Basisplan Mathematik

Besonders stolz sind wir auf unsere Basislehrpläne. Sie beinhalten ALLE Themen aus allen Schularten und Klassenstufen in allen Bundesländern. Wir verbinden damit unsere Lernressourcen und die landes- und klassenspezifischen Lehrpläne sowie unsere Lernressourcen. Dadurch können wir für jeden Schultyp und jede Klasse die passenden Angebote liefern.

Basislehrplan Mathematik

Zahlen und Operationen

Grundlegender Inhaltsbereich zu Zahlbegriffen, Rechenoperationen und deren Gesetzmäßigkeiten. Zieht sich von Klasse 1 bis zum Abitur.

Zahlbereiche

Die verschiedenen Mengen von Zahlen – von den natürlichen Zahlen der Grundschule bis zu den reellen Zahlen der Oberstufe. Jeder Zahlbereich erweitert den vorherigen.

Natürliche Zahlen

Positive ganze Zahlen inkl. 0. Erste und grundlegendste Zahlmenge. Spiralförmig von Klasse 1 bis 6.

Zahlenraum bis 20

Erste Begegnung mit Zahlen. Zählen, Mengen erfassen, Zahlen darstellen. Klasse 1.

Mengen erfassen und Zahlen zuordnen

Mengen bis 10 simultan erfassen. Zahlen als Anzahl, Reihenfolge und Maßzahl verstehen.

Zahlen bis 10 lesen und schreiben

Ziffern 0–10 schreiben und lesen. Zahlen als Wort und Ziffer kennen.

Zahlen bis 20 lesen und schreiben

Zweistellige Zahlen einführen. Zehner und Einer am Zwanzigerfeld darstellen.

Zahlen bis 20 ordnen und vergleichen

Kleiner, größer, gleich. Zahlenstrahl bis 20. Vorgänger und Nachfolger bestimmen.

Zahlenraum bis 100

Zehner als Bündelungseinheit. Stellenwertsystem einführen. Klasse 2.

Zahlen bis 100 lesen und schreiben

Zehner und Einer unterscheiden. Zahlen in Worten und Ziffern. Zahlen am Hunderterfeld.

Zahlen bis 100 ordnen und vergleichen

Zahlenstrahl bis 100. Gerade und ungerade Zahlen. Nachbarzehner bestimmen.

Zahlen bis 100 zerlegen

Additive Zerlegung in Zehner und Einer (47 = 40 + 7). Verschiedene Zerlegungen einer Zahl finden.

Zahlenraum bis 1.000

Hunderter als neue Bündelungseinheit. Dreistellige Zahlen.

Zahlen bis 1.000 lesen und schreiben

Hunderter, Zehner, Einer. Stellenwerttafel einführen. Zahlen in Worten.

Zahlen bis 1.000 ordnen und vergleichen

Zahlenstrahl bis 1.000. Zahlen zwischen Hunderterschritten einordnen. Nachbarhunderter.

Zahlen bis 1.000 zerlegen

Stellenwerte erkennen und nutzen. 537 = 500 + 30 + 7. Verschiedene Zerlegungen vergleichen.

Zahlen bis 1.000 runden

Auf Zehner und Hunderter runden. Grundlage für Überschlagsrechnung.

Zahlenraum bis 1.000.000

Tausender und Millionen. Großer Zahlenraum der Grundschule.

Zahlen bis 1.000.000 lesen und schreiben

Tausender und Millionen einführen. Dreistellige Gruppen lesen. Zahlen in der Stellenwerttafel.

Zahlen bis 1.000.000 ordnen und vergleichen

Zahlen sicher vergleichen. Auf Tausender und Zehntausender einordnen.

Zahlen bis 1.000.000 runden

Auf Zehner, Hunderter, Tausender, Zehntausender runden. Für Überschlagsrechnung nutzen.

Zahlen bis 1.000.000 zerlegen

Stellenwerte bis zur Million. Zahlen in Summen zerlegen und zusammensetzen.

Große Zahlen

Milliarden und darüber. Zehnerpotenzen als Darstellungsmittel.

Zahlen bis zur Milliarde lesen und schreiben

Millionen und Milliarden sicher benennen. Schreibweise mit Punkt-Trennung. Alltagsbezug (Einwohnerzahlen, Entfernungen).

Große Zahlen ordnen und vergleichen

Sehr große Zahlen auf dem Zahlenstrahl einordnen. Größenvorstellungen entwickeln.

Eigenschaften natürlicher Zahlen

Struktur und Teilbarkeit (z. B. Teiler, Vielfache, Primzahlen)

Gerade und ungerade Zahlen

Teilbarkeit durch 2 erkennen. Muster im Zahlenstrahl. Grundlage für Teilbarkeitslehre.

Teilbarkeitsregeln

Regeln für 2, 3, 4, 5, 9, 10 anwenden. Ohne Rechnen prüfen ob eine Zahl teilbar ist.

Teiler einer Zahl bestimmen

Alle Teiler systematisch finden. Gemeinsame Teiler zweier Zahlen ermitteln.

Vielfache einer Zahl bestimmen

Vielfache aufzählen und erkennen. Gemeinsame Vielfache zweier Zahlen finden.

Größter gemeinsamer Teiler (ggT)

ggT durch Aufzählen und Primfaktorzerlegung. Anwendung beim Kürzen von Brüchen.

Kleinstes gemeinsames Vielfaches (kgV)

kgV durch Aufzählen und Primfaktorzerlegung. Anwendung beim Gleichnamigmachen.

Primzahlen erkennen

Definition: nur durch 1 und sich selbst teilbar. Primzahlen bis 100 kennen. Sieb des Eratosthenes.

Primfaktorzerlegung

Jede natürliche Zahl als Produkt von Primzahlen. Darstellung als Baumdiagramm. Basis für ggT und kgV.

Römische Zahlen lesen und verstehen

Gebräuchliche Verwendungen lesen und verstehen (Uhrenzifferblatt, Jahreszahlen)

Ganze Zahlen

Erweiterung der natürlichen Zahlen um negative Zahlen. Zahlenstrahl in beide Richtungen.

Negative Zahlen einführen

Bedeutung negativer Zahlen im Alltag (Temperatur, Höhen, Schulden). Zahlen mit Vorzeichen lesen und schreiben.

Ganze Zahlen am Zahlenstrahl

Zahlenstrahl in beide Richtungen. Positive und negative Zahlen einordnen. Null als Trennpunkt.

Ganze Zahlen ordnen und vergleichen

Kleiner-als und größer-als für negative Zahlen. –7 < –3 verstehen und begründen.

Betrag einer Zahl

Abstand von der Null. |–5| = 5. Betrag als Größe ohne Vorzeichen. Anwendung bei Abstandsberechnungen.

Rationale Zahlen

Brüche und Dezimalzahlen als Erweiterung der ganzen Zahlen.

Brüche Brüche als Teile eines Ganzen

Grundvorstellungen aufbauen und Darstellungen verbinden.

Bruchbegriff einführen

Bruch als Teil eines Ganzen. Zähler und Nenner. Brüche an Figuren, Mengen und Zahlenstrahl darstellen.

Gleichwertige Brüche

Verschiedene Brüche für denselben Wert. Kürzen und Erweitern als Umformung ohne Wertänderung.

Brüche vergleichen und ordnen

Brüche mit gleichem Nenner vergleichen. Auf gemeinsamen Nenner bringen. Am Zahlenstrahl einordnen.

Gemischte Zahlen

Wechsel zwischen gemischten Zahlen und unechten Brüchen. Darstellung und Bedeutung.

Dezimalzahlen

Dezimaldarstellung als alternative Schreibweise rationaler Zahlen.

Dezimalzahlen einführen

Zehntel und Hundertstel als Erweiterung des Stellenwertsystems. Komma als Trennzeichen.

Dezimalzahlen lesen und schreiben

Stellen nach dem Komma benennen. Dezimalzahlen in Worten und Ziffern.

Dezimalzahlen ordnen und vergleichen

Stellenweise vergleichen. Am Zahlenstrahl einordnen. Nachbarwerte bestimmen.

