relative Atommasse als isotopengewichteten Mittelwert und kennen Anwendungen wie Massenspektrometrie, Radiokarbondatierung und nuklearmedizinische Diagnostik.
Behandelt die Ionenbindung: Entstehung von Ionen durch Elektronentransfer, Aufbau und Eigenschaften von Ionengittern sowie makroskopische Eigenschaften ionischer Verbindungen.
Die Lernenden erklären Ionenbildung als Elektronentransfer: Metalle geben Elektronen ab (→ Kationen) und Nichtmetalle nehmen Elektronen auf (→ Anionen), wobei beide Edelgaskonfiguration erreichen; sie zeichnen Lewis-Formeln für Ionen und begründen den Prozess mit Ionisierungsenergie, Elektronenaffinität und der Oktettregel.
Die Lernenden beschreiben das NaCl-Ionengitter (kubisch-flächenzentriert, Koordinationszahl 6, Gitterenergie ≈ 780 kJ/mol) und vergleichen Ionengitter verschiedener Verbindungen hinsichtlich Gitterenergie und Schmelzpunkt in Abhängigkeit von Ionenladung und -radius.
Die Lernenden erklären die makroskopischen Eigenschaften von Ionenverbindungen – hohe Schmelzpunkte, Sprödigkeit, elektrische Nichtleitung im Festkörper sowie Leitfähigkeit in Lösung und Schmelze – auf der Basis der Coulomb-Kräfte und der Ionenmobilität.
Behandelt die kovalente (Elektronenpaar-)Bindung: Bildung gemeinsamer Elektronenpaare, Polarität, Molekülgeometrie und deren Bestimmung mit dem VSEPR-Modell.
Die Lernenden erklären die kovalente Bindung als Teilung gemeinsamer Elektronenpaare zwischen Nichtmetallatomen, zeichnen Lewis-Formeln mit bindenden und freien Elektronenpaaren für Moleküle wie H₂, Cl₂, HCl, H₂O, NH₃ und CO₂ und unterscheiden Einfach-, Doppel- und Dreifachbindungen.
Die Lernenden erklären Elektronegativität (Pauling-Skala) und deren Periodizität, leiten aus ΔEN die Polarität von Bindungen (Partialladungen δ+/δ−) ab und bestimmen den Moleküldipol durch vektorielle Überlagerung der Bindungsdipole; sie wenden die Regel 'Gleiches löst Gleiches' auf Löslichkeitsphänomene an.
Behandelt die Metallbindung im Elektronengasmodell sowie zwischenmolekulare Wechselwirkungen (Van-der-Waals-Kräfte und Wasserstoffbrücken) und deren Einfluss auf Stoff- und Materialeigenschaften.
Die Lernenden erklären die Metallbindung im Elektronengasmodell (delokalisierte Valenzelektronen zwischen positiven Ionenrümpfen) und leiten daraus typische Metalleigenschaften ab: elektrische und thermische Leitfähigkeit, metallischen Glanz sowie Duktilität durch das Gleiten von Gitterschichten.
Die Lernenden beschreiben Van-der-Waals-Kräfte (London-Dispersion, Dipol-Dipol-Wechselwirkungen) und Wasserstoffbrücken (X–H···Y mit X, Y = F, O, N; ~20 kJ/mol) als zwischenmolekulare Kräfte und erklären damit Siedepunkttrends, die anomalen Eigenschaften von Wasser (Siedepunkt, Dichteanomalie, Oberflächenspannung) sowie die Rolle von Wasserstoffbrücken in Biomolekülen.
Überblick über die zentralen Bereiche der Reaktionschemie: Aufstellung und Berechnung chemischer Reaktionen, Energieumsätze, Reaktionsgeschwindigkeit, chemisches Gleichgewicht sowie ausgewählte anorganische Reaktionstypen wie Fällungen und Komplexbildung.
Grundlegende Konzepte chemischer Reaktionen: Formulierung und Ausgleich von Reaktionsgleichungen, der Mol-Begriff als quantitative Basis sowie stöchiometrische Berechnungen von Mengen- und Massenverhältnissen.
Die Lernenden schreiben und balancieren Reaktionsgleichungen: Edukte (links) → Produkte (rechts); Ausgleichen durch ganzzahlige stöchiometrische Koeffizienten (Atomerhaltung, Ladungserhaltung); unterscheiden Summengleichungen von Ionengleichungen (Kürzen spectatorischer Ionen → Nettogleichung); lesen stöchiometrische Mengenverhältnisse aus Gleichungen ab (Koeffizienten = molare Mengenverhältnisse).
Die Lernenden erklären den Mol-Begriff als Basiseinheit des SI: 1 mol = 6,022 × 10²³ Teilchen (Avogadro-Konstante N_A); molare Masse M in g/mol (numerisch gleich der relativen Molmasse); Beziehung n = m/M (n: Stoffmenge in mol; m: Masse in g; M: g/mol); molare Konzentration c = n/V in mol/L; sie rechnen zwischen Masse, Stoffmenge und Teilchenzahl um.
Die Lernenden führen stöchiometrische Berechnungen systematisch durch (3-Schritt-Methode: Masse → Mol → stöchiometrisches Verhältnis → Mol → Masse des Produkts), berechnen theoretische Ausbeute, prozentuale Ausbeute (tatsächlich/theoretisch × 100 %) und bestimmen die Grenzmenge (limiting reagent); sie erklären, warum reale Ausbeuten < 100 % sind (Nebenreaktionen, Gleichgewichtslage, mechanische Verluste).
Energetische Betrachtung chemischer Reaktionen: exotherme und endotherme Prozesse, Aktivierungsenergie, Enthalpieänderungen sowie der Einfluss von Katalysatoren auf Energiebarrieren und Reaktionspfade.
Die Lernenden erklären exotherme Reaktionen (ΔH < 0: Enthalpie der Produkte < Edukte → Wärme wird freigesetzt) anhand von Energiediagrammen und beschreiben vollständige Verbrennung von Kohlenwasserstoffen (CH₄ + 2 O₂ → CO₂ + 2 H₂O, ΔH = −890 kJ/mol) und unvollständige Verbrennung (→ CO, Ruß); Anwendungen: Kraftwerke, Verbrennungsmotoren, Zellatmung als biologische Verbrennung.
Die Lernenden erklären endotherme Reaktionen (ΔH > 0: Wärme wird aus der Umgebung aufgenommen → Temperaturabfall: Kalkzerfall CaCO₃ → CaO + CO₂, Fotosynthese, Harnstofflösen) und Aktivierungsenergie E_A als Energiebarriere, die Edukte überwinden müssen (Übergangszustand); sie zeichnen vollständige Energiediagramme für exo- und endotherme Reaktionen mit und ohne Katalysator.
Die Lernenden erklären Katalyse: Katalysatoren liefern alternativen Reaktionspfad mit niedrigerer E_A, werden nicht verbraucht und verändern nicht die Gleichgewichtslage (nur beschleunigen sie die Gleichgewichtseinstellung). Homogene Katalyse (gleiche Phase: Säure-katalysierte Veresterung, I⁻-katalysierter H₂O₂-Zerfall). Heterogene Katalyse (verschiedene Phasen: Pt/Pd/Rh im Autoabgaskatalysator; Eisen-Katalysator im Haber-Bosch-Prozess; Enzyme als biokatalysatoren).
Quantitative und qualitative Beschreibung des zeitlichen Reaktionsverlaufs und des Gleichgewichtszustands: Einflussfaktoren auf die Reaktionsgeschwindigkeit, das Massenwirkungsgesetz sowie das Prinzip von Le Chatelier mit technischen Anwendungen.
Die Lernenden erklären Einflussfaktoren auf die Reaktionsgeschwindigkeit v: Konzentration (Massengesetz: v = k · [A]^m · [B]^n; mehr Teilchen → mehr wirksame Stöße), Temperatur (RGT-Regel: +10 K → v verdoppelt bis verdreifacht sich; Arrhenius-Gleichung: k = A · e^(−E_A/RT)), Oberfläche (heterogene Reaktionen; Staubexplosionen), Druck (bei Gasen: Konzentration steigt), Katalysator (senkt E_A).
Die Lernenden erklären das chemische Gleichgewicht: reversible Reaktionen laufen so lange in beide Richtungen, bis Hin- und Rückreaktion gleich schnell ablaufen (dynamisches Gleichgewicht: Konzentrationen konstant, Reaktion läuft weiter). Massenwirkungsgesetz: K_c = [C]^c [D]^d / ([A]^a [B]^b); K_c > 1: Gleichgewicht auf Produktseite; K_c < 1: Eduktseite; Temperaturabhängigkeit von K_c.
Die Lernenden erklären das Prinzip von Le Chatelier: Ein Gleichgewichtssystem weicht einer aufgezwungenen Änderung aus (Konzentrationserhöhung eines Edukts → Produktseite; Temperaturerhöhung → endotherme Seite; Druckerhöhung → Seite mit weniger Gasmolen) und wenden es auf den Haber-Bosch-Prozess an: N₂ + 3 H₂ ⇌ 2 NH₃ (ΔH = −92 kJ/mol; 450 °C, 200–300 bar, Fe-Katalysator als Kompromiss zwischen Gleichgewichtslage und Reaktionsgeschwindigkeit).
Ausgewählte anorganische Reaktionstypen: Fällungsreaktionen als Metathesereaktion mit Löslichkeitsprodukt und Nachweisreaktionen sowie Grundlagen der Komplexchemie mit Zentralteilchen, Liganden und biologisch-analytischer Bedeutung.
Die Lernenden beschreiben Fällungsreaktionen als Metathese mit Bildung eines schwerlöslichen Produkts: Ag⁺(aq) + Cl⁻(aq) → AgCl(s)↓; Löslichkeitsprodukt K_L definiert Sättigungskonzentration. Sie kennen Nachweisreaktionen (Halogenidnachweis: AgNO₃; Sulfatnachweis: BaCl₂; Carbonatnachweis: HCl + Kalkwasser → CO₂ → Kalkwasser trübt sich) und können Fällungsreaktionen für die Gehaltsbestimmung und die Wasseraufbereitung einsetzen.
Überblick über Elektronenübertragungsreaktionen, die Grundlagen der Redoxchemie sowie elektrochemische Systeme wie galvanische Zellen, Elektrolyse, Spannungsreihe und Korrosion.
Grundlegende Konzepte der Redoxchemie: Oxidation und Reduktion als Elektronenübertragung, Oxidationszahlen sowie die Charakterisierung von Oxidations- und Reduktionsmitteln.
Die Lernenden erklären Redoxreaktionen als gekoppelte Elektronenübertragungen, bei denen Oxidation (Elektronenabgabe des Reduktionsmittels) und Reduktion (Elektronenaufnahme des Oxidationsmittels) stets gleichzeitig in komplementären Redoxpaaren ablaufen; zentrale Begriffe: Halbreaktion, Oxidationsmittel, Reduktionsmittel.
Die Lernenden bestimmen Oxidationszahlen nach den Standardregeln und wenden diese an, um oxidierte und reduzierte Atome in Reaktionsgleichungen zu identifizieren und Redoxgleichungen mithilfe der Halbzellenmethode zu balancieren; zentrale Begriffe: Oxidationszahl, Halbzellenmethode, Ladungsbilanz.
Die Lernenden ordnen typische Substanzen als starke Oxidationsmittel oder starke Reduktionsmittel ein, begründen dies mit ihrer Elektronenaffinität bzw. Ionisierungsneigung und erklären die Disproportionierung als Sonderfall, bei dem ein Stoff gleichzeitig als Oxidations- und Reduktionsmittel fungiert.
Elektrochemische Systeme, in denen Redoxreaktionen und elektrische Energie verknüpft sind: galvanische Zellen, Spannungsreihe, Elektrolyse und Korrosion.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau und die Funktionsweise galvanischer Zellen am Daniell-Element, erklären die Rolle von Anode, Kathode und Salzbrücke sowie die Berechnung der elektromotorischen Kraft aus den Elektrodenpotentialen; zentrale Begriffe: Anode, Kathode, EMK, Salzbrücke, Halbzelle.
Die Lernenden erläutern die elektrochemische Spannungsreihe anhand von Normalpotentialen unter Standardbedingungen, leiten daraus die Reaktivität von Metallen und die Richtung spontaner Redoxreaktionen ab und berechnen Zellspannungen; zentrale Begriffe: Normalpotential, Standardwasserstoffelektrode, Zellspannung, Edelmetall, unedles Metall.
Die Lernenden erklären Elektrolyse als durch äußere Spannung erzwungene Redoxreaktion, wenden die Faraday-Gesetze zur Stoffmengenberechnung an und kennen technische Anwendungen wie Wasserelektrolyse, Aluminiumgewinnung (Hall-Héroult-Prozess) und Galvanotechnik; zentrale Begriffe: Elektrolyse, Faraday-Konstante, Kathode, Anode, Schmelzflusselektrolyse.
Die Lernenden erklären elektrochemische Korrosion als unerwünschte anodische Oxidation in lokalen Elementen und bewerten Schutzmaßnahmen wie kathodischen Schutz durch Opferanoden, Passivierung sowie Beschichtungsverfahren; zentrale Begriffe: lokales Element, Opferanode, Passivschicht, kathodischer Schutz, Korrosionsschutz.
Überblick über Säuren und Basen: umfasst Definitionen nach Arrhenius und Brønsted, Protolysegleichgewichte, pH-Wert-Konzept, Säure-Base-Stärke, Puffersysteme, Neutralisation, Titration sowie Alltagsanwendungen wichtiger Säuren und Basen.
Grundlegende Konzepte zu Säuren und Basen: Definitionen nach Arrhenius und Brønsted, Protolysereaktionen mit konjugierten Paaren sowie quantitative Beschreibung durch pH-Wert und Indikatoren.
Die Lernenden erklären und unterscheiden die Säure-Base-Konzepte nach Arrhenius (H⁺/OH⁻-Lieferanten im wässrigen Milieu) und Brønsted (Protonendonatoren/-akzeptoren, auch in nicht-wässrigen Medien), klassifizieren Reaktionen anhand korrespondierender Säure-Base-Paare und identifizieren Ampholyte wie Wasser.
Die Lernenden beschreiben Protolyse als Protonenübertragungsreaktion, identifizieren konjugierte Säure-Base-Paare in Reaktionsgleichungen (z. B. CH₃COOH/CH₃COO⁻, H₃O⁺/H₂O) und erläutern den inversen Zusammenhang zwischen Stärke einer Säure und ihrer konjugierten Base; zudem charakterisieren sie Amphiproten (H₂O, HCO₃⁻, HSO₄⁻) als Teilchen, die je nach Reaktionspartner als Protonendonator oder -akzeptor wirken.
Die Lernenden berechnen und interpretieren den pH-Wert (pH = −lg[H₃O⁺]) unter Nutzung des Ionenprodukts des Wassers (Kw = 10⁻¹⁴ bei 25 °C), bestimmen pH und pOH aus gegebenen Konzentrationen starker Säuren bzw. Basen und bewerten die Acidität von Lösungen mithilfe von Indikatoren (Lackmus, Phenolphthalein, Universalindikator) sowie dem pH-Meter.
Quantitative Beschreibung der Säure-Base-Stärke: umfasst Dissoziationsgrad, Säurekonstante Ks und pKs-Wert für starke und schwache Säuren sowie die Funktionsweise und Bedeutung von Puffersystemen.
Die Lernenden unterscheiden starke Säuren (vollständige Dissoziation, α = 1; HCl, H₂SO₄, HNO₃) von schwachen Säuren (partielle Dissoziation; Ks, pKs = −lg Ks als Stärkemaß: z. B. Essigsäure pKs = 4,76, Kohlensäure pKs = 6,35) und berechnen den pH schwacher Säuren über die Näherungsformel [H₃O⁺] ≈ √(Ks · c).
Die Lernenden erklären Pufferlösungen als Gemische aus schwacher Säure und konjugierter Base (z. B. Acetat-, Phosphat-, Carbonat-Puffer), die pH-Änderungen bei Säure- oder Basezugabe minimieren, wenden die Henderson-Hasselbalch-Gleichung (pH = pKs + lg([A⁻]/[HA])) an und beschreiben die Funktion des Bicarbonat-Puffers (CO₂/HCO₃⁻) für die Aufrechterhaltung des Blut-pH (7,35–7,45) durch Lungen- und Nierenregulation.
Anwendungsorientierte Aspekte von Säure-Base-Reaktionen: umfasst Neutralisation und Salzbildung, quantitative Titration sowie Eigenschaften und Verwendung bedeutender Säuren und Basen im industriellen und alltäglichen Kontext.
Die Lernenden beschreiben die Neutralisationsreaktion (H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O; ΔH = −57 kJ/mol) und die dabei entstehenden Salze, erklären die Hydrolyse von Salzionen und den resultierenden pH der Salzlösung (neutral: NaCl; basisch: Natriumacetat; sauer: Ammoniumchlorid) und benennen Salze systematisch nach Kation und Anion.
Die Lernenden beschreiben das Prinzip der Titration (Zugabe einer Maßlösung bekannter Konzentration bis zum Äquivalenzpunkt, Nachweis via Indikator oder pH-Meter), wenden die Äquivalenzbedingung (cSäure · VSäure = cBase · VBase bei 1:1-Stöchiometrie) zur quantitativen Konzentrationsbestimmung an und lösen Berechnungsbeispiele wie die Bestimmung des Essigsäuregehalts in Haushaltsessig oder des Carbonatgehalts in Kalkstein.
Die Lernenden beschreiben Eigenschaften, Herstellung und Anwendungen wichtiger Säuren (HCl, H₂SO₄, HNO₃) und Basen (NaOH, Ca(OH)₂) in Alltag und Industrie, darunter Magensäure, Düngemittelproduktion, Akkumulatoren, Seifenherstellung und Bauwesen, und bewerten deren korrosive bzw. reaktive Eigenschaften.
Überblick über die organische Chemie: umfasst Struktur, Bindungsverhältnisse, Nomenklatur, Eigenschaften und Reaktionsmechanismen organischer Kohlenstoffverbindungen von einfachen Kohlenwasserstoffen über sauerstoffhaltige Verbindungen bis hin zu Makromolekülen und Kunststoffen.
Behandelt die Klassen der Kohlenwasserstoffe – gesättigte Alkane, ungesättigte Alkene und Alkine sowie aromatische Verbindungen – einschließlich ihrer Strukturmerkmale, Isomerie und charakteristischen Reaktionstypen.
Die Lernenden beherrschen die homologe Reihe der Alkane (C₍ₙ₎H₍₂ₙ₊₂₎), wenden die IUPAC-Nomenklatur (Hauptkette, Substituenten, Lokanten) an, leiten Konstitutionsisomere ab und erklären die physikalischen Eigenschaften (Unpolarität, Van-der-Waals-Kräfte, steigende Siedepunkte, Brennbarkeit).
Die Lernenden beschreiben Struktur und Hybridisierung von Alkenen (sp², C=C, cis-trans-Isomerie) und Alkinen (sp, C≡C, linear) und erklären elektrophile Additionsreaktionen (Hydrierung, Hydrohalogenierung nach Markovnikov, Halogenierung als Nachweis, Hydratation) unter Angabe der Mechanismen und Katalysatoren.
Die Lernenden erläutern das aromatische π-Elektronensystem des Benzols (6 sp²-C, Delokalisierung, Resonanzenergie) als Ursache seiner besonderen Stabilität und beschreiben den Mechanismus der elektrophilen aromatischen Substitution (EAS) anhand von Nitrierung, Halogenierung und Friedel-Crafts-Reaktionen.
Die Lernenden unterscheiden nukleophile Substitution (S_N1 und S_N2 mit jeweiligen Substrat-Anforderungen, Stereochemie und Zwischenstufen) von der Eliminierung (E, Saytzeff-Regel) und grenzen diese Reaktionstypen systematisch gegenüber Addition ab.
Behandelt sauerstoffhaltige organische Verbindungsklassen – Alkohole, Aldehyde, Ketone, Carbonsäuren und Ester – mit ihren funktionellen Gruppen, Nomenklatur, charakteristischen Eigenschaften und gegenseitigen Umwandlungsreaktionen.
Die Lernenden klassifizieren Alkohole nach Substitutionsgrad (primär, sekundär, tertiär), wenden die IUPAC-Nomenklatur an, erklären erhöhte Siedepunkte und Wasserlöslichkeit durch Wasserstoffbrückenbindungen und beschreiben die stufenweise Oxidierbarkeit (1° → Aldehyd → Carbonsäure; 2° → Keton; 3° nicht oxidierbar).
Die Lernenden unterscheiden Aldehyde (R-CHO) und Ketone (R-CO-R') anhand der Position der Carbonylgruppe, erklären deren Reaktivität durch die polarisierte C=O-Bindung und wenden spezifische Nachweisreaktionen (Tollens-, Fehling-Probe, Schiff-Reagenz) zur Unterscheidung beider Verbindungsklassen an.
Die Lernenden erklären die Acidität von Carbonsäuren (R-COOH) durch mesomere Stabilisierung des Carboxylatanions, vergleichen die Säurestärke kurzkettiger Vertreter (Ameisen-, Essigsäure) und klassifizieren langkettige gesättigte und ungesättigte Fettsäuren hinsichtlich ihrer Struktur (Doppelbindungsanzahl und -position) sowie ihrer biologischen und technischen Bedeutung.
Die Lernenden erklären die säurekatalysierte Fischer-Veresterung als Gleichgewichtsreaktion (Carbonsäure + Alkohol ⇌ Ester + H₂O) mit Möglichkeiten zur Ausbeuteoptimierung sowie die irreversible alkalische Verseifung und kennen industrielle Anwendungen wie Seifenherstellung und Biodieselproduktion durch Umesterung.
Behandelt die Synthese, Struktur und Eigenschaften polymerer Werkstoffe (Kunststoffe) durch Polymerisation und Polykondensation sowie deren Klassifizierung, Recyclingwege und umweltrelevante Aspekte.
Die Lernenden erklären den Mechanismus der radikalischen Polymerisation (Initiierung, Wachstum, Abbruch) und beschreiben Struktur-Eigenschafts-Beziehungen wichtiger Polymerisationsprodukte (PE, PP, PS) in Abhängigkeit von Kettenlänge, Verzweigung, Taktizität und Kristallinität.
Die Lernenden erklären das Prinzip der Polykondensation (Abspaltung kleiner Moleküle bei Verknüpfung bifunktioneller Monomere) und beschreiben Synthese, funktionelle Gruppen und Anwendungen von Polyamid 6,6 (Nylon) und PET sowie die Unterschiede zwischen Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren.
Die Lernenden klassifizieren Kunststoffe nach Vernetzungsgrad (Thermoplast, Duromer, Elastomer), bewerten mechanisches, chemisches und thermisches Recycling hinsichtlich Effizienz und Qualität und erklären die Entstehung, Verbreitung und ökologische Problematik von Mikroplastik einschließlich regulatorischer Gegenmaßnahmen.
Überblick über die chemische Struktur und biologische Funktion der vier zentralen Klassen biologischer Makromoleküle: Kohlenhydrate, Lipide, Proteine und Enzyme.
Behandelt Aufbau, Klassifikation und Stoffwechselrelevanz der Kohlenhydrate von Monosacchariden über Polysaccharide bis zu ihrer Rolle als Energielieferanten.
Die Lernenden beschreiben Monosaccharide als einfachste Kohlenhydrate anhand von Fischer- und Haworth-Projektion (α-/β-Anomere, Cyclisierung), erklären D-/L-Stereoisomerie sowie die biologische Bedeutung von Glucose und Fructose und führen den Nachweis reduzierender Zucker mit Fehlingscher Lösung durch.
Die Lernenden vergleichen die drei wichtigsten Glucose-Polysaccharide Stärke, Cellulose und Glykogen hinsichtlich ihrer glykosidischen Bindungstypen (α-1,4, α-1,6, β-1,4), Verzweigungsgrade, strukturellen Eigenschaften und biologischen Funktionen als Speicher- bzw. Strukturmoleküle.
Die Lernenden erläutern den Kohlenhydratabbau von der Stärkehydrolyse über Glykolyse bis zur oxidativen Phosphorylierung mit ATP-Ausbeute, erklären den glykämischen Index und unterscheiden reduzierende von nicht-reduzierenden Zuckern mithilfe der Fehlingschen Probe (Cu²⁺ → Cu₂O).
Behandelt den molekularen Aufbau und die Eigenschaften von Lipiden, insbesondere Triglyceriden mit gesättigten und ungesättigten Fettsäuren sowie deren chemische Umwandlung bei der Verseifung und das Tensidprinzip.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau von Triglyceriden als Esterverbindungen aus Glycerin und drei Fettsäuren, unterscheiden gesättigte von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren anhand ihrer Struktur und Schmelzpunkte und benennen essentielle ω-3- und ω-6-Fettsäuren.
Die Lernenden erklären die alkalische Verseifung von Triglyceriden zur Bildung von Seifen, beschreiben das Tensidprinzip der Mizellbildung (hydrophober Schwanz, hydrophiler Kopf) und erläutern das Kalkseifenproblem sowie Gegenmaßnahmen.
Behandelt den molekularen Aufbau von Proteinen von der Aminosäurestruktur über die Hierarchie der Proteinstrukturebenen bis zur Funktion und Regulation von Enzymen als biologischen Katalysatoren.
Die Lernenden beschreiben den Aufbau von α-Aminosäuren (Cα mit NH₂, COOH, H und Seitenkette R), klassifizieren Seitenketten nach ihren Eigenschaften, erläutern die Bildung der Peptidbindung durch Kondensation sowie deren partiellen Doppelbindungscharakter und benennen die acht essentiellen Aminosäuren.
Die Lernenden beschreiben die vier Strukturebenen von Proteinen – Primärstruktur (Aminosäuresequenz), Sekundärstruktur (α-Helix, β-Faltblatt durch H-Brücken), Tertiärstruktur (globale 3D-Faltung durch diverse Wechselwirkungen) und Quartärstruktur (Assoziation mehrerer Polypeptidketten) – anhand konkreter Beispiele wie Hämoglobin und Kollagen.
Die Lernenden erklären die Substratspezifität von Enzymen anhand des Schlüssel-Schloss- und Induced-fit-Modells, wenden die Michaelis-Menten-Kinetik (K_M, V_max) an und analysieren den Einfluss von Temperatur, pH-Wert sowie kompetitiver und nichtkompetitiver Inhibition auf die Enzymaktivität.
Überblick über die klassische Mechanik: umfasst Kräfte und ihre Arten, Bewegung und Geschwindigkeit, einfache Maschinen, Druck und Auftrieb sowie die Newton'schen Gesetze als grundlegende Gesetzmäßigkeiten mechanischer Phänomene.
Behandelt Kraft als physikalische Grundgröße in ihren verschiedenen Erscheinungsformen: Schwer-, Gewichts-, Reib- und Federkraft einschließlich Messung und Einheit.
Die Lernenden verstehen Kraft als physikalische Größe, die Bewegungsänderungen oder Verformungen bewirkt, kennen die Einheit Newton und können Kräfte mit einem Kraftmesser messen und ablesen.
Die Lernenden unterscheiden Schwerkraft (Anziehung durch die Erde) und Gewichtskraft (W = m · g), kennen den Unterschied zwischen Masse und Gewicht und berechnen einfache Gewichtskräfte.
Die Lernenden kennen Haft-, Gleit- und Rollreibung als Arten der Reibungskraft, erklären ihre Entstehung und beurteilen, wann Reibung nützlich oder störend ist.
Die Lernenden kennen die Federkraft als proportional zur Dehnung (Hookesches Gesetz: F = D · x) und können mit einem Kraftmesser verschiedene Kräfte messen und vergleichen.
Behandelt die Beschreibung und Analyse von Bewegungen: Grundgrößen Ort, Weg und Zeit, Geschwindigkeitsberechnung sowie Unterscheidung gleichförmiger und beschleunigter Bewegungen einschließlich Kräftegleichgewicht.
Die Lernenden beschreiben Bewegungen durch Ort, zurückgelegten Weg und Zeit und unterscheiden Weg (Streckenlänge) von der Ortsveränderung als Vektor.
Die Lernenden berechnen die Durchschnittsgeschwindigkeit mit v = s/t in m/s und km/h, wandeln Einheiten um und bewerten typische Geschwindigkeiten im Alltag.
Die Lernenden unterscheiden gleichförmige (konstante Geschwindigkeit) und beschleunigte Bewegung anhand von Zeit-Weg- und Zeit-Geschwindigkeit-Diagrammen.
Die Lernenden erklären Ruhe und gleichförmige Bewegung als Folge des Kräftegleichgewichts und addieren Kräfte in einer Dimension grafisch und rechnerisch.
Behandelt mechanische Vorrichtungen zur Kraftumlenkung und -übersetzung: Hebel, Rolle, Flaschenzug, schiefe Ebene und Keil unter Anwendung der goldenen Regel der Mechanik.
Die Lernenden kennen die drei Hebelarten (zweiseitig, einseitig, winkelig), wenden das Hebelgesetz F₁ · l₁ = F₂ · l₂ an und erkennen Hebel in Alltagsgegenständen (Schere, Zange, Wippe).
Die Lernenden unterscheiden feste und lose Rolle sowie den Flaschenzug, berechnen die Kraftersparnis und verstehen das Prinzip der goldenen Regel der Mechanik (Kraft × Weg = konstant).
Die Lernenden erklären die schiefe Ebene als einfache Maschine, berechnen die benötigte Kraft und erkennen Anwendungen (Rampe, Schraube, Keil) in Technik und Alltag.
Behandelt den Druckbegriff in festen, flüssigen und gasförmigen Medien: Flächendruck, Schweredruck, Auftrieb nach Archimedes sowie Luftdruck und seine technischen Anwendungen.
Die Lernenden berechnen Druck als p = F/A in Pascal, erklären warum gleichgroße Kräfte bei kleinerer Fläche größeren Druck erzeugen und kennen Alltagsbeispiele (Schneeschuhe, Schneekette, Stöckelschuh).
Die Lernenden beschreiben den Schweredruck in Flüssigkeiten (p = ρ · g · h), erklären seine Richtungsunabhängigkeit und kennen das Prinzip kommunizierender Röhren.
Die Lernenden kennen das Archimedische Prinzip (Auftriebskraft = Gewicht der verdrängten Flüssigkeit) und erklären damit Schwimmen, Schweben und Sinken von Körpern.
Die Lernenden kennen den Luftdruck als Gewicht der Luftsäule (~101 325 Pa), erklären seine Messung mit dem Barometer und nennen Anwendungen (Saugheber, Vakuumpumpe, Saugnapf).
Behandelt die drei Newton'schen Gesetze als Grundpfeiler der klassischen Mechanik: Trägheit, Kraft-Masse-Beschleunigung-Zusammenhang und das Wechselwirkungsprinzip.
Die Lernenden kennen das Trägheitsgesetz: Ein Körper bleibt in Ruhe oder gleichförmiger Bewegung, wenn die Summe aller Kräfte null ist, und erklären Alltagsphänomene damit (Schleudern in der Kurve, Airbag).
Die Lernenden wenden das 2. Newton'sche Gesetz F = m · a an, berechnen Kraft, Masse oder Beschleunigung und erklären, warum schwerere Körper bei gleicher Kraft weniger stark beschleunigt werden.