Dezimalzahlen runden

Auf eine, zwei Nachkommastellen runden. Für Sachaufgaben und Überschlag nutzen.

Umwandlung Brüche und Dezimalzahlen

…als zwei Darstellungen derselben Zahl.

Brüche in Dezimalzahlen umwandeln

Division von Zähler durch Nenner. Abbrechende und periodische Dezimalzahlen unterscheiden.

Dezimalzahlen in Brüche umwandeln

Zehntel, Hundertstel als Bruch. Kürzen auf einfachste Form.

Reelle Zahlen

Erweiterung um irrationale Zahlen. Zahlen die nicht als Bruch darstellbar sind.

Irrationale Zahlen entdecken

√2 als nicht abbrechende, nicht periodische Dezimalzahl. Unterschied zu rationalen Zahlen erkennen.

Wurzeln als reelle Zahlen

Quadratwurzeln auf dem Zahlenstrahl einordnen. Näherungswerte bestimmen. π als weiteres Beispiel.

Zahlenmengen im Überblick

ℕ ⊂ ℤ ⊂ ℚ ⊂ ℝ als verschachtelte Mengen. Jede Zahl der richtigen Menge zuordnen können.

Rechenoperationen

Die vier Grundoperationen und ihre Gesetzmäßigkeiten. Gelten übergreifend in allen Zahlbereichen – der Zahlenraum erweitert sich, die Operation bleibt dieselbe.

Addition positiver Zahlen

Zusammenzählen von Zahlen. Von einfachen Kernaufgaben bis zur schriftlichen Methode.

Grundvorstellung von Addition

Was bedeutet Addition – konzeptuell verstehen bevor gerechnet wird.

Addition als Zusammenfassen

Zwei Mengen vereinen. Handlungen (legen, zeichnen) mit Rechnung verbinden. Grundvorstellung aufbauen.

Tauschaufgaben und Umkehraufgaben

– 3 + 5 = 5 + 3. Verbindung zur Subtraktion. Rechenvorteile erkennen.

Kopfrechnen Addition

Mentale Rechenstrategien für verschiedene Zahlenräume.

Kernaufgaben bis 10 automatisieren

Alle Additionsaufgaben bis 10 auswendig. Grundlage für alle weiteren Strategien.

Kopfrechnen im Zahlenraum bis 20

Zehnerübergang. Strategien: Zerlegen, Verdoppeln, Kraft der 5.

Kopfrechnen im Zahlenraum bis 100

Zehnerübergang überbrücken. Schrittweise, Vereinfachen, Ergänzen.

Kopfrechnen im Zahlenraum bis 1.000

Hunderterübergang. Analogieaufgaben aus kleinen Zahlenräumen ableiten.

Überschlagsrechnung Addition

Ergebnis vor dem Rechnen schätzen. Runden und addieren. Ergebnis auf Plausibilität prüfen. Bedeutung der Überschlagsrechnung im Alltag.

Schriftliche Addition

Standardverfahren für große Zahlen.

Schriftliche Addition ohne Übertrag

Stellenweise addieren. Zahlen untereinander schreiben. Einheiten beachten.

Schriftliche Addition mit Übertrag

Übertrag korrekt notieren und weiterrechnen. Mehrere Summanden addieren.

Subtraktion positiver Zahlen

Wegnehmen, Ergänzen, Vergleichen. Umkehroperation der Addition.

Grundvorstellung von Subtraktion

Drei Grundvorstellungen der Subtraktion unterscheiden und situativ anwenden.

Subtraktion als Wegnehmen

Von einer Menge wird etwas weggenommen. Handlung mit Rechnung verbinden.

Subtraktion als Ergänzen

Wie viel fehlt noch? Ergänzen zum Minuenden. Verbindung zur Addition.

Subtraktion als Vergleichen

Um wie viel ist A größer als B? Differenz als Abstand.

Kopfrechnen Subtraktion

Mentale Rechenstrategien für verschiedene Zahlenräume.

Kernaufgaben bis 10 automatisieren

Umkehraufgaben zum Einspluseins. Subtraktionsaufgaben sicher abrufen.

Kopfrechnen im Zahlenraum bis 20

Zehnerübergang. Strategien: Ergänzen, Schrittweise, Vereinfachen.

Kopfrechnen im Zahlenraum bis 100

Zwischenschritte nutzen. Ergänzen als effiziente Strategie.

Kopfrechnen im Zahlenraum bis 1.000

Analogieaufgaben. Hunderterübergang strategisch lösen.

Überschlagsrechnung Subtraktion

Differenz vor dem Rechnen abschätzen. Ergebnis auf Sinnhaftigkeit prüfen. Sinn der Überschlagsrechnung im Alltag verstehen.

Schriftliche Subtraktion

Standardverfahren für große Zahlen.

Schriftliche Subtraktion ohne Entbündeln

Stellenweise subtrahieren. Größere minus kleinere Stelle.

Schriftliche Subtraktion mit Entbündeln

Entbündeln wenn Stelle nicht ausreicht. Abziehverfahren sicher anwenden.

Multiplikation positiver Zahlen

Wiederholtes Addieren. Vom Einmaleins bis zur schriftlichen Methode.

Grundvorstellung von Multiplikation

Multiplikation konzeptuell verstehen – als Rechteck, als Menge, als Vervielfachen.

Multiplikation als wiederholte Addition

4 · 3 = 3 + 3 + 3 + 3. Handlung mit Rechensatz verbinden.

Multiplikation am Rechteckmodell

Zeilen und Spalten. Fläche als Produkt. Tauschaufgaben geometrisch begründen.

Einmaleins

Das kleine und große Einmaleins – Grundlage aller Multiplikationen.

Einmaleins einführen: Malreihen 2, 5, 10

Einfachste Malreihen als Einstieg. Verdoppeln und Verzehnfachen als Strategie.

Einmaleins: alle Malreihen

Alle Malreihen 1–10 aufbauen. Tauschaufgaben nutzen (nur 55 statt 100 Aufgaben).

Einmaleins automatisieren

Alle Aufgaben sicher und schnell abrufen. Grundlage für alle weiteren Multiplikationen.

Einmaleins: Umkehraufgaben

Aus Produkt und Faktor den anderen Faktor bestimmen. Grundlage für Division.

Kopfrechnen Multiplikation

Multiplikation im Kopf für verschiedene Zahlenräume.

Multiplizieren mit Zehnern und Hunderter

30 · 4, 200 · 6. Einmaleins mit Nullen kombinieren.

Kopfrechnen: zweistellige Faktoren

Zerlegen und Ausmultiplizieren. 23 · 4 = 20 · 4 + 3 · 4.

Überschlagsrechnung Multiplikation

Produkt vor dem Rechnen abschätzen. Faktoren runden und multiplizieren.

Schriftliche Multiplikation

Standardverfahren für große Zahlen.

Schriftliche Multiplikation: einstelliger Faktor

Stellenweise multiplizieren mit Übertrag. Probe durch Vertauschen.

Schriftliche Multiplikation: zweistelliger Faktor

Teilprodukte bilden und addieren. Standardverfahren sicher anwenden.

Schriftliche Multiplikation: mehrstellige Faktoren

Verfahren auf größere Faktoren erweitern. Strukturiert und fehlerfrei arbeiten.

Division positiver Zahlen

Aufteilen und Verteilen. Umkehroperation der Multiplikation.

Grundvorstellung von Division

Zwei Grundvorstellungen Aufteilen und Verteilen – situativ anwenden.

Division als Aufteilen

In gleich große Gruppen aufteilen. Wie viele passen hinein?

Division als Verteilen

Auf gleich viele Empfänger verteilen. Wie viel bekommt jeder?

Kopfrechnen Division

Division im Kopf als Umkehrung des Einmaleins.

Division als Umkehrung des Einmaleins

Aus Produkt und Faktor den Quotienten bestimmen. Einmaleins rückwärts nutzen.

Division mit Rest

Wenn nicht aufgeht: Rest bestimmen und benennen. Sachbezug herstellen.