Die Lernenden kennen das Wechselwirkungsgesetz (Actio = Reactio): Kräfte treten stets paarweise entgegengesetzt auf, und wenden es auf Beispiele aus Alltag und Technik an (Rückstoßprinzip, Rakete, Rudern).
Überblick über die Wärmelehre: umfasst Temperaturmessung und -skalen, Wärme als Energieform, Aggregatzustände und Phasenübergänge, Wärmeausdehnung sowie die drei Arten der Wärmeübertragung (Leitung, Konvektion, Strahlung).
Behandelt die Grundlagen der Temperatur: Messmethoden und -geräte, Temperaturskalen sowie die Unterscheidung von Temperatur und Wärme als Energiegröße.
Die Lernenden messen Temperaturen mit Thermometern, kennen die Celsius- und Kelvinskala und berechnen Umrechnungen zwischen beiden Skalen mithilfe der Formel T(K) = T(°C) + 273,15.
Die Lernenden erklären das Funktionsprinzip von Flüssigkeits-, Bimetall- und Digitalthermometern und wählen das geeignete Gerät für einen gegebenen Messbereich und Anwendungsfall aus.
Die Lernenden unterscheiden Temperatur als Intensitätsgröße von Wärme als Energieform (Einheit Joule) und erläutern, dass Wärme spontan stets vom wärmeren zum kälteren Körper fließt.
Behandelt die drei Aggregatzustände und ihre Phasenübergänge: makroskopische Eigenschaften, Teilchenmodell sowie Schmelzen, Erstarren, Verdampfen, Sieden, Kondensieren, Sublimation und Resublimation.
Die Lernenden beschreiben die makroskopischen Eigenschaften der drei Aggregatzustände (fest, flüssig, gasförmig) und erklären diese mithilfe des Teilchenmodells anhand von Teilchenabständen, Anziehungskräften und Bewegungsfreiheit.
Die Lernenden beschreiben Schmelzen und Erstarren als Phasenübergänge bei konstantem Schmelzpunkt, lesen Zeit-Temperatur-Diagramme aus und kennen technische Anwendungen wie Latentwärmespeicher.
Die Lernenden unterscheiden Verdampfen (an der Oberfläche bei beliebiger Temperatur) vom Sieden (im gesamten Volumen am Siedepunkt) und erklären Kondensation als Umkehrprozess anhand von Alltagsbeispielen wie Taubildung.
Die Lernenden beschreiben Sublimation (fest → gasförmig) und Resublimation (gasförmig → fest) als direkte Phasenübergänge ohne flüssige Phase und benennen Beispiele wie Trockeneis und Reifbildung.
Behandelt die thermische Ausdehnung von Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen sowie die Anomalie des Wassers und zugehörige technische und ökologische Konsequenzen.
Die Lernenden beschreiben Längen- und Volumenausdehnung fester Stoffe bei Temperaturerhöhung und kennen technische Lösungen wie Dehnungsfugen bei Brücken und Gleisen sowie die Funktion des Bimetallstreifens.
Die Lernenden beschreiben die Volumenausdehnung von Flüssigkeiten bei Erwärmung, erklären die Anomalie des Wassers mit der maximalen Dichte bei 4 °C und erläutern ihre ökologische Bedeutung (Eis schwimmt, Seen frieren von oben zu).
Die Lernenden beschreiben qualitativ die Volumenausdehnung von Gasen bei konstantem Druck (Gay-Lussac) und bei konstanter Temperatur (Boyle-Mariotte) und kennen technische Anwendungen wie den Heißluftballon.
Behandelt die drei Arten der Wärmeübertragung: Wärmeleitung durch Teilchenstöße, Konvektion durch Materialtransport sowie Wärmestrahlung als elektromagnetische Strahlung.
Die Lernenden beschreiben Wärmeleitung als Energietransport durch Teilchenstöße ohne Materialbewegung, unterscheiden Wärmeleiter (Metalle) von Isolatoren und kennen Anwendungen wie Kochtöpfe und Wärmedämmung.
Die Lernenden beschreiben Konvektion als Wärmetransport durch Bewegung von Flüssigkeits- oder Gasteilchen und erklären Alltagsphänomene wie Heizungsströmung, Meeresströmungen und Thermik.
Die Lernenden beschreiben Wärmestrahlung als elektromagnetische Strahlung, die auch im Vakuum übertragen wird, und erläutern die Abhängigkeit von Temperatur und Oberflächenbeschaffenheit anhand von Beispielen wie Sonnenstrahlung und Thermosflasche.
Umfasst die grundlegenden Konzepte der Elektrizitätslehre und des Magnetismus: Aufbau und Analyse elektrischer Stromkreise, Schaltungstypen, Ohmsches Gesetz, elektrische Energie und Leistung sowie Magnetismus und elektromagnetische Induktion.
Behandelt den grundlegenden Aufbau eines elektrischen Stromkreises, seine Bauteile, deren Darstellung in Schaltplänen und die elektrischen Eigenschaften verschiedener Materialien.
Die Lernenden kennen die Grundbauteile eines Stromkreises (Spannungsquelle, Leiter, Verbraucher, Schalter), bauen einfache Stromkreise auf und erklären die Notwendigkeit eines geschlossenen Stromkreises für den Ladungsfluss.
Die Lernenden ordnen normgerechte Schaltsymbole (IEC) den entsprechenden Bauteilen zu und können einfache Schaltpläne lesen, interpretieren sowie selbstständig zeichnen.
Die Lernenden unterscheiden elektrische Leiter (z. B. Metalle mit freien Elektronen) von Nichtleitern (z. B. Kunststoff, Holz, Glas) und erklären die elektrische Leitfähigkeit mithilfe des Elektronengasmodells.
Behandelt die Gesetzmäßigkeiten und Eigenschaften von Reihen- und Parallelschaltungen hinsichtlich Strom, Spannung und Widerstand sowie deren praktische Anwendungen.
Die Lernenden beschreiben die Eigenschaften der Reihenschaltung (konstante Stromstärke, additive Spannungen, additive Widerstände) und analysieren einfache Reihenschaltungen rechnerisch und experimentell.
Die Lernenden beschreiben die Eigenschaften der Parallelschaltung (gleiche Spannung an allen Zweigen, additive Ströme, Gesamtwiderstand kleiner als kleinster Einzelwiderstand) und analysieren entsprechende Schaltungen.
Die Lernenden erkennen Reihen- und Parallelschaltungen in Alltagsgeräten und -anwendungen (z. B. Lichterkette, Haushaltsgeräte, Autobeleuchtung) und beurteilen die Eignung der jeweiligen Schaltform für einen gegebenen Zweck.
Behandelt die drei grundlegenden elektrischen Größen Spannung (U), Stromstärke (I) und Widerstand (R), ihre Definitionen, Einheiten, Messverfahren und den funktionalen Zusammenhang durch das Ohmsche Gesetz.
Die Lernenden verstehen elektrische Spannung als treibende Kraft des Ladungsflusses, messen sie korrekt mit dem Voltmeter (Parallelschaltung), kennen die Einheit Volt und ordnen typische Spannungswerte realen Quellen zu.
Die Lernenden verstehen elektrische Stromstärke als Ladungsfluss pro Zeit (I = Q/t), messen sie korrekt mit dem Amperemeter (Reihenschaltung), kennen die Einheit Ampere und ordnen typische Stromstärken realen Anwendungen zu.
Die Lernenden verstehen den elektrischen Widerstand als material- und geometrieabhängige Größe (R = ρ · l/A), kennen die Einheit Ohm und ordnen typische Widerstandswerte verschiedenen Materialien und Bauteilen zu.
Die Lernenden kennen das Ohmsche Gesetz (U = R · I), berechnen damit die jeweils gesuchte Größe bei zwei gegebenen Werten und überprüfen den linearen Zusammenhang experimentell anhand von Spannungs-Strom-Kennlinien.
Behandelt die Berechnung elektrischer Leistung und Energie sowie deren praktische Bedeutung für den Energieverbrauch und die Kostenabschätzung im Alltag.
Die Lernenden berechnen die elektrische Leistung P = U · I in Watt, lesen Leistungsangaben von Geräten ab und vergleichen den Energieverbrauch unterschiedlicher elektrischer Verbraucher.
Die Lernenden berechnen die verbrauchte elektrische Energie nach E = P · t in Kilowattstunden, erklären die Bedeutung der Einheit auf der Stromrechnung und verstehen die Funktion des Stromzählers.
Die Lernenden berechnen Stromkosten für Haushaltsgeräte, vergleichen energieeffiziente mit ineffizienten Geräten und entwickeln konkrete Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs.
Behandelt die Eigenschaften von Dauermagneten und Magnetfeldern, das Erdmagnetfeld, den Elektromagneten sowie das Grundprinzip der elektromagnetischen Induktion.
Die Lernenden beschreiben die Eigenschaften von Dauermagneten (Nord- und Südpol, gleichnamige Pole stoßen ab, ungleichnamige ziehen an), machen Magnetfelder mit Eisenfeilspänen sichtbar und zeichnen Feldlinien korrekt.
Die Lernenden beschreiben das Erdmagnetfeld als Dipolfeld, erklären das Funktionsprinzip des Kompasses und unterscheiden geografischen von magnetischem Nordpol einschließlich der Deklination.
Die Lernenden bauen einen Elektromagneten (stromdurchflossene Spule mit Eisenkern), untersuchen Einflussfaktoren auf seine Stärke (Windungszahl, Stromstärke, Kernmaterial) und benennen technische Anwendungen wie Klingel, Hebekran und MRT.
Die Lernenden erklären das Grundprinzip der elektromagnetischen Induktion: Eine Relativbewegung zwischen Magnet und Leiterschleife induziert eine Spannung, und benennen Faktoren, die die Induktionsspannung beeinflussen (Geschwindigkeit, Windungszahl, Feldstärke).
Behandelt die auf elektromagnetischen Prinzipien basierenden Energiewandler Elektromotor und Generator, ihre Funktionsweise sowie die Unterscheidung von Gleich- und Wechselstrom.
Die Lernenden erklären das Funktionsprinzip des Elektromotors (Kraft auf stromdurchflossenen Leiter im Magnetfeld, Lorentzkraft) und kennen bedeutende technische Anwendungen wie Elektrofahrzeuge, Waschmaschinen und Elektrowerkzeuge.
Die Lernenden erklären das Funktionsprinzip des Generators (rotierende Spule im Magnetfeld erzeugt Wechselspannung durch elektromagnetische Induktion) und unterscheiden Wechselstrom (50 Hz, 230 V Netzspannung) von Gleichstrom hinsichtlich Verlauf und Erzeugung.
Überblick über die geometrische und physikalische Optik: Lichtausbreitung, Reflexion an Spiegeln, Brechung an Grenzflächen, Abbildung durch Linsen sowie Aufbau und Funktion optischer Instrumente.
Grundlagen des Sehens und der Lichtausbreitung: Lichtquellen, Lichtstrahlmodell, Schattenbildung und anatomisch-optischer Aufbau des Auges.
Die Lernenden unterscheiden primäre Lichtquellen von beleuchteten Körpern, wenden das Lichtstrahlmodell an und erklären damit geradlinige Ausbreitung, reflektiertes Mondlicht und die geometrische Entstehung von Schatten.
Die Lernenden konstruieren Kernschatten (Umbra) und Halbschatten (Penumbra) mithilfe von Lichtstrahlen und erklären Sonnen- sowie Mondfinsternisse anhand der räumlichen Geometrie von Sonne, Erde und Mond.
Die Lernenden beschreiben den anatomischen Aufbau des Auges (Hornhaut, Iris, Linse, Glaskörper, Netzhaut, Sehnerv), erklären den Sehvorgang als reelle Abbildung auf der Netzhaut und benennen Sehfehler wie Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Astigmatismus.
Reflexion von Licht an ebenen und gekrümmten Spiegelflächen: Reflexionsgesetz, Bildkonstruktion sowie Eigenschaften und Anwendungen von Hohlspiegeln und Wölbspiegeln.
Die Lernenden formulieren das Reflexionsgesetz (Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel, gemessen zur Flächennormalen), konstruieren Strahlengänge und unterscheiden reguläre (gerichtete) von diffuser (streuender) Reflexion.
Die Lernenden konstruieren das virtuelle Bild am ebenen Spiegel mithilfe des Reflexionsgesetzes und beschreiben dessen Eigenschaften: virtuell, aufrecht, seitenvertauscht, gleich groß und symmetrisch zur Spiegelebene.
Die Lernenden beschreiben den Brennpunkt und die sammelnde Wirkung des Hohlspiegels sowie die zerstreuende Wirkung und das vergrößerte Sichtfeld des Wölbspiegels und nennen technische Anwendungen wie Scheinwerfer und Rückspiegel.
Brechung von Licht an Grenzflächen, Snell'sches Brechungsgesetz, Totalreflexion sowie Abbildungseigenschaften von Sammel- und Zerstreuungslinsen.
Die Lernenden erklären die Richtungsänderung von Licht beim Übergang zwischen optisch verschieden dichten Medien (Brechung zum Lot hin bei Eintritt in das dichtere Medium) und belegen dies mit Alltagsbeispielen wie dem gebrochen erscheinenden Löffel, der Fata Morgana und der Prismenzerlegung.
Die Lernenden wenden das Snell'sche Brechungsgesetz (n₁·sin α₁ = n₂·sin α₂) an, leiten die Bedingung für Totalreflexion aus dem Grenzwinkel ab und erläutern technische Anwendungen wie Glasfaserkabel, Diamantschliff und Retroreflektoren.
Die Lernenden konstruieren Strahlengänge an der Sammellinse mit Mittelpunkt-, Brennpunkt- und Parallelstrahl, beschreiben die Abhängigkeit von reellem und virtuellem Bild von der Gegenstandsweite und definieren Brennweite sowie Brechkraft.
Die Lernenden beschreiben die zerstreuende Wirkung der Konkavlinse, erklären, dass sie stets ein virtuelles, aufrechtes und verkleinertes Bild erzeugt, und kennen Anwendungen wie Korrekturgläser für Kurzsichtige und Weitwinkelobjektive.
Aufbau und Wirkungsweise optischer Instrumente auf Basis von Linsen und Spiegeln: Lupe, Mikroskop, Fernrohr und Teleskop.
Die Lernenden erklären die Lupe als Sammellinse, die ein virtuelles, vergrößertes Bild erzeugt, und das Mikroskop als zweistufige Abbildung (Objektiv erzeugt reelles Zwischenbild, Okular vergrößert dieses als Lupe) und schätzen die erreichbare Gesamtvergrößerung ab.
Die Lernenden erklären das Funktionsprinzip von Linsenfernrohr (Kepler/Galilei) und Spiegelteleskop (Cassegrain, Newton) und begründen, warum eine große Öffnung die Lichtsammlung und das Auflösungsvermögen für schwache und weit entfernte Objekte verbessert.
Physikalische Grundlagen der Farbwahrnehmung: Dispersion, Körperfarben, additive und subtraktive Farbmischung sowie unsichtbare Spektralbereiche des elektromagnetischen Spektrums.
Die Lernenden erklären die wellenlängenabhängige Brechung (Dispersion) am Prisma, ordnen Spektralfarben ihren Wellenlängen zu und beschreiben die zweifache Brechung und Reflexion in Wassertropfen als Ursache des Regenbogens.
Die Lernenden erklären Körperfarben durch selektive Absorption und Reflexion, unterscheiden additive Farbmischung (RGB-Primärfarben des Lichts) von subtraktiver Farbmischung (CMY-Druckfarben) und beschreiben die Funktion der Zapfen in der Netzhaut beim Farbsehen.
Die Lernenden beschreiben Infrarotstrahlung (längere Wellenlänge als sichtbares Licht, Wärmestrahlung, Fernbedienung, Wärmebildkamera) und UV-Strahlung (kürzere Wellenlänge, Sonnenbrand, Desinfektion, Fluoreszenz) als nicht sichtbare Bereiche des elektromagnetischen Spektrums.
Umfasst die physikalischen Grundlagen von Schall als mechanische Schwingung, Schallausbreitung in Medien, charakteristische Schallgrößen wie Frequenz und Amplitude, Schallreflexion und Schallschutz sowie allgemeine Eigenschaften von Schwingungen und Wellen.
Behandelt die Entstehung von Schall durch mechanische Schwingungen, seine Ausbreitung in verschiedenen Medien und die quantitative Beschreibung mithilfe der Schallgeschwindigkeit.
Die Lernenden erklären Schall als mechanische Schwingung von Teilchen, benennen typische schallerzeugende Körper (Stimmgabel, Lautsprecher, Gitarrensaite) und weisen Schwingungen experimentell sichtbar nach (z. B. mit Pendel, Wasser oder Mehl).
Die Lernenden beschreiben die Ausbreitung von Schall in festen, flüssigen und gasförmigen Medien und begründen, warum Schall sich im Vakuum mangels Trägermedium nicht fortpflanzen kann.
Die Lernenden kennen die Schallgeschwindigkeit in Luft (ca. 340 m/s) und wenden die Formel s = v · t zur Berechnung von Entfernungen an (z. B. Gewitterentfernung, Echolot, Ultraschalldiagnostik).
Behandelt die physikalischen Größen zur Beschreibung von Schall: Frequenz und Tonhöhe, Amplitude und Lautstärke sowie den Hörbereich des Menschen einschließlich Infraschall und Ultraschall.
Die Lernenden definieren Frequenz als Anzahl der Schwingungen pro Sekunde (Einheit: Hertz), beschreiben den Zusammenhang zwischen Frequenz und wahrgenommener Tonhöhe und messen Frequenzen mithilfe eines Oszilloskops.
Die Lernenden beschreiben die Amplitude als Maß für die Schwingungsstärke, kennen den Schallpegel in Dezibel (dB) als logarithmische Lautstärkeskala und ordnen typischen Geräuschquellen entsprechende Dezibelwerte zu.
Die Lernenden kennen den menschlichen Hörbereich (ca. 20 Hz–20 kHz) und unterscheiden Infraschall (< 20 Hz, z. B. Erdbeben, Elefantenkommunikation) von Ultraschall (> 20 kHz, z. B. Fledermäuse, Echolot, medizinische Bildgebung).
Behandelt das Phänomen der Schallreflexion (Echo, Nachhall) sowie gesundheitliche Auswirkungen von Lärm und Maßnahmen des technischen und persönlichen Schallschutzes.
Die Lernenden erklären Echo als Reflexion von Schall an harten Oberflächen (Mindestentfernung ca. 17 m für ein wahrnehmbares Echo) und grenzen Echo vom Nachhall in geschlossenen Räumen ab.
Die Lernenden benennen gesundheitliche Folgen von Lärm (Hörschäden ab ca. 85 dB, Stress, Schlafstörungen) und beschreiben technische (z. B. Lärmschutzwände) sowie persönliche Schutzmaßnahmen (z. B. Gehörschutz).
Behandelt die grundlegenden Eigenschaften mechanischer Schwingungen und Wellen, einschließlich ihrer Kenngrößen, Wellentypen sowie der Phänomene Interferenz, stehende Wellen und Resonanz.
Die Lernenden kennen die Kenngrößen einer harmonischen Schwingung (Amplitude A, Frequenz f, Periodendauer T = 1/f, Auslenkung) und lesen diese aus Zeit-Weg-Diagrammen ab.
Die Lernenden unterscheiden Transversalwellen (Schwingungsrichtung senkrecht zur Ausbreitung, z. B. Licht-, Seilwellen) von Longitudinalwellen (Schwingungsrichtung parallel zur Ausbreitung, z. B. Schallwellen) und wenden die Wellengleichung c = f · λ an.
Die Lernenden erklären Interferenz als Überlagerung von Wellen und unterscheiden konstruktive Interferenz (Verstärkung) von destruktiver Interferenz (Auslöschung); sie kennen technische Anwendungen wie Noise-Cancelling und Phänomene der Wellenoptik.
Die Lernenden beschreiben stehende Wellen als Überlagerung zweier gegenläufiger Wellen gleicher Frequenz (mit Knoten und Bäuchen) und erklären Resonanz als verstärkte Anregung bei Eigenfrequenz anhand von Beispielen wie Musikinstrumenten, Brückenunglücken und der MRT.
Überblick über physikalische Eigenschaften von Materie sowie die Struktur der Materie auf atomarer Ebene, umfasst Stoffeigenschaften, Atommodelle, Kernphysik und Radioaktivität sowie Grundlagen der Halbleiterphysik und Elektronik.
Behandelt messbare physikalische Eigenschaften von Stoffen, darunter Dichte, elektrische Leitfähigkeit und magnetisches Verhalten.
Die Lernenden berechnen die Dichte über ρ = m/V in den Einheiten g/cm³ und kg/m³, bestimmen Dichten experimentell durch Massenbestimmung und Wasserverdrängung und nutzen tabellarische Dichtewerte zur Stoffidentifikation.
Die Lernenden klassifizieren Stoffe als elektrische Leiter, Halbleiter oder Isolatoren anhand ihrer spezifischen Leitfähigkeit, erklären die Leitfähigkeit von Metallen durch frei bewegliche Elektronen sowie die Temperaturabhängigkeit von Halbleitern wie Silizium und Germanium und benennen typische Anwendungsbeispiele.
Die Lernenden unterscheiden ferromagnetische (Eisen, Nickel, Cobalt), paramagnetische und diamagnetische Stoffe nach ihrem Verhalten im Magnetfeld und erklären den Ferromagnetismus mithilfe des Konzepts der Weiss'schen Bezirke.
Behandelt die historische Entwicklung des Atommodells sowie den strukturellen Aufbau von Atomen aus Protonen, Neutronen und Elektronen einschließlich des Konzepts der Isotope.
Die Lernenden beschreiben die Entwicklung des Atommodells von Daltons unteilbarer Kugel über Thomsons Rosinenkuchenmodell und Rutherfords Kernatommodell bis zu Bohrs Schalenmodell und ordnen den jeweiligen Modellvorstellungen die zugrundeliegenden Experimente zu.
Die Lernenden beschreiben den Atomaufbau mit positiv geladenen Protonen und neutralen Neutronen im Kern sowie negativ geladenen Elektronen in der Hülle, verwenden Ordnungszahl und Massenzahl zur Charakterisierung von Atomsorten und entnehmen entsprechende Angaben dem Periodensystem.
Die Lernenden definieren Elemente über ihre eindeutige Protonenzahl, erklären Isotope als Atome gleicher Protonenzahl mit unterschiedlicher Neutronenzahl und berechnen relative Atommassen aus den Häufigkeiten natürlich vorkommender Isotope.
Behandelt die Arten radioaktiver Strahlung, Gesetzmäßigkeiten des Kernzerfalls, Prozesse der Kernspaltung und Kernfusion sowie Strahlenschutz und Anwendungen der Kernphysik.
Die Lernenden unterscheiden α-, β- und γ-Strahlung nach Art des emittierten Teilchens bzw. der Strahlung, elektrischer Ladung, Reichweite und Durchdringungsvermögen und ordnen ihnen die jeweiligen Kernumwandlungsprozesse zu.
Die Lernenden definieren die Halbwertszeit als die Zeit, in der die Hälfte der instabilen Atomkerne eines Nuklids zerfällt, lesen Zerfallskurven aus und wenden das Konzept auf Beispiele wie die Kohlenstoff-14-Datierung und den Einsatz kurzlebiger medizinischer Isotope an.
Die Lernenden erklären Kernspaltung als Zerfall schwerer Kerne unter Neutronenbeschuss mit Freisetzung von Energie und weiteren Neutronen (Kettenreaktion) sowie Kernfusion als Vereinigung leichter Kerne zu einem schwereren Kern unter Energiefreisetzung und kennen die Fusion als Energiequelle der Sonne.
Die Lernenden benennen die drei Grundprinzipien des Strahlenschutzes (Abstand, Abschirmung, Aufenthaltszeitminimierung) und nennen medizinische (PET, Szintigraphie, Strahlentherapie) sowie technische Anwendungsfelder der Kernphysik.
Überblick über physikalische Energieformen, Energieumwandlung und -erhaltung, Wirkungsgrad, konventionelle und erneuerbare Energiequellen sowie die physikalischen Grundlagen von Klimawandel und Nachhaltigkeit.
Behandelt die verschiedenen Energieformen, den Energieerhaltungssatz sowie die quantitative Beschreibung von Energieumwandlungsprozessen durch den Wirkungsgrad.
Die Lernenden kennen die wichtigsten Energieformen (kinetische, potentielle, elastische, thermische, elektrische, chemische und Strahlungsenergie) und können diese anhand von Alltagsbeispielen und Naturphänomenen identifizieren und unterscheiden.
Die Lernenden erklären den Energieerhaltungssatz – Energie kann weder erzeugt noch vernichtet, sondern nur umgewandelt oder übertragen werden – und wenden ihn an konkreten Beispielen wie Pendel, Wasserfall oder Motor an.
Die Lernenden berechnen den Wirkungsgrad η = Nutzenergie / zugeführte Energie als Dezimalzahl oder Prozentsatz und erläutern, dass die Differenz als thermische Energie dissipiert wird und keinen physikalischen Energieverlust darstellt.
Behandelt konventionelle und erneuerbare Energiequellen – fossile Energieträger, Kernenergie, Solar-, Wind-, Wasser-, Biomasse- und Geothermieenergie – hinsichtlich Funktionsprinzip, Wirkungsgrad sowie ökologischer und technischer Bewertung.
Die Lernenden beschreiben fossile Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) als über geologische Zeiträume gespeicherte Sonnenenergie, erklären ihre Entstehung und bewerten ihre Nutzung hinsichtlich Energiedichte und Verfügbarkeit einerseits sowie CO₂-Emissionen und Endlichkeit andererseits.
Die Lernenden beschreiben das Funktionsprinzip eines Kernkraftwerks (Kernspaltung → Wärme → Dampf → Turbine → Generator) und bewerten Kernenergie hinsichtlich CO₂-Armut und hoher Energiedichte sowie Endlagerproblematik, Unfallrisiko und Kosten.
Die Lernenden unterscheiden Solarthermie (Wärmegewinnung durch Absorption von Sonnenstrahlung) und Photovoltaik (Stromerzeugung mittels photoelektrischem Effekt in Halbleiterzellen) und kennen typische Wirkungsgrade sowie Anwendungsfelder beider Technologien.
Die Lernenden erklären das Funktionsprinzip von Windkraftanlagen (kinetische Windenergie → Rotor → Generator) und Wasserkraftwerken (potentielle Energie des Wassers → Turbine → Generator) einschließlich typischer Wirkungsgrade und relevanter Standortanforderungen.
Die Lernenden beschreiben Biomasse (in Pflanzen photosynthetisch gespeicherte chemische Energie, nutzbar durch Verbrennung oder Vergasung) und Geothermie (terrestrische Wärme aus radioaktivem Zerfall und Restwärme der Erdentstehung) als erneuerbare Energiequellen mit ihren jeweiligen Nutzungsformen.
Behandelt die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts, die Ursachen und Folgen des anthropogenen Klimawandels sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung und nachhaltigem Ressourcenverbrauch.
Die Lernenden erklären den natürlichen Treibhauseffekt (Absorption von Infrarotstrahlung durch Treibhausgase wie CO₂, H₂O und CH₄) und beschreiben die anthropogene Verstärkung dieses Effekts durch industrielle Emissionen und Landnutzungsänderungen.
Die Lernenden beschreiben physikalisch messbare Folgen des Klimawandels (globaler Temperaturanstieg, Meeresspiegelanstieg, Extremwetterereignisse) und bewerten naturwissenschaftlich begründete Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.
Die Lernenden erarbeiten konkrete technische und verhaltensbezogene Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs (z. B. Gebäudedämmung, effiziente Beleuchtung, Mobilität, Ernährung) und verstehen deren Bedeutung im Kontext globaler Klimaschutzziele.
Umfasst grundlegende technische Kompetenzen im Umgang mit digitalen Geräten: Inbetriebnahme und Einrichtung, Herstellung von Netzwerkverbindungen, Verwaltung von Dateien und Speicher sowie die eigenständige Behebung typischer technischer Probleme.
Umfasst die Fähigkeiten zur Ersteinrichtung digitaler Geräte, zur Bedienung von Betriebssystemen, zur Verwaltung von Benutzerkonten sowie zur Installation und Pflege von Apps und Programmen.
Lernende können ein neues digitales Endgerät (Smartphone, Tablet, Computer) eigenständig in Betrieb nehmen, die Ersteinrichtung durchführen und grundlegende Systemeinstellungen wie Sprache und Datum für die persönliche Nutzung konfigurieren.
Lernende können sich in der Benutzeroberfläche eines gängigen Betriebssystems orientieren und zentrale Einstellungen (Bildschirm, Ton, Benachrichtigungen, Barrierefreiheit) auffinden sowie bedarfsgerecht anpassen.
Lernende verstehen Funktion und Zweck von Benutzerkonten (Gerätekonto, E-Mail-Konto, App-Store-Konto) und können diese eigenständig mit sicheren Zugangsdaten anlegen und verwalten.
Lernende können Apps und Programme aus vertrauenswürdigen Quellen installieren, aktualisieren und deinstallieren sowie Gerätespeicher und installierte Software übersichtlich verwalten.
Umfasst die Fähigkeiten, Geräte mit dem Internet zu verbinden, ein Heimnetzwerk einzurichten und abzusichern sowie grundlegende Konzepte der digitalen Vernetzung wie Internet, Server und Cloud zu verstehen.
Lernende können ein Gerät mit einem WLAN oder einem mobilen Datennetz verbinden, die Verbindungsqualität prüfen und einfache Verbindungsprobleme eigenständig identifizieren und beheben.
Lernende können einen Heimrouter in Betrieb nehmen, das WLAN mit einem eigenen Namen und einem sicheren Passwort konfigurieren und verstehen die Bedeutung der Netzwerksicherheit im Heimbereich.
Lernende verfügen über ein funktionales Grundverständnis der Internetinfrastruktur – insbesondere des Datenaustausches zwischen Geräten und Servern sowie des Konzepts der Cloud-Speicherung – als Basis für souveräne Nutzungsentscheidungen.
Umfasst die strukturierte Organisation von Dateien und Ordnern, die Nutzung von Cloud-Speicherdiensten sowie die Erstellung und Wiederherstellung von Datensicherungen (Backups).
Lernende können Dateien sinnvoll benennen, in einer nachvollziehbaren Ordnerhierarchie ablegen und gezielt wiederfinden – sowohl im lokalen Dateisystem als auch in Cloud-Umgebungen.
Lernende verstehen das Prinzip von Cloud-Speicher (externe Server, geräteübergreifende Verfügbarkeit) und können einen Cloud-Dienst einrichten, Dateien synchronisieren und teilen sowie datenschutzbezogene Konsequenzen der Cloud-Nutzung einschätzen.
Lernende können ein regelmäßiges Backup ihrer wichtigsten Daten einrichten – lokal oder in der Cloud – und im Verlustfall Daten aus einer Sicherung wiederherstellen.
Umfasst die Fähigkeiten zur systematischen Diagnose und Behebung häufiger technischer Störungen, zur gezielten Suche nach Lösungen sowie zur präventiven Pflege digitaler Geräte.
Lernende können typische Alltagsstörungen (eingefrorenes Gerät, Absturz von Apps, fehlende Netzwerkverbindung, blockierte Updates) systematisch eingrenzen und mit einfachen Diagnoseschritten eigenständig beheben.