Kopfrechnen: Division durch Zehner

300 : 6, 480 : 8. Einmaleins mit Zehnerpotenzen kombinieren.

Überschlagsrechnung Division

Quotienten vor dem Rechnen abschätzen. Ergebnis auf Plausibilität prüfen. Bedeutung der Überschlagsrechnung im Alltag verstehen.

Schriftliche Division

Standardverfahren für große Zahlen.

Schriftliche Division: einstelliger Divisor

Schrittweise dividieren. Rest notieren und weiterführen. Probe durch Multiplikation.

Schriftliche Division: zweistelliger Divisor

Quotienten schätzen. Verfahren auf größere Divisoren erweitern.

Division mit Dezimalzahlen im Ergebnis

Wenn Rest übrig bleibt: Komma setzen und weiterrechnen. Ergebnis runden.

Rechengesetze

Strukturelle Gesetzmäßigkeiten die für alle Zahlenmengen gelten. Grundlage für spätere Algebra.

Kommutativgesetz der Addition

a + b = b + a. Reihenfolge egal. Rechenvorteil erkennen und nutzen.

Kommutativgesetz der Multiplikation

a · b = b · a. Tauschaufgaben. Weniger Aufgaben im Einmaleins lernen.

Assoziativgesetz der Addition

(a+b)+c = a+(b+c). Klammerung beliebig. Zahlen clever zusammenfassen.

Assoziativgesetz der Multiplikation

(a·b)·c = a·(b·c). Faktoren günstig gruppieren.

Distributivgesetz

a·(b+c) = a·b + a·c. Ausklammern und Ausmultiplizieren. Grundlage für Terme und Gleichungen.

Punkt-vor-Strich-Regel

Rechenreihenfolge bei gemischten Termen. Klammern setzen und auflösen.

Rechenvorteilhafte Strategien

Gesetze kombinieren um elegant zu rechnen. Rechenwege vergleichen und bewerten.

Rechnen mit negativen Zahlen

Die vier Operationen im Bereich der ganzen Zahlen.

Addition und Subtraktion

Vorzeichen beim Addieren und Subtrahieren.

Addieren mit negativen Zahlen

Zustandsänderungen am Zahlenstrahl. Regeln für gleiche und verschiedene Vorzeichen.

Subtrahieren mit negativen Zahlen

Subtraktion als Addition des Gegenteils. a – (–b) = a + b verstehen.

Multiplikation und Division

Vorzeichenregeln beim Multiplizieren und Dividieren.

Vorzeichenregeln Multiplikation

Plus mal Plus = Plus. Minus mal Minus = Plus. Minus mal Plus = Minus. Begründung und Anwendung.

Vorzeichenregeln Division

Analoge Regeln wie bei Multiplikation. Quotienten mit Vorzeichen bestimmen.

Rechnen mit Brüchen

Die vier Operationen auf rationale Zahlen erweitern.

Addition und Subtraktion von Brüchen

Brüche addieren und subtrahieren – Nenner angleichen als Schlüsselschritt.

Gleichnamige Brüche addieren und subtrahieren

Zähler addieren, Nenner bleibt. Ergebnis kürzen.

Ungleichnamige Brüche addieren und subtrahieren

Gemeinsamen Nenner finden. Erweitern, dann rechnen.

Gemischte Zahlen addieren und subtrahieren

Ganzzahligen und gebrochenen Anteil getrennt rechnen. Entbündeln wenn nötig.

Multiplikation und Division von Brüchen

Brüche multiplizieren und dividieren.

Brüche multiplizieren

Zähler mal Zähler, Nenner mal Nenner. Vor dem Rechnen kürzen. Sachbezug herstellen.

Brüche dividieren

Mit dem Kehrwert multiplizieren. Begründung und Anwendung. Sachaufgaben lösen.

Ganzzahl mal Bruch

Spezialfall: 3 · ²⁄₅. Als wiederholte Addition verstehen.

Rechnen mit Dezimalzahlen

Die vier Operationen mit Dezimalzahlen.

Dezimalzahlen addieren und subtrahieren

Kommas untereinander. Stellenweise rechnen. Lücken mit Nullen füllen.

Dezimalzahlen multiplizieren

Ohne Komma rechnen, dann Komma setzen. Anzahl Nachkommastellen bestimmen.

Dezimalzahlen dividieren

Divisor zu ganzer Zahl machen. Komma im Quotienten richtig setzen.

Potenzen und Wurzeln

Kurzschreibweise für wiederholte Multiplikation.

Potenzen

Potenzen als kompakte Darstellung.

Potenzbegriff einführen

Basis und Exponent. 2⁴ = 2·2·2·2. Quadrat- und Kubikzahlen kennen.

Zehnerpotenzen

10¹, 10², 10³… Verbindung zum Stellenwertsystem. Sehr große und kleine Zahlen darstellen.

Potenzgesetze: gleiche Basis

aᵐ · aⁿ = aᵐ⁺ⁿ. aᵐ : aⁿ = aᵐ⁻ⁿ. Anwenden und begründen.

Potenzgesetze: gleicher Exponent

aⁿ · bⁿ = (a·b)ⁿ. Anwenden und begründen.

Potenz einer Potenz

(aᵐ)ⁿ = aᵐ·ⁿ. Anwenden und mit Beispielen belegen.

Negative und gebrochene Exponenten

a⁻ⁿ = 1/aⁿ. a^(1/2) = √a. Zusammenhang mit Wurzeln.

Wissenschaftliche Notation

Sehr große und kleine Zahlen als a · 10ⁿ. Umrechnen in Dezimaldarstellung. Taschenrechner lesen.

Wurzeln

Wurzeln als Umkehrung des Potenzierens.

Quadratwurzeln einführen

Umkehrung des Quadrierens. √9 = 3. Exakte und näherungsweise Werte.

Wurzeln berechnen und vereinfachen

Quadratwurzeln aus Produkten und Quotienten. √(a·b) = √a · √b.

Kubikwurzeln

Umkehrung des Kubizierens. ∛8 = 2. Höhere Wurzeln als Spezialfall.

Arithmetische Muster

Arithmetische Muster erkennen, beschreiben und fortsetzen (z. B. fortgesetzte Addition, gleich- und gegensinniges Verändern).

Arithmetische Muster erkennen, beschreiben und fortsetzen

Arithmetische Muster erkennen, beschreiben und fortsetzen (z. B. fortgesetzte Addition, gleich- und gegensinniges Verändern).

Größen und Messen

Behandelt das Messen und Rechnen mit physikalischen und alltäglichen Größen wie Länge, Fläche, Volumen, Zeit, Geld und Masse, einschließlich Einheitensysteme, Umrechnungen und Anwendungen.

Längen und Strecken

Umfasst Längeneinheiten (mm, cm, dm, m, km), praktisches Messen und Schätzen von Streckenlängen sowie die Arbeit mit Maßstäben.

Längeneinheiten

Behandelt die wesentlichen Längeneinheiten des metrischen Systems sowie deren Umrechnung ineinander.

Körperbezogene Maße einführen

Einführung von körperbezogenen Maßeinheiten wie Spanne, Fuß und Schritt als intuitive Ersterfahrung von Länge; Erkenntnis der Notwendigkeit standardisierter, einheitlicher Maße.

Standardeinheiten kennen

Kenntnis der metrischen Längeneinheiten mm, cm, dm, m und km einschließlich ihrer Benennung und ihres Alltagsbezugs (z. B. Lineal, Körpergröße, Schulweg).

Längeneinheiten umrechnen

Sicheres Umrechnen zwischen Längeneinheiten mithilfe der Umrechnungsfaktoren 10, 100 und 1000, in beide Richtungen (von größeren in kleinere Einheiten und umgekehrt).

Messen und schätzen

Umfasst das praktische Messen von Längen mit geeigneten Werkzeugen sowie das Entwickeln von Schätz- und Größenvorstellungen.

Längen messen mit dem Lineal

Korrektes Anlegen und Ablesen eines Lineals zur Längenmessung; Angabe der Einheit sowie Reflexion über Messgenauigkeit und mögliche Messfehler.