Lernende können bei technischen Problemen gezielt in Hilfeseiten, Suchmaschinen und Foren nach Lösungen recherchieren, die Qualität und Anwendbarkeit gefundener Anleitungen beurteilen und diese sicher umsetzen.
Lernende kennen grundlegende Pflegemaßnahmen für digitale Geräte – darunter Speicherverwaltung, Akkupflege, Reinigung und regelmäßige Updates – und können diese anwenden, um Zuverlässigkeit und Lebensdauer zu erhalten.
Fähigkeiten, um Informationen zu finden, kritisch zu bewerten, zu verwalten sowie eigene digitale Inhalte rechtssicher zu erstellen. Im Zentrum stehen Urteilsfähigkeit gegenüber Quellen und der bewusste Umgang mit Inhalten in einer von Daten und KI geprägten Informationswelt.
Umfasst Strategien und Werkzeuge, um Informationen im digitalen Raum effizient zu recherchieren – von der gezielten Nutzung von Suchmaschinen über das Verfeinern von Suchanfragen bis hin zur Nutzung vielfältiger Quelltypen und Formate.
Lernende können Suchmaschinen wirksam einsetzen, geeignete Suchbegriffe formulieren und Trefferlisten sinnvoll auswerten, um schnell zu relevanten Informationen zu gelangen.
Lernende können Suchanfragen durch den Einsatz von Filtern, Suchoperatoren und alternativen Begriffen präzisieren und so auch bei komplexen Fragestellungen qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen.
Lernende können Informationen über Suchmaschinen hinaus in weiteren Quellen wie Nachschlagewerken, offiziellen Portalen, Datenbanken und Videoplattformen finden und das jeweils geeignete Format und Medium auswählen.
Umfasst Methoden zur kritischen Prüfung von Quellen und Informationen, einschließlich der Erkennung von Desinformation, KI-generierten Inhalten und der vergleichenden Bewertung verschiedener Quellen.
Lernende können die Vertrauenswürdigkeit einer Quelle anhand nachvollziehbarer Kriterien wie Autorenschaft, Datum, Belege, Impressum und Interessenlage einschätzen und die Absicht hinter einer Information benennen.
Lernende können Fehlinformation und Desinformation an typischen Merkmalen identifizieren, Aussagen mithilfe von Faktencheck-Diensten überprüfen und den Unterschied zwischen versehentlicher Falschinformation und gezielter Täuschung erläutern.
Lernende können Merkmale KI-generierter Texte, Bilder, Stimmen und Videos erkennen, deren mögliche Zwecke und Entstehungskontexte einordnen und die Authentizität digitaler Inhalte gezielt hinterfragen.
Lernende können Informationen aus mehreren Quellen systematisch gegenüberstellen, Widersprüche und Gemeinsamkeiten identifizieren und daraus ein fundiertes, ausgewogenes Urteil ableiten.
Umfasst den bewussten Umgang mit digitalen Inhalten und persönlichen Datenspuren – von der strukturierten Ablage und dem Wiederfinden von Inhalten bis hin zum Überblick über hinterlassene Daten bei der Nutzung digitaler Dienste.
Lernende können digitale Informationen und Medieninhalte wie Dokumente, Lesezeichen und Dateien strukturiert speichern, ablegen und bei Bedarf zuverlässig wiederfinden.
Lernende können nachvollziehen, welche personenbezogenen Daten und digitalen Spuren sie bei der Nutzung digitaler Dienste hinterlassen, und behalten den Überblick über ihre wesentlichen Konten und Datenspuren.
Umfasst die Erstellung und Bearbeitung eigener digitaler Inhalte in den Formaten Text, Tabelle, Präsentation, Bild, Ton und Video sowie deren adressaten- und plattformgerechte Aufbereitung.
Lernende können mit gängigen Anwendungen Texte, einfache Tabellen und Präsentationen erstellen, sinnvoll formatieren und für alltägliche sowie berufliche Zwecke nutzbar machen.
Lernende können einfache Bild-, Ton- und Videoinhalte erstellen und grundlegend bearbeiten – etwa Fotos zuschneiden, Sprachnachrichten aufnehmen oder kurze Videos schneiden – und die Ergebnisse in passenden Dateiformaten speichern.
Lernende können digitale Inhalte so gestalten, dass sie zur jeweiligen Zielgruppe und Plattform passen, und berücksichtigen dabei Verständlichkeit, Tonalität und Wirkung (z. B. formelle E-Mail vs. Social-Media-Beitrag).
Umfasst das Verständnis urheberrechtlicher Grundlagen sowie den sachgerechten Umgang mit Nutzungsrechten und freien Lizenzen beim Verwenden und Erstellen digitaler Inhalte.
Lernende verstehen die Grundzüge des Urheberrechts und können einschätzen, welche Verwendungen fremder Inhalte wie Bilder, Texte oder Musik rechtlich zulässig sind, etwa beim Teilen, Einbinden oder Weiterverwenden.
Lernende können freie Lizenzen wie Creative Commons erkennen, deren Bedingungen und Einschränkungen verstehen sowie gezielt lizenzfrei nutzbare Inhalte finden und korrekt unter Angabe der Lizenzbedingungen verwenden.
Übergeordneter Kompetenzbereich, der digitale Kommunikation, Identitätsgestaltung, Nutzung sozialer Medien und Online-Gemeinschaften sowie gesellschaftliche und verwaltungsbezogene Teilhabe im digitalen Raum umfasst.
Teilbereich zur situationsgerechten Auswahl und respektvollen Nutzung digitaler Kommunikationskanäle, einschließlich Netiquette und sicherem Verhalten in synchronen wie asynchronen Formaten.
Lernende können digitale Kommunikationskanäle (E-Mail, Messenger, Videoanruf, Telefon) hinsichtlich Anlass, Empfänger und Dringlichkeit bewerten und den jeweils geeigneten Kanal gezielt auswählen.
Lernende können E-Mails und digitale Nachrichten strukturiert, verständlich und tongerecht verfassen und dabei formale Anforderungen wie Betreff, Anrede und klare Formulierung einhalten.
Lernende können in Videokonferenzen und Gruppenchats sicher agieren, indem sie die erforderliche Technik bedienen, sich situationsangemessen einbringen und kommunikative Normen der jeweiligen Gesprächssituation respektieren.
Lernende kennen Grundregeln der Netiquette, können Missverständnisse in der Online-Kommunikation vermeiden und auf unangemessenes Verhalten wie Beleidigungen oder Hassrede konstruktiv und angemessen reagieren.
Teilbereich zur bewussten Steuerung der eigenen Darstellung in digitalen Umgebungen, umfasst die kontextabhängige Profilgestaltung, den digitalen Fußabdruck sowie den reflektierten Umgang mit persönlichen Informationen.
Lernende können ihre digitale Selbstdarstellung kontextabhängig gestalten, zwischen beruflichen und privaten Profilen differenzieren und Profilinhalte gezielt auswählen, um die gewünschte Außenwirkung zu erzielen.
Lernende verstehen, dass Online-Aktivitäten dauerhafte digitale Spuren erzeugen, können ihren eigenen digitalen Fußabdruck einschätzen und gezielte Maßnahmen zum Schutz ihrer Online-Reputation ergreifen.
Lernende können kritisch abwägen, welche persönlichen Informationen sie in welchem Kontext preisgeben, und die möglichen Konsequenzen einer Veröffentlichung für Privatsphäre und Sicherheit realistisch einschätzen.
Teilbereich zur sicheren und reflektierten Nutzung sozialer Netzwerke, einschließlich Profilkonfiguration, Verständnis algorithmischer Steuerungsmechanismen sowie Erkennung von Filterblasen und Manipulationsversuchen.
Lernende können Profile in sozialen Netzwerken anlegen, Privatsphäre-Einstellungen zweckgerecht konfigurieren und die Dienste sicher nutzen, um persönliche Risiken durch ungewollte Datenweitergabe oder Kontakte zu minimieren.
Lernende verstehen die grundlegende Funktionsweise von Feed- und Empfehlungsalgorithmen, die auf Verweildauer und Interaktion optimieren, und können daraus ableiten, nach welchen Kriterien ihnen bestimmte Inhalte ausgespielt werden.
Lernende können algorithmisch erzeugte Filterblasen und gezielte Meinungsbeeinflussung erkennen, deren Wirkung auf die eigene Wahrnehmung reflektieren und diesem Einfluss durch bewusstes Medienhandeln begegnen.
Teilbereich zur aktiven und sicheren Teilnahme an digitalen Gemeinschaften und Online-Spielen, einschließlich Community-Normen, Risikobewusstsein beim Gaming sowie Organisation digitaler Gemeinschaftsaktivitäten.
Lernende können sich in Online-Gemeinschaften wie Foren, Gruppen oder Interessennetzwerken orientieren, sich konstruktiv einbringen und die jeweiligen Gemeinschaftsregeln kennen und respektieren.
Lernende können Online-Spiele sicher nutzen, Risiken wie In-App-Käufe, unbekannte Kontaktaufnahmen und Belästigung erkennen und einen bewussten, selbstregulierenden Umgang mit Spielzeit praktizieren.
Lernende können digitale Werkzeuge zur Organisation gemeinsamer Aktivitäten einsetzen, von der Terminabstimmung und Einladungskoordination bis zur technischen Vorbereitung von Treffen, LAN-Partys oder Online-Events.
Teilbereich zur kollaborativen digitalen Arbeit mit gemeinsamen Werkzeugen wie geteilten Dokumenten, Kalender- und Aufgaben-Tools sowie zur Koordination von Beiträgen und Versionsverwaltung.
Lernende können kollaborative digitale Werkzeuge (geteilte Dokumente, Projektboards, Kalender) einsetzen, um gemeinsam mit anderen an Aufgaben zu arbeiten, Zuständigkeiten zu koordinieren und Dokumentversionen nachzuverfolgen.
Teilbereich zur selbstständigen Nutzung digitaler Verwaltungs- und Behördendienste sowie zur informierten und aktiven Beteiligung an gesellschaftlichen und politischen Prozessen über digitale Kanäle.
Lernende können E-Government-Angebote wie Online-Anträge, digitale Ausweisfunktionen und Terminbuchungssysteme selbstständig nutzen, um Behörden- und Verwaltungsangelegenheiten digital abzuwickeln.
Lernende können digitale Kanäle zur politischen und gesellschaftlichen Information sowie zur aktiven Beteiligung (z. B. Petitionen, Bürgerbeteiligungsplattformen, zivilgesellschaftliches Engagement) nutzen und deren Möglichkeiten und Grenzen einschätzen.
Übergreifender Bereich zum Schutz digitaler Identitäten, Geräte und Daten sowie zur Erkennung und Abwehr von Betrug und Cyberbedrohungen; umfasst technische Schutzmaßnahmen, Datenschutz, Privatsphäre und sicheres Handeln im Schadensfall.
Umfasst Methoden und Werkzeuge zur zuverlässigen Absicherung digitaler Zugänge, insbesondere durch starke Passwörter, Passwort-Manager und Mehrfaktor-Authentifizierung.
Lernende können die Stärke von Passwörtern anhand von Kriterien wie Länge, Komplexität und Einzigartigkeit beurteilen, sichere Passwörter erstellen und einen Passwort-Manager einrichten sowie zur Verwaltung von Zugangsdaten nutzen.
Lernende verstehen das Prinzip der Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA), kennen gängige zweite Faktoren (z. B. TOTP-App, SMS-Code, Hardware-Token) und können MFA für relevante Konten aktivieren und im Alltag anwenden.
Umfasst Maßnahmen zum Schutz von Endgeräten und gespeicherten Daten vor Schadsoftware, unbefugtem Zugriff sowie Datenverlust, einschließlich Updates, Verschlüsselung und Datensicherung.
Lernende können Geräte durch Sperrbildschirm, Virenschutz und sorgfältigen Umgang mit Downloads und E-Mail-Anhängen vor Schadsoftware und unbefugtem Zugriff schützen sowie typische Warnzeichen einer Kompromittierung erkennen.
Lernende verstehen, warum regelmäßige Software- und Betriebssystem-Updates Sicherheitslücken schließen, und können automatische Update-Funktionen aktivieren sowie grundlegende Sicherheitseinstellungen (z. B. Firewall, Benutzerkontensteuerung) überprüfen und konfigurieren.
Lernende können regelmäßige Datensicherungen (Backups) durchführen und verstehen die Grundprinzipien der Verschlüsselung (symmetrisch/asymmetrisch, Ende-zu-Ende) sowie deren Einsatz bei Messengern, HTTPS und Geräteverschlüsselung.
Umfasst das Verständnis von Datenerhebung und -verwertung durch digitale Dienste sowie die praktische Kontrolle über Privatsphäre-Einstellungen und die Wahrnehmung eigener Datenschutzrechte.
Lernende können Privatsphäre- und Berechtigungseinstellungen in Betriebssystemen, Apps und Online-Diensten gezielt aufrufen, deren Bedeutung einschätzen und so konfigurieren, dass nur notwendige Daten preisgegeben werden (Datensparsamkeit).
Lernende verstehen das Konzept der Datafizierung, erkennen Geschäftsmodelle datengetriebener Dienste (Profilbildung, Tracking, personalisierte Werbung) und können auf dieser Grundlage informierte Entscheidungen über die Nutzung digitaler Angebote treffen.
Lernende kennen grundlegende Datenschutzrechte wie Auskunftsrecht, Recht auf Löschung und Widerspruchsrecht und können diese durch konkrete Anfragen oder Beschwerden gegenüber Anbietern und Aufsichtsbehörden geltend machen.
Umfasst die Fähigkeit, typische Betrugsformen und Gefahren im digitalen Raum zu erkennen – darunter Phishing, gefälschte Identitäten und betrügerische Angebote – sowie das richtige Handeln im Schadensfall.
Lernende können Phishing-Versuche in E-Mails, SMS und auf Webseiten anhand charakteristischer Merkmale (Absenderadresse, URL, Dringlichkeit, Rechtschreibfehler) identifizieren, Betrugsversuche abwehren und nach einem versehentlichen Klick geeignete Sofortmaßnahmen ergreifen.
Lernende können unseriöse Online-Shops, gefälschte Social-Media-Profile und betrügerische Kommunikationsmuster (z. B. Schockanrufe, Gewinnversprechen, Romance Scam) anhand typischer Merkmale erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen anwenden.
Lernende kennen die notwendigen Reaktionsschritte bei digitalen Sicherheitsvorfällen – darunter Kontosicherung, Passwortänderung, Benachrichtigung betroffener Anbieter sowie Erstattung einer Meldung bei zuständigen Behörden – und können diese strukturiert umsetzen.
Übergeordneter Kompetenzbereich zur bewussten und gesunden Integration digitaler Technologien in den Alltag; umfasst Teilgebiete zu Mediennutzung, psychischem und körperlichem Wohlbefinden sowie ökologischer Verantwortung.
Teilbereich zur aktiven Reflexion und Steuerung des eigenen Medienkonsums; umfasst Strategien zur Kontrolle von Bildschirmzeit, Aufmerksamkeitsschutz und bewusstem Offline-Gehen.
Lernende können ihren eigenen Medienkonsum beobachten und kritisch bewerten sowie mit konkreten Maßnahmen wie Zeitlimits, Benachrichtigungssteuerung und festen Offline-Zeiten aktiv steuern.
Lernende verstehen Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie wie Dark Patterns, Endlos-Feeds und Push-Nachrichten und können sich diesen gezielten Gestaltungstricks bewusst entziehen.
Lernende können bewusste digitale Auszeiten gestalten und Strategien zur dauerhaften Balance zwischen Online- und Offline-Phasen im Sinne digitaler Achtsamkeit anwenden.
Teilbereich zur Erkennung und Bewältigung psychischer Belastungen durch digitale Mediennutzung; umfasst digitalen Stress, sozialen Vergleich, FOMO sowie Prävention digitaler Abhängigkeit.
Lernende können Symptome digitaler Überlastung wie ständige Erreichbarkeit, Reizüberflutung und Informationsstress bei sich identifizieren und geeignete Bewältigungsstrategien anwenden.
Lernende verstehen, wie idealisierte Selbstdarstellungen in sozialen Medien sozialen Vergleich und FOMO (Fear of Missing Out) begünstigen, und können diese psychologischen Mechanismen kritisch einordnen und für sich selbst entschärfen.
Lernende können problematisches und suchtartiges Nutzungsverhalten bei digitalen Angeboten wie Spielen und sozialen Medien erkennen, präventive Maßnahmen ergreifen und kennen geeignete Hilfsangebote.
Teilbereich zu den körperlichen Auswirkungen digitaler Gerätenutzung; umfasst ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie den Einfluss von Bildschirmnutzung auf die Schlafqualität.
Lernende können ihren digitalen Arbeits- und Nutzungsplatz ergonomisch einrichten und durch bewusste Körperhaltung, regelmäßige Pausen und Bewegung Beschwerden wie Verspannungen und Augenbelastung gezielt vorbeugen.
Lernende verstehen die physiologischen Zusammenhänge zwischen Bildschirmlicht, insbesondere abendlicher Nutzung, und der Schlafqualität und können ihre Mediengewohnheiten schlafförderlich anpassen.
Teilbereich zur ökologisch verantwortungsvollen und vorausschauenden Gestaltung der eigenen digitalen Nutzung; umfasst digitalen Fußabdruck, nachhaltige Gerätenutzung und Regelung des digitalen Nachlasses.
Lernende verstehen den Ressourcen- und Energieverbrauch digitaler Dienste wie Streaming, Cloud und KI und können ihren persönlichen digitalen Fußabdruck einschätzen sowie durch konkretes Handeln reduzieren.
Lernende können digitale Geräte durch Reparatur, Weitergabe und den Kauf gebrauchter Geräte ressourcenschonend nutzen und Altgeräte fachgerecht sowie datensicher entsorgen.
Lernende wissen um die Bedeutung digitaler Konten und Daten über das eigene Leben hinaus und können durch Dokumentation von Zugängen, Vollmachten und Löschwünschen Vorsorge für ihren digitalen Nachlass treffen.
Übergeordneter Kompetenzbereich zu Künstlicher Intelligenz, der Grundverständnis, praktische Nutzung, Interaktionstechniken sowie kritische Einschätzung von Chancen, Grenzen und gesellschaftlich-ethischen Auswirkungen von KI-Systemen umfasst.
Teilbereich zum konzeptuellen Verständnis von KI: Funktionsweise, Lernprinzipien, typische Fehlerquellen wie Halluzinationen sowie systematische Verzerrungen durch Trainingsdaten.
Lernende können erklären, dass KI-Systeme durch statistisches Mustererkennen aus großen Datenmengen Vorhersagen und Inhalte generieren, ohne über Verständnis oder Intentionalität im menschlichen Sinn zu verfügen; zentrale Begriffe: maschinelles Lernen, Trainingsdaten, Mustererkennung.
Lernende können erläutern, warum KI-Systeme konfabulieren (sogenannte Halluzinationen erzeugen), und leiten daraus die Notwendigkeit einer systematischen Überprüfung von KI-Ausgaben ab; zentrale Begriffe: Halluzination, Konfabulation, Verifikation.
Lernende können erklären, wie Verzerrungen in Trainingsdaten zu systematisch einseitigen oder diskriminierenden KI-Ausgaben führen, und solche Bias-Effekte in konkreten Beispielen identifizieren; zentrale Begriffe: Bias, Trainingsdaten, Diskriminierung, algorithmische Fairness.
Teilbereich zur praktischen Anwendung von KI: Auswahl geeigneter Werkzeuge sowie deren produktiver und verantwortungsvoller Einsatz in Alltags- und Berufskontexten.
Lernende können Aufgaben des Alltags identifizieren, für die KI-Werkzeuge einen Mehrwert bieten (z. B. Texterstellung, Zusammenfassung, Übersetzung, Ideengenerierung, Bildgenerierung), und diese Werkzeuge gezielt und zweckgerichtet einsetzen.
Lernende können KI-Werkzeuge zur Unterstützung beruflicher Aufgaben einsetzen und dabei Qualitätssicherung, Datenschutz (insbesondere Vertraulichkeit sensibler Daten) sowie die eigene Ergebnisverantwortung wahren; zentrale Begriffe: berufliche KI-Nutzung, Datenschutz, Qualitätskontrolle.
Lernende können verschiedene Kategorien von KI-Werkzeugen (Text, Bild, Sprache, Assistenzsysteme) unterscheiden, aufgabenbezogen auswählen und dabei Kosten, Datenschutzrisiken sowie Qualitätsmerkmale abwägen; zentrale Begriffe: KI-Werkzeugauswahl, Datenschutz, Qualitätsbewertung.
Teilbereich zur effektiven Interaktion mit KI-Systemen: Formulierung wirksamer Anfragen, iterative Ergebnisverbesserung im Dialog sowie kritische Prüfung und Verantwortung für genutzte Ausgaben.
Lernende können strukturierte, kontextreiche Anfragen (Prompts) an KI-Systeme formulieren – unter Angabe von Aufgabe, Kontext, gewünschtem Format und Beispielen – und dadurch die Relevanz und Qualität der Ausgaben gezielt steigern; zentrale Begriffe: Prompt, Prompt Engineering, Kontextangabe.
Lernende können im iterativen Dialog mit KI-Systemen arbeiten, durch gezieltes Nachfragen und Präzisieren von Anfragen schrittweise bessere Ergebnisse erzielen und den Konversationsverlauf strategisch nutzen; zentrale Begriffe: iteratives Prompten, Gesprächskontext, Verfeinerung.
Lernende können KI-generierte Ausgaben systematisch auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit prüfen und verstehen, dass die inhaltliche und ethische Verantwortung für die Nutzung dieser Ergebnisse stets beim Menschen verbleibt; zentrale Begriffe: Verifikation, Verantwortung, menschliche Kontrolle.
Teilbereich zur realistischen Bewertung von KI: Einschätzung tatsächlicher Leistungsgrenzen, Unterscheidung zwischen begründeten und übertriebenen Erwartungen sowie Reflexion möglicher Kompetenzeinbußen durch übermäßige KI-Abhängigkeit.
Lernende können den aktuellen Leistungsstand von KI-Systemen nüchtern einschätzen, konkrete Anwendungsdomänen mit hoher bzw. geringer Zuverlässigkeit benennen und sowohl übertriebene Euphorie als auch unbegründete Dystopien sachlich einordnen; zentrale Begriffe: Leistungsgrenzen, realistische KI-Einschätzung.
Lernende können erläutern, wie übermäßige Delegation an KI-Systeme zum Verfall eigener kognitiver und praktischer Fähigkeiten (Deskilling) führen kann, und KI bewusst so einsetzen, dass die eigene Kompetenzentwicklung gefördert statt ersetzt wird; zentrale Begriffe: Deskilling, kognitive Autonomie, kompetenzerhaltende Nutzung.
Teilbereich zur ethischen und gesellschaftlichen Dimension von KI: Reflexion von Fairness, Transparenz und Urheberrecht, Einschätzung von Auswirkungen auf Arbeitswelt und Gesellschaft sowie Erkennung KI-gestützter Manipulation.
Lernende können zentrale ethische Fragen der KI-Nutzung – darunter algorithmische Fairness, Transparenz, Verantwortungszuschreibung sowie Umgang mit Trainingsdaten und Urheberrecht – analysieren und daraus eine reflektierte persönliche Nutzungshaltung ableiten; zentrale Begriffe: KI-Ethik, Fairness, Transparenz, Urheberrecht.
Lernende können beschreiben, wie KI-Systeme Arbeitsprozesse, Bildung und gesellschaftliche Kommunikation transformieren, und Chancen sowie Risiken dieser Veränderungen für Individuen und Gesellschaft differenziert abwägen; zentrale Begriffe: Automatisierung, Arbeitsmarktveränderung, gesellschaftlicher Wandel.
Lernende können KI-gestützte Manipulationstechniken wie Deepfakes, synthetische Stimmen und automatisierte Desinformation identifizieren, deren Täuschungspotenzial einschätzen und ihnen mit medienkritischer Haltung begegnen; zentrale Begriffe: Deepfake, synthetische Medien, Desinformation, Medienkritik.
Selbstregulation, Flexibilität und Wohlbefinden – der Umgang mit den eigenen Emotionen, Gedanken und Lebensumständen.
Bewusstsein und Steuerung der eigenen Emotionen, Gedanken und Verhaltensweisen – unabhängig vom Anlass.
Awareness-Deskriptor: die innere Bewegung überhaupt bemerken und benennen können.
Frühwarnzeichen am eigenen Körper erkennen (Anspannung, Herzschlag, Hitze, Enge), bevor man handelt.
Gefühle unterscheiden und benennen können (z. B. Wut, Angst, Scham, Enttäuschung, Hilflosigkeit) – das Benennen schafft Abstand.
Understanding-Deskriptor: zwischen Reiz und Reaktion eine bewusste Lücke schaffen.
Eine kurze Pause zwischen Gefühl und Handlung einlegen, statt sofort zu reagieren.
Eine einfache Technik anwenden (z. B. langsames Ausatmen, kurz Abstand nehmen), um die körperliche Erregung zu senken.
Statt automatisch zu reagieren, eine von mehreren Handlungsoptionen bewusst auswählen.
Action-Deskriptor: aus belastenden Erfahrungen Handlungsfähigkeit gewinnen.
Trennen, was man nicht ändern kann, von dem kleinen Teil, den man selbst beeinflussen kann.
Eine bewältigte schwierige Situation als Beleg für die eigene Wirksamkeit deuten.
Übergänge und Unsicherheit bewältigen und Herausforderungen begegnen.
Awareness-Deskriptor: die eigene Position als grundsätzlich revidierbar verstehen.
Akzeptieren, dass eine eigene Überzeugung durch neue, gute Gründe veränderbar ist.
Understanding-Deskriptor: sich auf Neues einlassen, wenn der Kontext sich ändert.
Wenn der ursprüngliche Plan nicht aufgeht, eine Alternative entwickeln statt aufzugeben.
Action-Deskriptor: Umbrüche aktiv steuern und Ziele setzen.
Eine große Veränderung in überschaubare, planbare Schritte herunterbrechen.
Lebenszufriedenheit, körperliche, seelische und soziale Gesundheit und eine tragfähige Lebensweise.
Awareness-Deskriptor: erkennen, dass eigenes Verhalten und äußere Faktoren das Wohlbefinden prägen.
Benennen können, was im Alltag Kraft kostet und was Kraft gibt.
Understanding-Deskriptor: verlässliche Informationen und Hilfsangebote für Gesundheit und soziale Absicherung finden und einordnen.
Für ein konkretes Anliegen ein seriöses Angebot finden und dessen Verlässlichkeit grob einschätzen.
Action-Deskriptor: für eigenes und fremdes Wohlbefinden handeln und Unterstützung im Netz geben und annehmen.
Eine kleine, durchhaltbare Gewohnheit etablieren, die dem eigenen Wohlbefinden dient.
Hilfe annehmen und Hilfe geben als normalen Teil sozialer Beziehungen.
Empathie, Kommunikation und Kollaboration – der Umgang mit anderen Menschen.
Emotionen, Erfahrungen und Werte anderer verstehen und angemessen darauf reagieren.
Den Zustand des Gegenübers überhaupt bemerken.
Aus Tonfall, Mimik und Wortwahl ableiten, wie es dem Gegenüber gerade geht.
Sich proaktiv in die Sichtweise des anderen hineinversetzen.
Den Standpunkt des Gegenübers korrekt zusammenfassen, ohne ihn sofort zu bewerten.
Passend reagieren, im Bewusstsein, dass Gruppenzugehörigkeit die eigene Haltung beeinflusst.
Eine Reaktion wählen, die der Situation und dem Gegenüber gerecht wird.
Passende Kommunikationsstrategien je nach Kontext und Inhalt einsetzen.
Erkennen, dass verschiedene Situationen verschiedene Sprache verlangen.
Zwischen privatem, behördlichem und beruflichem Register bewusst unterscheiden.
Verstehen, wie Botschaften wirken und ankommen.
Klar, konkret und als Ich-Botschaft formulieren statt vorwurfsvoll oder vage.
In herausfordernden Gesprächen handlungsfähig bleiben.
Nachfragen und klarstellen, statt zu unterstellen oder zu eskalieren.
Trotz Anspannung beim eigentlichen Anliegen bleiben und nicht persönlich werden.
Sich an Gruppen- und Teamarbeit beteiligen, andere anerkennen und respektieren.
Erkennen, dass andere andere Hintergründe, Werte und Sichtweisen haben.
Sehen, was man selbst zu einem gemeinsamen Vorhaben beitragen kann.
Faire und respektvolle Beziehungen aufbauen und tragen.
Differenzen offen, aber respektvoll benennen und gemeinsam nach einer Lösung suchen.
Im Sinne des gemeinsamen Ziels gerecht aufteilen und unterschiedliche Sichten einbeziehen.
Eine faire Aufteilung mittragen und die eigene Aufgabe zuverlässig erfüllen.
Tragfähige private Beziehungen in Partnerschaft, Familie und Freundschaft aufbauen und pflegen — mit Nähe, Verletzlichkeit, Versöhnung und Veränderung umgehen. Anders als die allgemeine Kommunikations- und Konfliktkompetenz geht es hier um die besondere Tiefe enger, dauerhafter Bindungen.
Vertrauen und Verbundenheit in engen Beziehungen aktiv pflegen und zugleich die eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahren.
Was tragfähige nahe Beziehungen ausmacht — Vertrauen, Verlässlichkeit, gemeinsame Zeit — erkennen und aktiv pflegen.
Die eigenen Wünsche und Grenzen wahrnehmen und sie auch dort klar äußern, wo Nähe und Rücksicht das Neinsagen erschweren.
Nach Enttäuschungen und in schweren Übergängen handlungsfähig bleiben: ansprechen, verzeihen, verarbeiten und weitergehen.
Enttäuschungen und Verletzungen in einer engen Beziehung benennen, zuhören, verzeihen und die Beziehung nach Konflikten wieder kitten.
Schwierige Übergänge wie Trennung, Entfremdung oder den Verlust eines nahen Menschen verarbeiten und Wege finden, weiterzugehen.
Das eigene Bedürfnis nach Verbindung ernst nehmen und aktiv Wege aus Rückzug und Isolation finden.
Eigene Einsamkeit wahrnehmen, sie ernst nehmen und aktiv Schritte zu Verbindung und Gemeinschaft gehen.
Growth Mindset, kritisches Denken und das Steuern des eigenen Lernens.
Vertrauen in die eigene und fremde Fähigkeit, dauerhaft zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
Awareness-Deskriptor: an die eigene Lern- und Verbesserungsfähigkeit glauben.
„Das kann ich nicht“ durch „das kann ich noch nicht“ ersetzen.
Understanding-Deskriptor: Offenheit, Neugier und Ausdauer als Teil des Lernens begreifen.
Schwierigkeit als Anlass zum Wachsen umdeuten, nicht als Beweis des eigenen Versagens.
Action-Deskriptor: Feedback und Erfahrungen zur Weiterentwicklung nutzen.
Feedback nicht als Kränkung, sondern als Hinweis auf den nächsten Schritt nutzen.
Informationen und Argumente bewerten, um zu begründeten Schlüssen zu kommen. Generische Denkfähigkeit – das konkrete politische Geschehen, demokratische Prozesse und die Medienlandschaft gehören in die Bürgerkompetenz (503), nicht hierher.