Längen schätzen

Entwicklung von Größenvorstellungen für mm, cm, m und km; Schätzen von Längen und anschließender Vergleich der Schätzung mit dem Messergebnis.

Maßstab

Behandelt das Verstehen und Anwenden von Maßstäben zur Darstellung vergrößerter oder verkleinerter Abbildungen der Realität.

Maßstab verstehen

Verständnis des Maßstabs als Verhältnis zwischen Darstellungsgröße und Wirklichkeitsgröße; Lesen und Erklären von Maßstabsangaben wie 1:100.

Maßstab anwenden

Anwendung von Maßstäben zur Berechnung realer Streckenlängen aus Karten oder Plänen und umgekehrt; Durchführung entsprechender Umrechnungen.

Flächen und Flächeninhalt

Umfasst Flächeneinheiten des metrischen Systems sowie die Berechnung von Flächeninhalten ebener geometrischer Figuren mithilfe von Formeln.

Flächeneinheiten

Behandelt die Einheiten zur Messung von Flächen sowie deren Umrechnung ineinander unter Berücksichtigung der quadratischen Natur der Einheiten.

Flächeneinheiten kennen

Kenntnis der Flächeneinheiten mm², cm², dm², m², km², Ar und Hektar sowie Herstellung eines Alltagsbezugs (z. B. Schreibtisch, Fußballfeld, Bundesland).

Flächeneinheiten umrechnen

Umrechnung zwischen Flächeneinheiten mit den Faktoren 100 und 10.000; Verständnis der Besonderheit quadratischer Einheiten im Vergleich zu Längeneinheiten.

Flächeninhalte berechnen

Behandelt die Herleitung und Anwendung von Flächeninhaltsformeln für verschiedene ebene geometrische Figuren.

Flächeninhalt durch Auslegen

Bestimmung von Flächeninhalten durch Auslegen mit Einheitsquadraten und Auszählen; Aufbau eines grundlegenden Verständnisses des Flächenbegriffs.

Flächeninhalt Rechteck und Quadrat

Berechnung des Flächeninhalts von Rechteck und Quadrat mit A = a · b; Herleitung der Formel aus dem Auslegevorgang und korrekte Angabe der Flächeneinheit.

Flächeninhalt Parallelogramm

Berechnung des Flächeninhalts eines Parallelogramms mit A = g · h; Verständnis der Höhe als senkrechten Abstand und Herleitung durch Umformen zum Rechteck.

Flächeninhalt Dreieck

Berechnung des Flächeninhalts eines Dreiecks mit A = g · h / 2; Herleitung aus dem Parallelogramm und Bestimmung der Höhe für verschiedene Dreieckstypen.

Flächeninhalt Trapez

Berechnung des Flächeninhalts eines Trapezes mit A = (a + c) / 2 · h; Identifikation der parallelen Seiten und Herleitung der Formel.

Flächeninhalt Kreis

Berechnung des Kreisflächeninhalts mit A = π · r²; Herleitung durch Zerlegung und Verständnis von π als Verhältnis von Umfang zu Durchmesser.

Flächeninhalt zusammengesetzter Figuren

Berechnung von Flächeninhalten zusammengesetzter Figuren durch Zerlegung in bekannte Teilfiguren und Addition bzw. Subtraktion der Teilflächen.

Volumen und Rauminhalt

Umfasst Volumeneinheiten des metrischen Systems sowie die Berechnung von Rauminhalten geometrischer Körper mithilfe von Formeln.

Volumeneinheiten

Behandelt die Einheiten zur Messung von Rauminhalten sowie deren Umrechnung, einschließlich der Verbindung zu Hohlmaßen wie Liter.

Volumeneinheiten kennen

Kenntnis der Volumeneinheiten mm³, cm³, dm³ und m³ sowie deren Verbindung zu Liter und Milliliter mit Alltagsbezug (z. B. Wasserglas, Badewanne).

Volumeneinheiten umrechnen

Umrechnung zwischen Volumeneinheiten mit dem Faktor 1000; Kenntnis der zentralen Beziehung 1 dm³ = 1 Liter als praxisrelevante Verbindung.

Volumina berechnen

Behandelt die Herleitung und Anwendung von Volumenformeln für verschiedene geometrische Körper.

Volumen durch Auslegen

Bestimmung von Rauminhalten durch Schichten und Zählen von Einheitswürfeln; Aufbau eines grundlegenden Verständnisses des Volumenbegriffs.

Volumen Würfel und Quader

Berechnung des Volumens von Würfel (V = a³) und Quader (V = l · b · h); Herleitung der Formeln aus dem Schichten von Einheitswürfeln.

Volumen Prisma

Berechnung des Volumens eines Prismas mit V = Grundfläche · Höhe; Anwendung auf Prismen mit verschiedenen Grundflächenformen.

Volumen Zylinder

Berechnung des Zylindervolumens mit V = π · r² · h; Verständnis der Kreisfläche als Grundfläche und Alltagsbezug (z. B. Dose, Rohr).

Volumen Pyramide

Berechnung des Pyramidenvolumens mit V = ⅓ · Grundfläche · Höhe; Vergleich mit dem Prisma und Begründung des Faktors ⅓.

Volumen Kegel

Berechnung des Kegelvolumens mit V = ⅓ · π · r² · h; Vergleich mit dem Zylinder und Alltagsbezug (z. B. Eiswaffel).

Volumen Kugel

Kenntnis und Anwendung der Formel für das Kugelvolumen V = 4/3 · π · r³.

Weitere Größen (Zeit, Geld, Masse)

Behandelt Zeit, Geld und Masse als weitere alltagsrelevante Messgrößen einschließlich ihrer Einheiten, Umrechnungen und praktischen Anwendungen.

Zeit

Umfasst Zeiteinheiten, das Lesen und Darstellen von Uhrzeiten sowie das Rechnen mit Zeitangaben und Zeitspannen.

Zeiteinheiten kennen

Kenntnis der Zeiteinheiten Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat und Jahr sowie Aufbau von Größenvorstellungen durch Alltagsbezüge.

Zeiteinheiten umrechnen

Umrechnung zwischen Zeiteinheiten mit den unregelmäßigen Faktoren 60, 24, 7 und 365; Bewusstsein für die Besonderheit gegenüber dem dekadischen Einheitensystem.

Uhrzeit lesen und darstellen

Lesen und Darstellen von Uhrzeiten an analogen und digitalen Uhren im 12h- und 24h-Format; Erfassen von Viertelstunden und Minutenangaben.

Zeitspannen berechnen

Berechnung von Zeitspannen aus gegebenem Anfangs- und Endzeitpunkt; Umgang mit Übergängen über Stunden- und Tagesgrenzen hinweg.

Mit dem Kalender rechnen

Rechnen mit Kalenderangaben durch Zählen von Tagen, Wochen und Monaten; Kenntnis von Schaltjahren und Zeitabschnitten im Jahreskreis.

Geld

Behandelt das Kennen und Darstellen von Geldbeträgen sowie das Rechnen mit Preisen im Alltag.

Geldbeträge kennen und darstellen

Kenntnis von Münzen und Scheinen des Eurosystems; Darstellung und Notation von Geldbeträgen in Euro und Cent.

Mit Geldbeträgen rechnen

Addition von Preisen und Berechnung von Wechselgeld; Anwendung von Überschlagsrechnungen zur Plausibilitätsprüfung.

Gewicht und Masse

Behandelt die Messung und Darstellung von Massen sowie das Rechnen mit Massenangaben und deren Einheiten.

Masseeinheiten kennen

Kenntnis der Masseeinheiten mg, g, kg und t sowie Aufbau von Größenvorstellungen durch Alltagsbezüge (z. B. Briefmarke, Apfel, Mensch, Auto).

Masseeinheiten umrechnen

Umrechnung zwischen Masseeinheiten mit dem Faktor 1000; sicheres Umrechnen in beide Richtungen zwischen großen und kleinen Einheiten.

Masse messen

Messen von Massen mit analogen und digitalen Waagen; Reflexion über Messgenauigkeit und mögliche Messfehler.