Awareness-Deskriptor: mögliche Voreingenommenheiten bemerken und Informationen aus verlässlichen, vielfältigen Quellen sammeln.
Erkennen, wann das eigene Urteil von Wunsch, Gewohnheit oder Sympathie gefärbt ist.
Allgemeine Kriterien anwenden: Wer sagt es, woher stammt es, wird es belegt? (ohne Bezug auf konkrete politische Inhalte).
Understanding-Deskriptor: aus Daten und Aussagen folgerichtige Schlüsse ziehen.
Erkennen, ob eine Aussage nur behauptet, begründet oder tatsächlich belegt ist.
Bei Widerspruch nicht vorschnell entscheiden, sondern systematisch abwägen.
Action-Deskriptor: Konzepte und Informationen kombinieren, um Probleme zu lösen.
Nicht bei der ersten Idee stehen bleiben, sondern Alternativen erzeugen und vergleichen.
Das eigene Lernen planen, organisieren, beobachten und überprüfen.
Awareness-Deskriptor: den eigenen Lernbedarf und nötige Unterstützung erkennen.
Klären, was man für ein bestimmtes Ziel noch lernen oder können muss.
Understanding-Deskriptor: Ziele setzen, darauf hinarbeiten und sie erreichen.
Ein Ziel in konkrete Schritte mit Zeitrahmen herunterbrechen.
Action-Deskriptor: das eigene Lernen auswerten und Verbindungen zwischen Bereichen herstellen.
Regelmäßig zurückschauen: Was hat funktioniert, was muss angepasst werden?
Dieser Bereich umfasst die grundlegenden Werte und Haltungen demokratischer Kultur: Menschenwürde, Pluralität, Demokratie und Rechtsstaat sowie Bürgersinn als Mitverantwortung für das Gemeinwesen.
Dieser Bereich behandelt die Anerkennung der Menschenwürde und der Menschenrechte als unveräußerliche, allen Menschen gleichermaßen zustehende Grundlage demokratischer Gemeinwesen.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis der Menschenwürde als unteilbaren, für alle gleich geltenden Grundwert, der keiner weiteren Begründung bedarf.
Die Lernenden verstehen, dass die Würde jedes Menschen unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder persönlicher Überzeugung gleichermaßen gilt und nicht relativiert werden kann; Kernbegriffe: Menschenwürde, Unteilbarkeit, Universalität.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis von Menschen- und Grundrechten als verbindlichen Schutzstandard des Einzelnen und als Maßstab, an dem staatliches Handeln gemessen wird.
Die Lernenden begreifen, dass Grund- und Menschenrechte den Einzelnen vor staatlichen Übergriffen schützen und staatliche Macht begrenzen; Kernbegriffe: Grundrechte, Schutzfunktion, Machtbegrenzung.
Dieser Bereich behandelt die Anerkennung gesellschaftlicher Pluralität – verschiedener Lebensweisen, Überzeugungen und Kulturen – als konstitutives Merkmal einer freien, demokratischen Gesellschaft.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis, dass Vielfalt kein Defizit, sondern ein normales und schützenswertes Kennzeichen offener Gesellschaften ist.
Die Lernenden akzeptieren, dass in einer Demokratie unterschiedliche Lebensentwürfe, Werte und Meinungen legitim nebeneinander bestehen; Kernbegriffe: Pluralismus, Toleranz, demokratische Freiheit.
Dieser Bereich behandelt die Wertschätzung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit und Gleichheit als schützenswerte Grundordnung des politischen Zusammenlebens.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis von Demokratie als Verfahren, das die gewaltfreie Austragung politischer Konflikte und den friedlichen Wechsel politischer Macht ermöglicht.
Die Lernenden verstehen Demokratie als politische Ordnung, die Konflikte ohne Gewalt reguliert und Macht zeitlich befristet überträgt; Kernbegriffe: Demokratie, gewaltfreier Konfliktaustrag, Machtwechsel.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis des Rechtsstaatsprinzips: die Bindung aller staatlichen Gewalt an Recht und Gesetz sowie die Gleichheit aller Personen vor dem Gesetz.
Die Lernenden begreifen, dass auch staatliche Organe an Gesetze gebunden sind und das Recht für alle Personen gleich gilt; Kernbegriffe: Rechtsstaat, Gesetzesbindung, Gleichheit vor dem Gesetz.
Dieser Bereich behandelt die Entwicklung von Bürgersinn als Haltung: die Zugehörigkeit zum politischen Gemeinwesen wahrnehmen und Mitverantwortung für das Gemeinwohl empfinden.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis der eigenen Eingebundenheit in ein politisches Gemeinwesen, dessen Entscheidungen das eigene Leben betreffen und das durch eigene Beteiligung mitgestaltet werden kann.
Die Lernenden erkennen, dass politische Entscheidungen das eigene Leben beeinflussen und dass das Gemeinwesen nicht vollständig außerhalb des eigenen Einflusses liegt; Kernbegriffe: politische Selbstwirksamkeit, Gemeinwesen, Mitgestaltung.
Dieser Bereich behandelt die Anerkennung, dass ein funktionierendes Gemeinwesen auf den Beitrag seiner Mitglieder angewiesen ist und Rückzug aus Verantwortung das Gemeinwesen schwächt.
Die Lernenden verstehen, dass das Gemeinwesen die Beteiligung und das Engagement vieler benötigt und dass individueller Rückzug kollektive Handlungsfähigkeit mindert; Kernbegriffe: Gemeinwohl, Mitverantwortung, Bürgersinn.
Dieser Bereich umfasst das politisch-rechtliche Fachwissen: Funktionsweise demokratischer Institutionen, Entstehung politischer Entscheidungen, Rechte und Pflichten sowie das Verständnis des politischen Informationsumfelds.
Dieser Bereich vermittelt Grundwissen über die Struktur demokratischer Institutionen, das Prinzip der Gewaltenteilung und die verschiedenen staatlichen Ebenen.
Dieser Bereich behandelt die Kenntnis der zentralen demokratischen Institutionen sowie das Verständnis der Gewaltenteilung als Strukturprinzip zur Verhinderung von Machtmissbrauch.
Die Lernenden können die Aufgaben von Parlament, Regierung und Gerichten unterscheiden und wissen, wer Gesetze beschließt, wer regiert und wer Recht spricht; Kernbegriffe: Parlament, Regierung, Judikative, institutionelle Aufgabentrennung.
Die Lernenden verstehen, warum die Trennung von Gesetzgebung, Exekutive und Justiz Machtkonzentration verhindert und den Einzelnen schützt; Kernbegriffe: Gewaltenteilung, Trias, Machtmissbrauch.
Dieser Bereich behandelt die grobe Einordnung politischer Zuständigkeiten auf kommunaler, landes-, bundes- und europäischer Ebene.
Die Lernenden können in Grundzügen einordnen, welche Entscheidungen auf kommunaler, Landes-, Bundes- oder EU-Ebene getroffen werden; Kernbegriffe: Föderalismus, Subsidiarität, Mehrebenensystem, EU.
Dieser Bereich vermittelt Wissen darüber, wie politische Entscheidungen durch Gesetzgebung, Wahlen und politische Willensbildung zustande kommen.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis des Gesetzgebungsverfahrens: wie eine politische Initiative zu einem rechtswirksamen Gesetz wird.
Die Lernenden können den Weg von der Gesetzesinitiative über parlamentarische Beratung und Beschluss bis zum Inkrafttreten in Grundzügen nachvollziehen; Kernbegriffe: Gesetzgebungsverfahren, Initiative, Parlamentsbeschluss, Inkrafttreten.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis, wie Wahlen Machtverhältnisse bestimmen und wie politischer Wille durch Parteien, Verbände und Zivilgesellschaft geformt wird.
Die Lernenden verstehen den Zusammenhang zwischen Stimmabgabe, Mehrheitsbildung und Regierungsbildung; Kernbegriffe: Wahl, Mehrheit, Mandate, Regierungsbildung, Repräsentation.
Die Lernenden können einordnen, wie Parteien, Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen politische Entscheidungsprozesse beeinflussen; Kernbegriffe: Parteien, Interessenverbände, Lobbying, Zivilgesellschaft, politische Willensbildung.
Dieser Bereich vermittelt Wissen über die wichtigsten Grund- und Menschenrechte, ihre Grenzen im Verhältnis zu anderen sowie die damit verbundenen Pflichten.
Dieser Bereich behandelt die Kenntnis der wichtigsten Grundrechte und ihrer praktischen Bedeutung im Alltag.
Die Lernenden können zentrale Grundrechte wie Meinungs-, Versammlungs- und Gleichheitsrecht benennen und in alltäglichen Situationen verorten; Kernbegriffe: Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Gleichheitsgrundsatz, Grundrechtskatalog.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis, dass Rechte stets im Spannungsverhältnis zu den Rechten anderer und zu Pflichten des Einzelnen stehen.
Die Lernenden begreifen, dass die eigene Freiheit dort endet, wo die Rechte anderer beginnen, und dass Rechte mit bürgerlichen Pflichten verbunden sind; Kernbegriffe: Rechtsgrenzen, Pflichten, Abwägung, Grundrechtskollision.
Das private Recht des Alltags — Verträge, Konsum, Wohnen und Arbeit — kennen und eigene Verbraucherrechte verstehen und durchsetzen. Im Unterschied zu den Grundrechten gegenüber dem Staat geht es hier um das Recht zwischen Privaten.
Verstehen, wie Verträge zustande kommen und binden, und beim Einkaufen die eigenen Rechte und typische Fallstricke kennen.
Begreifen, dass auch mündliche und digitale Zustimmungen verbindlich sind, und vor dem Abschluss die wesentlichen Bedingungen prüfen.
Die wichtigsten Schutzrechte beim Einkauf kennen und nutzen — Widerrufsrecht, gesetzliche Gewährleistung und freiwillige Garantie unterscheiden.
Typische Maschen wie versteckte Abos, Lockangebote und überteuerte Verträge erkennen und meiden.
Die grundlegenden Rechte und Pflichten in den beiden wichtigsten Dauerschuldverhältnissen des Alltags kennen: Miete und Arbeit.
Wesentliche Rechte und Pflichten als Mieter kennen — Mietvertrag, Nebenkosten, Kaution, Kündigungsfristen.
Arbeitsvertrag, Kündigungsschutz, Urlaubs- und Lohnansprüche in Grundzügen kennen.
Bei Forderungen, Streit und Konflikten besonnen und sachgerecht reagieren und wissen, wo man verlässliche Hilfe findet.
Bei Mahnungen, Inkassoforderungen oder unberechtigten Rechnungen ruhig und sachgerecht reagieren, statt aus Angst zu zahlen oder zu ignorieren.
Wissen, wo man im Konfliktfall Hilfe findet — Verbraucherzentrale, Schlichtungsstellen, Mieterverein, Beratungshilfe.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis der politischen Medien- und Informationslandschaft als Teil der demokratischen Öffentlichkeit sowie die Fähigkeit, politische Beeinflussung und Propaganda zu erkennen.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis, wie politische Informationen entstehen, gefiltert und verbreitet werden und welche Funktion freie Medien in einer Demokratie erfüllen.
Die Lernenden können den Weg politischer Information von der Quelle über Medien bis zum Publikum nachvollziehen und verstehen die Bedeutung freier Medien für demokratische Kontrolle; Kernbegriffe: Medienöffentlichkeit, Informationsfluss, Pressefreiheit, demokratische Kontrollfunktion.
Dieser Bereich behandelt die Fähigkeit, populistische Rhetorik, politische Propaganda und gezielte Einflussnahme im politischen Kontext als solche zu erkennen und einzuordnen.
Die Lernenden erkennen typische Muster politischer Beeinflussung wie Feindbildkonstruktion, Vereinfachung und gesellschaftliche Spaltung und können diese als Propagandatechniken einordnen; Kernbegriffe: Populismus, Propaganda, Framing, Feindbildkonstruktion, politische Manipulation.
Dieser Bereich behandelt das Verständnis, dass politische Konflikte meist auf gegensätzlichen, aber legitimen gesellschaftlichen Interessen beruhen.
Dieser Bereich behandelt die Fähigkeit, hinter politischen Auseinandersetzungen unterschiedliche, oft gleichzeitig legitime Interessen und Zielkonflikte zu erkennen.
Die Lernenden erkennen, dass viele politische Streitfragen kein moralisches Schwarz-Weiß darstellen, sondern die Aushandlung legitimer, gegensätzlicher Interessen; Kernbegriffe: Interessenkonflikt, Zielkonflikt, politischer Kompromiss, Interessenausgleich.
Dieser Bereich umfasst die aktive Dimension der Bürgerkompetenz: demokratische Beteiligungsformen kennen und nutzen, den eigenen Standpunkt einbringen und Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen.
Dieser Bereich behandelt die Kenntnis demokratischer Beteiligungsformen und die Fähigkeit, für ein konkretes Anliegen einen geeigneten Beteiligungsweg auszuwählen.
Dieser Bereich behandelt den Überblick über formelle und informelle Wege demokratischer Beteiligung und deren jeweilige Reichweite und Wirkungslogik.
Die Lernenden haben einen Überblick über demokratische Beteiligungsformen wie Wählen, Petition, Ehrenamt, Bürgerbeteiligung und Versammlung und können deren Reichweite einschätzen; Kernbegriffe: Wahlrecht, Petition, Ehrenamt, Bürgerbeteiligung, Versammlungsrecht.
Dieser Bereich behandelt die Übertragung des Wissens über Beteiligungsformen auf ein konkretes eigenes Anliegen: einen realistischen ersten Schritt auswählen.
Die Lernenden können für ein eigenes konkretes Anliegen eine machbare demokratische Beteiligungsform als ersten Schritt ableiten; Kernbegriffe: Handlungsplanung, Beteiligungsform, politische Selbstwirksamkeit.
Dieser Bereich behandelt die Anwendung kommunikativer und argumentativer Fähigkeiten im politischen Meinungsstreit: den eigenen Standpunkt einbringen und konstruktiv mit politisch abweichenden Positionen umgehen.
Dieser Bereich behandelt die Fähigkeit, eine eigene politische Position sachlich, begründet und ohne Abwertung anderer in eine Debatte einzubringen.
Die Lernenden können ihren Standpunkt zu einer politischen Frage nachvollziehbar begründen und dabei andere Positionen nicht entwerten; Kernbegriffe: politische Argumentation, Positionierung, sachliche Debatte, demokratische Streitkultur.
Dieser Bereich behandelt die Fähigkeit, im Gespräch mit politisch anderen Überzeugungen handlungsfähig, respektvoll und gesprächsbereit zu bleiben.
Die Lernenden können eine politisch entgegengesetzte Sichtweise aushalten und im Dialog bleiben, ohne das Gespräch abzubrechen oder das Gegenüber zu entwerten; Kernbegriffe: Dissenstoleranz, demokratische Streitkultur, politische Differenz, konstruktiver Dialog.
Dieser Bereich behandelt die Übernahme konkreter Verantwortung für gemeinsame Anliegen sowie die Entscheidung, auch bei politischer Unzufriedenheit auf demokratische Mittel zu setzen.
Dieser Bereich behandelt die Fähigkeit, aus einer politischen Überzeugung heraus konkrete und verbindliche Verantwortung für ein gemeinschaftliches Anliegen im eigenen Umfeld zu übernehmen.
Die Lernenden leiten aus einer Überzeugung ein konkretes, verbindliches Engagement für ein Anliegen in ihrem unmittelbaren Umfeld ab; Kernbegriffe: bürgerschaftliches Engagement, Verbindlichkeit, zivilgesellschaftliche Verantwortung.
Dieser Bereich behandelt die Bereitschaft, auch bei politischem Frust oder Niederlagen ausschließlich gewaltfreie und demokratisch zulässige Ausdrucksformen zu wählen.
Die Lernenden sind in der Lage, politischen Frust und Widerspruch in demokratisch zulässige Formen zu lenken, statt die demokratischen Spielregeln aufzukündigen; Kernbegriffe: demokratische Resilienz, Rechtsstaatstreue, gewaltfreier Widerspruch, demokratische Legitimität.
Umfasst die Fähigkeiten, Gelegenheiten im Umfeld zu erkennen und einzuschätzen, aus Ideen eine handlungsleitende Vision zu entwickeln sowie den wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Wert von Ideen zu beurteilen und zu realisieren.
Umfasst die Fähigkeit, Bedürfnisse, Probleme und Chancen im eigenen Umfeld als potenzielle Ansatzpunkte für Wertschöpfung wahrzunehmen und hinsichtlich Nutzen und Machbarkeit einzuschätzen.
Umfasst die Fähigkeit, im eigenen Umfeld Lücken, Engpässe oder Verbesserungspotenziale zu identifizieren, die als Ausgangspunkt für unternehmerisches Handeln dienen können.
Die Lernenden können ein konkretes, ungelöstes Problem oder einen unerfüllten Bedarf als unternehmerische Gelegenheit identifizieren und als Ansatzpunkt für eine mögliche Lösung oder Innovation begreifen; zentrale Begriffe: Problemerkennung, Bedarfsanalyse, Gelegenheit.
Umfasst die Fähigkeit, eine erkannte Gelegenheit systematisch hinsichtlich ihres potenziellen Nutzens und ihrer Realisierbarkeit mit verfügbaren Mitteln zu bewerten.
Die Lernenden können eine erkannte Gelegenheit anhand ihrer Nutzenerwartung und Machbarkeit einschätzen und begründet beurteilen, ob ein Verfolgen dieser Gelegenheit lohnenswert und realistisch ist; zentrale Begriffe: Nutzenbewertung, Machbarkeitsanalyse, Abwägung.
Umfasst die Fähigkeit, aus einer Idee ein konkretes, motivierendes Zukunftsbild zu formen, das Orientierung für die Umsetzung gibt und andere für das Vorhaben begeistern kann.
Umfasst die Fähigkeit, eine erste Idee gedanklich weiterzuentwickeln und zu einem anschaulichen Bild des angestrebten Zustands nach der Umsetzung auszuarbeiten.
Die Lernenden können aus einer Ausgangsidee ein konkretes, anschauliches und motivierendes Zukunftsbild formulieren, das den angestrebten Zielzustand klar kommunizierbar macht; zentrale Begriffe: Vision, Zielbild, Ideenentwicklung.
Umfasst die Fähigkeit, den wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Wert einer Idee zu beurteilen und Wege zu identifizieren, wie aus dieser Idee konkreter Nutzen für eine Zielgruppe entstehen kann.
Umfasst die Fähigkeit, den potenziellen Wert einer Idee in mehreren Dimensionen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell – zu erkennen und zu bewerten.
Die Lernenden können den möglichen Wert einer Idee über den rein monetären Nutzen hinaus in wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Dimensionen einschätzen; zentrale Begriffe: Wertschöpfung, sozialer Wert, kultureller Wert, Nutzenanalyse.
Umfasst die Fähigkeit, den Weg von einer Idee zu einem tatsächlichen, konkreten Nutzen für eine definierte Zielgruppe zu durchdenken und zu gestalten.
Die Lernenden können den Übergang von einer Idee zu einem konkreten Nutzenangebot für eine Zielgruppe analysieren und beschreiben, wie Wert für andere geschaffen wird; zentrale Begriffe: Wertversprechen, Zielgruppe, Nutzenentwicklung.
Umfasst die Fähigkeiten, die für ein Vorhaben benötigten Ressourcen zu identifizieren, zu beschaffen und einzusetzen sowie grundlegende finanz- und wirtschaftliche Zusammenhänge für die Planung eigener Vorhaben zu verstehen und anzuwenden.
Umfasst die Fähigkeit, den Ressourcenbedarf eines Vorhabens zu bestimmen sowie verfügbare Ressourcen kreativ, sparsam und wirkungsvoll zu erschließen und einzusetzen.
Umfasst die Fähigkeit, vor der Umsetzung eines Vorhabens systematisch zu klären, welche materiellen, wissensbasierten, personellen und zeitlichen Ressourcen benötigt werden.
Die Lernenden können den Ressourcenbedarf eines Vorhabens in den Kategorien Material, Wissen, Personal und Zeit vollständig bestimmen und damit eine fundierte Grundlage für die Umsetzungsplanung schaffen; zentrale Begriffe: Ressourcenplanung, Bedarfsanalyse, Vorhabenplanung.
Umfasst die Fähigkeit, mit begrenzten oder unvollständigen Ressourcen auszukommen, indem vorhandene Mittel kreativ genutzt und alternative Beschaffungswege erschlossen werden.
Die Lernenden können vorhandene und erreichbare Ressourcen identifizieren und diese kreativ sowie ressourcenschonend einsetzen, um Vorhaben auch unter Knappheit realisierbar zu machen; zentrale Begriffe: Resourcefulness, Ressourceneffizienz, Improvisation.
Umfasst grundlegende ökonomische Konzepte wie Einnahmen, Ausgaben, Budget sowie Kosten-Nutzen-Abwägungen und Risikoeinschätzung im Kontext der Planung und Bewertung eigener Vorhaben.
Umfasst das Verständnis und die Anwendung grundlegender finanzwirtschaftlicher Konzepte – Einnahmen, Ausgaben, Budget, Kosten, Nutzen und Risiko – zur Planung und Bewertung unternehmerischer Vorhaben.
Die Lernenden können für ein konkretes Vorhaben Einnahmen und Ausgaben überschlagen und ein einfaches Budget aufstellen, um die finanzielle Tragfähigkeit zu beurteilen; zentrale Begriffe: Budget, Einnahmen, Ausgaben, Finanzplanung.
Die Lernenden können grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge anwenden, indem sie Kosten und Nutzen einer Entscheidung gegenüberstellen und das damit verbundene Risiko einschätzen; zentrale Begriffe: Kosten-Nutzen-Analyse, Risikobewertung, ökonomisches Denken.
Umfasst die Fähigkeiten, aus eigenem Antrieb in die Umsetzung zu kommen, ein Vorhaben strukturiert zu planen und zu steuern sowie unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben und Risiken kalkuliert einzugehen.
Umfasst die Fähigkeit, bei einem konkreten Vorhaben eigenständig und ohne externen Anstoß den ersten Umsetzungsschritt zu tun und damit von der Planungs- in die Handlungsphase zu wechseln.
Umfasst die Fähigkeit, den inneren Übergang von der Idee zur Umsetzung eigenständig zu vollziehen, ohne auf Aufforderung oder günstige Umstände zu warten.
Die Lernenden können aus eigenem Antrieb einen ersten, konkreten und umsetzbaren Schritt zur Realisierung eines Vorhabens identifizieren und eigenständig ausführen; zentrale Begriffe: Initiative, Eigeninitiative, erster Schritt, Umsetzung.
Umfasst die Fähigkeit, ein Vorhaben durch Zieldefinition, Schritteplanung und Meilensteine zu strukturieren sowie den Fortschritt aktiv zu verfolgen und bei Abweichungen anzupassen.
Umfasst die Fähigkeit, ein größeres Vorhaben in klar definierte Ziele, überschaubare Einzelschritte und überprüfbare Meilensteine zu gliedern.
Die Lernenden können ein Vorhaben in Ziele, aufeinanderfolgende Schritte und Meilensteine unterteilen und damit eine planbare und überprüfbare Umsetzungsstruktur schaffen; zentrale Begriffe: Projektplanung, Meilensteine, Zielsetzung, Strukturierung.
Umfasst die Fähigkeit, den Umsetzungsfortschritt eines Vorhabens systematisch zu beobachten, mit dem Plan abzugleichen und bei Abweichungen gezielt nachzusteuern.
Die Lernenden können den Fortschritt eines laufenden Vorhabens regelmäßig überprüfen, Soll-Ist-Abweichungen erkennen und geeignete Anpassungsmaßnahmen einleiten; zentrale Begriffe: Fortschrittskontrolle, Soll-Ist-Vergleich, Nachsteuerung, Projektsteuerung.
Umfasst die Fähigkeit, auch bei unvollständiger Informationslage handlungsfähig zu bleiben sowie mögliche Risiken eines Vorhabens zu identifizieren, abzuwägen und bewusst einzugehen.
Umfasst die Fähigkeit, trotz unvollständiger oder unsicherer Informationslage eine begründete Entscheidung zu treffen und handlungsfähig zu bleiben.
Die Lernenden können eine begründete Entscheidung treffen und einen nächsten Schritt einleiten, auch wenn nicht alle relevanten Informationen vorliegen; zentrale Begriffe: Entscheidung unter Unsicherheit, Handlungsfähigkeit, Informationsunvollständigkeit.
Umfasst die Fähigkeit, mögliche negative Folgen eines Vorhabens zu antizipieren, gegen den erwarteten Nutzen abzuwägen und ein vertretbares Risiko bewusst zu akzeptieren.
Die Lernenden können die Risiken eines Vorhabens systematisch identifizieren, gegen den erwarteten Nutzen abwägen und ein kalkuliertes, vertretbares Risiko bewusst eingehen; zentrale Begriffe: Risikoabwägung, kalkuliertes Risiko, Chancen-Risiko-Verhältnis, unternehmerische Entscheidung.
Wissensstrang der kulturellen Kompetenz: umfasst das Kennen eigener und fremder Kulturen, das Verstehen kultureller Bedeutungsträger sowie das Nachvollziehen kulturellen Austauschs und Wandels.
Teilbereich des kulturellen Wissens: lokale, nationale, europäische und globale Kulturen, Traditionen und kulturelles Erbe kennen, einordnen und in ihrer Bedeutung erfassen.
Kulturelle Ausdrucksformen, Traditionen und Werke der eigenen und anderer Kulturen kennen und überblicksartig einordnen können.
Die Lernenden verfügen über einen Überblick zu kulturellen Ausdrucksformen, Bräuchen und bedeutenden Werken verschiedener Kulturen; Schlüsselbegriffe: Kulturelles Erbe, Tradition, kulturelle Ausdrucksform.
Die Bedeutung von kulturellem Erbe für die Identität und den Zusammenhalt einer Gemeinschaft erkennen und einschätzen können.
Die Lernenden verstehen, warum Bauwerke, Bräuche und Werke konstitutiv für die Identität einer Gemeinschaft sind; Schlüsselbegriffe: Kulturelles Erbe, Gemeinschaftsidentität, kollektives Gedächtnis.
Verstehen, dass Kunst und kulturelle Formen Bedeutungsträger sind, die Ideen, Werte und Gefühle kommunizieren und nicht nur ästhetische oder unterhaltende Funktionen erfüllen.
Erkennen, dass kulturelle und künstlerische Ausdrucksformen intentional Bedeutung transportieren und als Medien gesellschaftlicher Kommunikation fungieren.
Die Lernenden begreifen, dass Kunst, Musik, Literatur und Bräuche Ideen, Werte und Haltungen vermitteln; Schlüsselbegriffe: Bedeutungsträger, kulturelle Aussage, symbolische Kommunikation.
Kulturellen Austausch und Wandel als historische und gegenwärtige Prozesse nachvollziehen und verstehen, wie Kulturen sich durch Begegnung wechselseitig beeinflussen.
Erkennen, dass Kulturen dynamische, sich im Austausch mit anderen Kulturen kontinuierlich verändernde Gefüge sind.
Die Lernenden verstehen, dass kulturelle Ausdrucksformen aus historischer Begegnung, gegenseitigem Austausch und Wandel entstehen; Schlüsselbegriffe: Kulturtransfer, kulturelle Dynamik, Hybridität.
Fähigkeitsstrang der kulturellen Kompetenz: umfasst das Deuten kultureller Werke, den gestalterischen Selbstausdruck durch kulturelle Mittel sowie die Reflexion der eigenen kulturellen Identität.
Kulturelle und künstlerische Werke verschiedener Kunstformen erschließen, ihre Aussage erfassen und kulturell-deutend interpretieren – über einzelne Gattungen hinweg.
Ein kulturelles oder künstlerisches Werk durch gezielte Erschließung zugänglich machen und seine inhaltliche sowie gestalterische Aussage erfassen.
Die Lernenden können ein Bild, Musikstück, Theaterstück oder literarisches Werk erschließen und in eigenen Worten deuten, was es ausdrückt; Schlüsselbegriffe: Werkdeutung, Interpretation, kultureller Ausdruck.
Eigene Ideen, Erfahrungen und Gefühle durch kulturelle und künstlerische Mittel gestalterisch ausdrücken und aktiv am kulturellen Leben teilnehmen.
Sich durch eine selbst gewählte kulturelle oder künstlerische Ausdrucksform mitteilen und eigene Inhalte gestalterisch kommunizieren.
Die Lernenden finden einen eigenen gestalterischen Ausdruck – z. B. bildnerisch, musikalisch, schreibend oder darstellend – und präsentieren diesen; Schlüsselbegriffe: gestalterischer Ausdruck, künstlerische Mittel, Ausdrucksform.
Kulturelle Angebote aktiv nutzen und sich in unterschiedlichen Partizipationsformen – von der Rezeption bis zur Mitgestaltung – am kulturellen Leben beteiligen.
Die Lernenden nehmen aktiv an kulturellen Angeboten teil, indem sie diese besuchen, sich einbringen oder mitgestalten; Schlüsselbegriffe: kulturelle Partizipation, Rezeption, Mitgestaltung.
Den eigenen Platz in der Gesellschaft kulturell reflektieren, die eigene kulturelle Prägung wahrnehmen und die eigene Rolle im kulturellen Leben bewusst gestalten.
Die eigene kulturelle Prägung und Sozialisation wahrnehmen und in Beziehung zu gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen setzen.
Die Lernenden können reflektieren, wie die eigene kulturelle Herkunft den eigenen Blick prägt, und diese Reflexion ausdrücken; Schlüsselbegriffe: kulturelle Identität, Selbstreflexion, Perspektivbewusstsein.
Haltungsstrang der kulturellen Kompetenz: umfasst die Neugier und Offenheit gegenüber kulturellem Ausdruck sowie einen verantwortungsvollen, ethisch reflektierten Umgang mit Kultur und kulturellem Erbe.
Verschiedenen kulturellen Ausdrucksformen mit Offenheit und Neugier begegnen, unbekannte Ausdrucksformen erkunden und eine ästhetisch unvoreingenommene Haltung entwickeln.
Unbekanntem oder ungewohntem kulturellem Ausdruck mit Neugier und Erkundungsbereitschaft statt mit Ablehnung oder Gleichgültigkeit begegnen.
Die Lernenden begegnen fremden oder unvertrauten kulturellen Ausdrucksformen zunächst erkundend, bevor sie urteilen; Schlüsselbegriffe: Offenheit, ästhetische Neugier, Urteilsaufschub.
Kulturelles Erbe und die Werke anderer respektvoll, achtsam und ethisch reflektiert behandeln – unter Anerkennung von Herkunft, Urheberschaft und kultureller Würde.
Mit kulturellem Erbe und den Werken anderer achtsam und fair umgehen, Herkunft und Urheberschaft anerkennen und Herabwürdigung oder Aneignung vermeiden.
Die Lernenden behandeln kulturelles Erbe und Werke anderer respektvoll und ethisch: Sie erkennen Herkunft an, vermeiden Herabwürdigung und unrechtmäßige Aneignung; Schlüsselbegriffe: kulturelle Würde, Urheberschaft, kulturelle Aneignung, Denkmalschutz.