Geometrie

Teilgebiet der Mathematik, das sich mit geometrischen Grundbegriffen, ebenen Figuren, räumlichen Körpern, Koordinatengeometrie, Trigonometrie sowie Symmetrie und Transformationen befasst.

Grundbegriffe der Geometrie

Einführung in die elementaren Bausteine der Geometrie: Punkte, Geraden, Strecken, Strahlen und Winkel sowie deren Lagebeziehungen und Messung.

Punkt, Gerade, Strecke, Strahl

Grundelemente der Geometrie (Punkt, Gerade, Strecke, Strahl) werden definiert, mit Buchstaben bezeichnet sowie hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede (z. B. Endlichkeit, Richtung) unterschieden.

Parallele und senkrechte Geraden

Parallele und senkrechte Geraden werden definiert, anhand von Alltagsbeispielen erkannt und mithilfe des Geodreiecks präzise gezeichnet.

Winkel – Begriff und Arten

Der Winkelbegriff wird eingeführt: Scheitel und Schenkel als konstituierende Elemente sowie die Klassifikation in spitze, rechte, stumpfe, gestreckte, überstumpfe Winkel und Vollwinkel.

Winkel messen

Winkel werden mit dem Winkelmesser gemessen, indem dieser korrekt angelegt und der Winkelwert unter Beachtung der Messgenauigkeit abgelesen wird.

Winkel zeichnen

Vorgegebene Winkelgrößen werden mithilfe von Geodreieck und Winkelmesser präzise konstruiert und gezeichnet.

Winkelbeziehungen

Winkelbeziehungen wie Nebenwinkel, Scheitelwinkel, Stufen- und Wechselwinkel werden definiert, erkannt und zur Berechnung sowie Begründung unbekannter Winkelgrößen genutzt.

Räumliche Lagebegriffe

Räumliche Lagebegriffe (links/rechts, oben/unten, vor/hinter, zwischen, neben) werden zur präzisen Beschreibung der Position von Gegenständen im Raum verwendet.

Räumliche Orientierung und Perspektiven

Wege in der Umgebung werden nachvollziehbar beschrieben und verfolgt; verschiedene Perspektiven (Ansichten von oben, vorne, links) werden eingenommen und sprachlich beschrieben.

Ebene Figuren (2D)

Behandelt ebene geometrische Figuren (Dreiecke, Vierecke, Kreise) hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Klassifikation, Konstruktion sowie Berechnung von Umfang und Flächeninhalt.

Dreiecke

Dreiecke werden nach Seiten- und Winkeleigenschaften klassifiziert, mit verschiedenen Konstruktionssätzen gezeichnet und ihre Maße berechnet.

Rechtwinkliges Dreieck

Das rechtwinklige Dreieck wird mit seinen charakteristischen Eigenschaften beschrieben: ein 90°-Winkel, Hypotenuse als längste Seite, Beziehung zum Satz des Pythagoras.

Gleichseitiges Dreieck

Das gleichseitige Dreieck wird durch seine Eigenschaften charakterisiert: alle drei Seiten gleich lang, alle Innenwinkel betragen 60°, dreifache Achsensymmetrie.

Gleichschenkliges Dreieck

Das gleichschenklige Dreieck wird durch seine Eigenschaften beschrieben: zwei gleich lange Schenkel, zwei gleiche Basiswinkel, eine Symmetrieachse.

Winkelformen (spitz-, recht-, stumpfwinklig)

Dreiecke werden anhand ihrer größten Innenwinkel als spitz-, recht- oder stumpfwinklig klassifiziert und entsprechende Figuren erkannt und eingeordnet.

Winkelsumme im Dreieck

Die Winkelsumme im Dreieck beträgt stets 180°; dies wird durch Umordnung begründet und zur Berechnung fehlender Winkelgrößen angewendet.

Dreiecke konstruieren (SSS)

Ein Dreieck wird aus drei gegebenen Seitenlängen (SSS) mithilfe von Zirkel und Lineal konstruiert; Eindeutigkeit und Existenz werden thematisiert.

Dreieck konstruieren (SWS, WSW)

Dreiecke werden aus zwei Seiten und dem eingeschlossenen Winkel (SWS) bzw. aus zwei Winkeln und der eingeschlossenen Seite (WSW) konstruiert.

Besondere Linien im Dreieck

Besondere Linien im Dreieck (Höhe, Mittelsenkrechte, Winkelhalbierende, Seitenhalbierende) werden konstruiert und ihre Schnittpunkte als Umkreis- bzw. Inkreismittelpunkt identifiziert.

Dreieck (Grundschule, propädeutisch)

Dreiecke werden als ebene Figuren erkannt, benannt und durch ihre Ecken und Seiten beschrieben sowie von anderen Flächenformen abgegrenzt.

Vierecke

Die verschiedenen Vierecktypen (Quadrat, Rechteck, Parallelogramm, Raute, Trapez, Drachenviereck) werden nach ihren Eigenschaften unterschieden und ihre Maße berechnet.

Quadrat

Das Quadrat wird durch seine Eigenschaften charakterisiert: vier gleich lange Seiten, vier rechte Winkel, vierfache Achsen- und Punktsymmetrie.

Rechteck

Das Rechteck wird durch seine Eigenschaften beschrieben: gegenüberliegende Seiten gleich lang und parallel, vier rechte Winkel, zweifache Achsensymmetrie.

Parallelogramm

Das Parallelogramm wird durch seine Eigenschaften definiert: zwei Paare paralleler und gleich langer Seiten, gegenüberliegende Winkel gleich, Punktsymmetrie.

Raute

Die Raute wird durch ihre Eigenschaften beschrieben: alle vier Seiten gleich lang, gegenüberliegende Winkel gleich, Diagonalen stehen senkrecht aufeinander und halbieren die Winkel.

Trapez

Das Trapez wird durch genau ein Paar paralleler Seiten (Grundlinien) charakterisiert; gleichschenkliges Trapez als Sonderfall wird unterschieden.

Drachenviereck

Das Drachenviereck wird durch seine Eigenschaften beschrieben: zwei Paare benachbarter gleich langer Seiten, eine Diagonale als Symmetrieachse, senkrechte Diagonalen.

Winkelsumme im Viereck

Die Winkelsumme im Viereck beträgt 360°; dies wird durch Zerlegung in zwei Dreiecke begründet und zur Berechnung unbekannter Winkel genutzt.

Umfang von Vierecken

Der Umfang verschiedener Vierecktypen wird mithilfe typspezifischer Formeln berechnet und in Sachaufgaben angewendet.

Kreis

Der Kreis wird als geometrische Figur mit seinen charakteristischen Eigenschaften und Maßen (Umfang, Fläche, Kreisausschnitt) untersucht und berechnet.

Kreis – Grundbegriffe

Grundbegriffe des Kreises (Mittelpunkt, Radius, Durchmesser, Kreislinie, Kreisscheibe) werden eingeführt und Kreise werden präzise mit dem Zirkel gezeichnet.

Kreisumfang berechnen

Der Kreisumfang wird mit der Formel U = 2·π·r = π·d berechnet; π wird als Verhältnis von Umfang zu Durchmesser verstanden und in Sachaufgaben angewendet.

Kreisausschnitt und Kreisbogen

Bogenlänge und Flächeninhalt eines Kreisausschnitts werden mithilfe des Mittelpunktwinkels als Anteil am Gesamtkreis berechnet.

Kreisring

Der Flächeninhalt eines Kreisrings wird als Differenz zweier Kreisflächen mit Innen- und Außenradius berechnet und in Sachaufgaben angewendet.

Ähnlichkeit und Kongruenz

Ebene Figuren werden auf Kongruenz und Ähnlichkeit untersucht: Kongruenzsätze, Ähnlichkeitsfaktor und der Strahlensatz als zentrale Werkzeuge.

Kongruente Figuren

Kongruente Figuren sind deckungsgleich; die Kongruenzsätze (SSS, SWS, WSW, SSW) werden als Kriterien zur Prüfung und Begründung der Kongruenz verwendet.

Ähnliche Figuren

Ähnliche Figuren haben gleiche Form bei unterschiedlicher Größe; entsprechende Seiten stehen im konstanten Ähnlichkeitsfaktor zueinander, während Winkel übereinstimmen.

Strahlensatz

Der Strahlensatz beschreibt die Verhältnisse paralleler Strecken an Geradenbüscheln; erster und zweiter Strahlensatz werden formuliert und zur Berechnung von Streckenlängen angewendet.

Handlungen an ebenen Figuren (propädeutisch)

Handlungen wie Falten, Zerlegen, Drehen und Zusammenfügen werden an ebenen Figuren praktisch durchgeführt und deren Ergebnisse in der Vorstellung beschrieben.

Umfänge vergleichen (propädeutisch)

Der Umfang ebener Figuren wird durch Nachlegen von Fäden oder Nachzeichnen am Gitternetz verglichen, ohne Formeln zu verwenden.

Körper (3D)

Behandelt geometrische Körper (Würfel, Quader, Prisma, Zylinder, Pyramide, Kegel, Kugel) hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Netze, Darstellungen sowie Berechnung von Oberfläche und Volumen.

Körper kennen und Oberfläche berechnen.

Grundlegende geometrische Körper werden nach Flächen, Kanten und Ecken beschrieben sowie ihre Oberflächen mithilfe von Netzen berechnet.

Würfel

Der Würfel wird durch seine Eigenschaften charakterisiert: sechs kongruente Quadrate als Flächen, zwölf gleich lange Kanten, acht Ecken; Oberfläche und Volumen werden berechnet.

Quader

Der Quader wird durch seine Eigenschaften beschrieben: sechs Rechteckflächen in drei Paaren, zwölf Kanten, acht Ecken; Oberfläche und Volumen werden berechnet.

Prisma

Das Prisma wird durch eine kongruente Grund- und Deckfläche sowie rechteckige Seitenflächen charakterisiert; Oberfläche und Volumen werden über die Grundfläche berechnet.

Zylinder

Der Zylinder wird durch kreisförmige Grund- und Deckfläche sowie eine gekrümmte Mantelfläche beschrieben; Oberfläche und Volumen werden mit den Formeln M = 2πrh, V = πr²h berechnet.

Pyramide

Die Pyramide wird durch eine vieleckige Grundfläche und dreieckige Seitenflächen, die in einem Scheitelpunkt zusammenlaufen, charakterisiert; Oberfläche und Volumen (V = ⅓·G·h) werden berechnet.

Kegel

Der Kegel wird durch eine kreisförmige Grundfläche und eine gekrümmte Mantelfläche mit Scheitelpunkt beschrieben; Mantelfläche, Oberfläche und Volumen (V = ⅓·π·r²·h) werden berechnet.

Kugel

Die Kugel wird durch den konstanten Abstand aller Oberflächenpunkte vom Mittelpunkt (Radius) definiert; Oberfläche (O = 4πr²) und Volumen (V = 4/3·π·r³) werden berechnet.

Netze von Körpern

Körper werden in ihre Netze aufgefaltet; Netze werden gezeichnet, einem Körper zugeordnet und zum Falten von Körpern verwendet.

Schrägbild und Draufsicht

Geometrische Körper werden im Schrägbild dargestellt und ihre Ansichten (Draufsicht, Vorderansicht, Seitenansicht) gezeichnet und interpretiert.

Koordinatengeometrie

Behandelt das kartesische Koordinatensystem und analytische Methoden zur Beschreibung von Punkten, Strecken und Geraden in der Ebene.

Koordinatensystem einführen

Das kartesische Koordinatensystem mit x- und y-Achse sowie vier Quadranten wird eingeführt; Koordinaten von Punkten werden abgelesen und eingezeichnet.

Abstand zweier Punkte

Der Abstand zweier Punkte in der Koordinatenebene wird mithilfe des Satzes des Pythagoras hergeleitet und berechnet: d = √((x₂−x₁)²+(y₂−y₁)²).

Mittelpunkt einer Strecke

Der Mittelpunkt einer Strecke wird über die Mittelpunktsformel M = ((x₁+x₂)/2, (y₁+y₂)/2) bestimmt und begründet.

Steigung einer Geraden

Die Steigung einer Geraden wird als m = Δy/Δx aus zwei Punkten berechnet und als positiv, negativ, null oder nicht definiert interpretiert.

Geradengleichung aufstellen

Die Geradengleichung y = mx + b wird aus zwei gegebenen Punkten bestimmt, und Graph sowie Gleichung werden wechselseitig interpretiert.

Trigonometrie und Pythagoras

Behandelt den Satz des Pythagoras und die Winkelfunktionen Sinus, Kosinus und Tangens zur Berechnung von Seiten und Winkeln in rechtwinkligen und allgemeinen Dreiecken.

Satz des Pythagoras

Der Satz des Pythagoras wird als fundamentales Werkzeug zur Berechnung von Seiten in rechtwinkligen Dreiecken eingeführt und angewendet.

Satz des Pythagoras einführen

Der Satz des Pythagoras (a² + b² = c²) wird eingeführt: Hypotenuse und Katheten werden identifiziert, und der Satz wird durch Flächenvergleich bewiesen.

Satz des Pythagoras anwenden

Der Satz des Pythagoras wird zur Berechnung unbekannter Seiten in rechtwinkligen Dreiecken angewendet, u. a. in Sachaufgaben zu Leitern, Diagonalen und Höhen.

Umkehrung des Satzes

Die Umkehrung des Satzes des Pythagoras wird genutzt, um zu prüfen, ob ein Dreieck rechtwinklig ist; pythagoräische Tripel wie (3, 4, 5) werden als Beispiele verwendet.

Trigonometrie im rechtwinkligen Dreieck

Die Winkelfunktionen Sinus, Kosinus und Tangens werden zur Berechnung unbekannter Seiten und Winkel in rechtwinkligen Dreiecken eingeführt und systematisch angewendet.

Sinus einführen

Der Sinus wird als Verhältnis sin α = Gegenkathete/Hypotenuse definiert und am Einheitskreis veranschaulicht.

Kosinus einführen

Der Kosinus wird als Verhältnis cos α = Ankathete/Hypotenuse definiert und sein Zusammenhang mit dem Sinus (sin²α + cos²α = 1) hergestellt.

Tangens einführen

Der Tangens wird als Verhältnis tan α = Gegenkathete/Ankathete = sin α/cos α definiert und seine Bedeutung als Steigungsmaß herausgearbeitet.

Seiten berechnen mit sin/cos/tan

Unbekannte Seiten in rechtwinkligen Dreiecken werden durch Umformen der sin/cos/tan-Formeln berechnet, wobei der Taschenrechner zur Auswertung eingesetzt wird.

Winkel berechnen mit Umkehrfunktionen

Unbekannte Winkel in rechtwinkligen Dreiecken werden mithilfe der Umkehrfunktionen arcsin, arccos und arctan aus gegebenen Seitenverhältnissen bestimmt.

Trigonometrie im allgemeinen Dreieck

Beliebige (nicht notwendig rechtwinklige) Dreiecke werden mithilfe von Sinussatz und Kosinussatz vollständig gelöst, d. h. alle Seiten und Winkel berechnet.

Sinussatz

Der Sinussatz (a/sin α = b/sin β = c/sin γ) wird formuliert, seine Anwendungsbedingungen (WSW, SSW) erklärt und zur Berechnung von Seiten und Winkeln genutzt.

Kosinussatz

Der Kosinussatz (a² = b² + c² − 2bc·cos α) wird als Verallgemeinerung des Pythagoras eingeführt und für die Fälle SSS und SWS zur Dreiecksberechnung angewendet.

Symmetrie und Transformationen

Behandelt Symmetrieeigenschaften ebener Figuren sowie geometrische Transformationen (Translation, Spiegelung, Drehung, Streckung) und deren Verkettung.

Symmetrie

Achsen- und Punktsymmetrie ebener Figuren werden erkannt, Symmetrieachsen und Symmetriezentren bestimmt sowie Symmetrieeigenschaften konstruktiv nachgewiesen.

Achsensymmetrie erkennen

Figuren werden auf Achsensymmetrie geprüft, Spiegelachsen eingezeichnet und der Alltagsbezug (z. B. Schmetterlingsflügel, Buchstaben) hergestellt.

Achsensymmetrie konstruieren

Das Spiegelbild einer Figur wird an einer Achse konstruiert, wobei die Spiegelachse als Mittelsenkrechte jeder Verbindungsstrecke Punkt–Bildpunkt erkannt wird.

Punktsymmetrie erkennen

Figuren werden auf Punktsymmetrie geprüft, das Symmetriezentrum bestimmt und der Unterschied zur Achsensymmetrie herausgearbeitet.

Punktsymmetrie konstruieren

Das punktsymmetrische Bild einer Figur wird am Symmetriezentrum konstruiert und die Bildkoordinaten berechnet (x' = 2x₀ − x, y' = 2y₀ − y).

Abbildungen

Geometrische Abbildungen (Translation, Spiegelung, Drehung, Streckung) werden als formale Transformationen der Ebene eingeführt und auf Figuren angewendet.

Verschiebung (Translation)

Bei der Translation wird eine Figur um einen Verschiebungsvektor verschoben; Koordinaten werden berechnet und die Eigenschaften Form- und Längentreue werden festgestellt.

Spiegelung

Bei der Spiegelung wird eine Figur an einer Achse gespiegelt; das Bild wird konstruiert und die Eigenschaften Form- und Längentreue sowie Orientierungsumkehr werden beschrieben.

Drehung

Bei der Drehung wird eine Figur um einen Mittelpunkt mit gegebenem Drehwinkel und Drehrichtung abgebildet; Form- und Längentreue werden als Eigenschaften festgestellt.

Streckung

Bei der Streckung wird eine Figur von einem Streckzentrum aus mit einem Streckfaktor k abgebildet; ähnliche Figuren entstehen, und der Zusammenhang zum Ähnlichkeitsbegriff wird hergestellt.

Verkettung von Abbildungen

Mehrere geometrische Transformationen werden nacheinander ausgeführt (verkettet); das Gesamtergebnis wird bestimmt und in seiner Wirkung beschrieben.

Geometrische Muster erkennen und fortsetzen

Geometrische Muster aus Flächen- und Körperformen werden erstellt, ihre Gesetzmäßigkeiten erkannt und die Muster regelgeleitet fortgesetzt.

Algebra und Funktionen

Umfasst das Arbeiten mit Termen, Gleichungen und Gleichungssystemen sowie die Untersuchung verschiedener Funktionsklassen von linearen bis hin zu transzendenten Funktionen.

Terme und Gleichungen

Behandelt das Aufstellen, Umformen und Vereinfachen von Termen sowie das Lösen linearer Gleichungen und Ungleichungen.

Terme

Umfasst das Aufstellen und systematische Umformen algebraischer Ausdrücke mit Variablen, einschließlich Klammern und Bruchtermen.

Variablen einführen

Einführung des Variablenbegriffs als Platzhalter für Zahlen; Terme lesen, schreiben und durch Einsetzen von Werten berechnen.

Terme vereinfachen

Zusammenfassen gleichartiger Summanden (gleiche Variable, gleicher Exponent) zur Vereinfachung von Termen; Berechnung durch Einsetzen konkreter Werte.

Ausmultiplizieren

Anwendung des Distributivgesetzes zum Auflösen einfacher und verschachtelter Klammern; systematisches Ausmultiplizieren von Summen und Differenzen.

Ausklammern

Erkennen und Ausklammern eines gemeinsamen Faktors aus mehreren Summanden als Umkehroperation des Ausmultiplizierens.

Binomische Formeln

Herleitung, Erkennung und Anwendung der drei binomischen Formeln (a±b)² und (a+b)(a–b) zur effizienten Termumformung.

Bruchterme vereinfachen

Kürzen von Bruchtermen durch Erkennen gemeinsamer Faktoren in Zähler und Nenner unter Berücksichtigung der Definitionsmenge.

Bruchterme addieren und subtrahieren

Addition und Subtraktion von Bruchtermen durch Bestimmen eines gemeinsamen Nenners, Umformen und anschließendes Kürzen des Ergebnisses.

Bruchterme multiplizieren und dividieren

Multiplikation und Division von Bruchtermen durch Zähler-Nenner-Verknüpfung sowie Vereinfachung des Ergebnisses durch Kürzen.

Gleichungen

Behandelt das Lösen linearer Gleichungen und Ungleichungen sowie deren Anwendung in Sachsituationen mithilfe von Äquivalenzumformungen.

Gleichungen – Grundprinzip

Grundprinzip des Gleichungslösens mittels Waage-Modell: Äquivalenzumformungen, die auf beiden Seiten der Gleichung identisch angewendet werden.

Lineare Gleichungen lösen

Lösen linearer Gleichungen durch Zusammenfassen von Termen und schrittweise Äquivalenzumformungen; Bestimmung und Angabe der Lösungsmenge mit Probe.

Gleichungen mit Brüchen

Lösen von Gleichungen mit Bruchtermen durch Multiplikation mit dem Hauptnenner zur Nennerelimination sowie Prüfung der Definitionsmenge.

Lineare Ungleichungen

Lösen linearer Ungleichungen analog zu Gleichungen mit besonderer Beachtung der Umkehrung des Ungleichungszeichens bei Multiplikation mit negativen Zahlen; Darstellung der Lösungsmenge als Intervall.

Gleichungen als Sachaufgaben

Übersetzung von Sachsituationen in lineare Gleichungen, deren Lösung sowie Überprüfung der Lösungen auf sachliche Sinnhaftigkeit.

Lineare Funktionen und Proportionalität

Behandelt proportionale und antiproportionale Zuordnungen sowie lineare Funktionen als geradlinige Zusammenhänge in Tabelle, Graph und Term.

Proportionale Zuordnungen

Behandelt direkte und indirekte Proportionalität als spezielle lineare bzw. hyperbolische Zuordnungen und deren Darstellung in Tabelle, Graph und Term.

Einfache funktionale Beziehungen (propädeutisch)

Propädeutische Einführung in funktionale Beziehungen durch Beobachtung einfacher Abhängigkeiten wie Verdopplung oder Halbierung von Größen, dargestellt in Tabellen.

Proportionale Zuordnung erkennen

Erkennen proportionaler Zuordnungen anhand von Verdopplungs- und Verdreifachungseigenschaft; Darstellung als Tabelle, Graph (Ursprungsgerade) und Term y = k·x.

Proportionalitätsfaktor bestimmen

Berechnung des Proportionalitätsfaktors k aus Wertepaaren einer Tabelle oder aus gegebenen Punkten sowie Interpretation von k im Sachkontext.

Einfacher Dreisatz

Anwendung des Dreisatzes bei proportionalen Zuordnungen durch systematisches Berechnen des Einheitswerts und anschließendes Hochrechnen.

Antiproportionale Zuordnung erkennen

Erkennen antiproportionaler Zuordnungen anhand des umgekehrten Zusammenhangs; Darstellung als Tabelle, Graph (Hyperbel) und Term y = k/x.

Dreisatz bei Antiproportionalität

Anwendung des umgekehrten Dreisatzes bei antiproportionalen Zuordnungen durch angepasste Berechnung des Einheitswerts.

Zusammengesetzter Dreisatz

Berechnung zusammengesetzter Dreisätze mit zwei gleichzeitig veränderlichen Größen durch systematisches Vorgehen über den Einheitswert.

Lineare Funktionen

Behandelt lineare Funktionen als Geradenfunktionen, deren Term, Graph, Steigung und Anwendung in Sachkontexten.

Funktionsbegriff einführen

Einführung des Funktionsbegriffs als eindeutige Zuordnung (jedem x genau ein y); Darstellungsformen (Tabelle, Graph, Term), Definitions- und Wertemenge.

Lineare Funktion – Graph und Term

Darstellung linearer Funktionen der Form y = mx + b als Gerade im Koordinatensystem; wechselseitiges Ablesen von Term und Graph.

Steigung und y-Achsenabschnitt

Interpretation von Steigung m und y-Achsenabschnitt b einer linearen Funktion; Ablesen aus dem Graphen und rechnerische Bestimmung.

Geradengleichung aufstellen

Aufstellen der Geradengleichung aus zwei gegebenen Punkten oder aus einem Punkt und der Steigung durch systematisches Vorgehen.

Schnittpunkte berechnen

Berechnung der Schnittpunkte linearer Funktionen mit den Koordinatenachsen sowie des Schnittpunkts zweier Geraden durch Gleichsetzen ihrer Terme.

Lineare Funktionen in Sachaufgaben

Modellierung linearer Zusammenhänge in Sachsituationen, Erstellen von Wertetabellen und Interpretation von Steigung und Achsenabschnitt im Kontext.

Quadratische Gleichungen und Funktionen

Behandelt quadratische Funktionen (Parabel) und Gleichungen sowie deren Lösungsverfahren: Ausklammern, quadratische Ergänzung und pq-Formel.

Quadratische Funktionen

Behandelt die Parabel als Graph der quadratischen Funktion, ihre Eigenschaften und Transformationen (Verschiebung, Streckung, Scheitelpunktform).

Normalparabel y = x²

Eigenschaften der Normalparabel y = x²: Scheitelpunkt im Ursprung, Symmetrieachse, Öffnung nach oben; Darstellung durch Wertetabelle und Graph.

Verschiebung der Parabel

Horizontale und vertikale Verschiebung der Parabel durch die Scheitelpunktform y = (x–d)² + e; Ablesen des Scheitelpunkts (d, e).

Streckung und Stauchung

Wirkung des Streckfaktors a in y = a·x² auf Öffnungsweite und Richtung der Parabel; Vergleich von Parabeln unterschiedlicher Streckung.

Allgemeine Form und Scheitelpunktform

Umformen der allgemeinen Form y = ax²+bx+c in die Scheitelpunktform durch quadratische Ergänzung; direktes Ablesen des Scheitelpunkts.

Nullstellen quadratischer Funktionen

Bestimmung der Nullstellen quadratischer Funktionen als Schnittpunkte mit der x-Achse durch Gleichsetzen mit null; Verbindung zur quadratischen Gleichung.

Quadratische Gleichungen

Behandelt verschiedene Lösungsverfahren für quadratische Gleichungen: Ausklammern, quadratische Ergänzung und pq-Formel.

Lösen durch Ausklammern

Lösen quadratischer Gleichungen durch Ausklammern von x und Anwendung des Nullproduktprinzips; Bestimmung von bis zu zwei Lösungen.

Quadratische Ergänzung

Überführung quadratischer Gleichungen in Scheitelpunktform durch quadratische Ergänzung als allgemeines algebraisches Verfahren.

pq-Formel

Anwendung der pq-Formel x = –p/2 ± √((p/2)²–q) zur Lösung normierter quadratischer Gleichungen; Interpretation der Diskriminante bezüglich der Lösungsanzahl.

Quadratische Gleichungen in Sachaufgaben

Übersetzung von Sachsituationen in quadratische Gleichungen, Lösung mit geeignetem Verfahren und sachliche Überprüfung beider Lösungen.

Weitere Funktionen (Pot, Wurzel, Exp, Log, Ganzrationale)

Behandelt Potenz-, Wurzel-, Exponential-, Logarithmus-, trigonometrische und ganzrationale Funktionen mit ihren Eigenschaften und Graphen.

Potenz- und Wurzelfunktionen

Behandelt Potenzfunktionen verschiedener Exponenten und die Wurzelfunktion als deren Umkehrung.

Potenzfunktionen

Untersuchung von Potenzfunktionen y = xⁿ für verschiedene natürliche Exponenten; Unterschied zwischen geradem und ungeradem n im Graphenverlauf.

Wurzelfunktion

Einführung der Wurzelfunktion y = √x als Umkehrfunktion von y = x²; Definitionsmenge, Graph und charakteristische Eigenschaften.

Exponential- und Logarithmusfunktionen

Behandelt Exponentialfunktionen und Logarithmusfunktionen als Umkehrfunktionen sowie ihre Anwendung zur Modellierung von Wachstums- und Zerfallsprozessen.

Exponentialfunktion einführen

Einführung der Exponentialfunktion y = aˣ; Unterscheidung von Wachstum (a > 1) und Zerfall (0 < a < 1); Graph und wesentliche Eigenschaften.

Exponentielles Wachstum in Sachaufgaben

Modellierung und Berechnung realer exponentieller Wachstums- und Zerfallsprozesse (z. B. Zinseszins, Bevölkerungswachstum, Radioaktivität) mithilfe der Exponentialfunktion.

Logarithmus als Umkehrfunktion

Einführung des Logarithmus log_b(x) als Umkehrfunktion der Exponentialfunktion bˣ; Herleitung und Anwendung der Logarithmengesetze.

Natürlicher Logarithmus und e-Funktion

Einführung der Eulerschen Zahl e, der natürlichen Exponentialfunktion y = eˣ und des natürlichen Logarithmus y = ln(x) sowie ihrer charakteristischen Eigenschaften.

Trigonometrische Funktionen

Behandelt Sinus- und Kosinusfunktion als periodische Funktionen, ihre Graphen und Transformationen.

Sinusfunktion

Einführung der Sinusfunktion y = sin(x); Eigenschaften wie Amplitude, Periode und Nullstellen; Skizzieren des Graphen.

Kosinusfunktion

Eigenschaften der Kosinusfunktion y = cos(x) und ihre Beziehung zur Sinusfunktion (Phasenverschiebung um π/2); Vergleich beider Graphen.

Sinusfunktion transformieren

Transformation der Sinusfunktion y = a·sin(b·x+c)+d; Wirkung der Parameter auf Amplitude, Periode, Phasenverschiebung und vertikalen Versatz.

Ganzrationale Funktionen

Behandelt ganzrationale Funktionen (Polynome) höheren Grades hinsichtlich Grad, Nullstellen, Kurvendiskussion und gebrochen-rationaler Erweiterung.

Ganzrationale Funktionen

Eigenschaften ganzrationaler Funktionen: Grad, Koeffizienten, Leitkoeffizient und Verhalten für betragsmäßig große x-Werte.

Nullstellen bestimmen

Bestimmung von Nullstellen ganzrationaler Funktionen durch Ausklammern, Polynomdivision und das Horner-Schema.

Kurvendiskussion

Systematische Kurvendiskussion ganzrationaler Funktionen: Nullstellen, Extrem- und Wendepunkte sowie Verhalten im Unendlichen.

Gebrochen-rationale Funktionen

Analyse gebrochen-rationaler Funktionen der Form y = a/(x+b)+c; Definitionsmenge, Asymptoten, Verschiebung und Grapheneigenschaften.

Gleichungssysteme

Behandelt das Lösen linearer Gleichungssysteme mit zwei und drei Unbekannten grafisch und algebraisch (Einsetzungs-, Gleichsetzungs-, Additionsverfahren).

LGS grafisch lösen

Grafische Lösung linearer Gleichungssysteme durch Zeichnen zweier Geraden; Schnittpunkt als Lösung; Behandlung der Sonderfälle Parallelität und Identität.

Einsetzungsverfahren

Lösung linearer Gleichungssysteme durch das Einsetzungsverfahren: eine Variable durch die andere ausdrücken und in die zweite Gleichung einsetzen.

Gleichsetzungsverfahren

Lösung linearer Gleichungssysteme durch das Gleichsetzungsverfahren: gleichartig aufgelöste Ausdrücke beider Gleichungen einander gleichsetzen.

Additionsverfahren

Lösung linearer Gleichungssysteme durch das Additionsverfahren: Gleichungen (ggf. nach Multiplikation mit geeigneten Vielfachen) addieren, um eine Variable zu eliminieren.

LGS mit drei Unbekannten

Lösung linearer Gleichungssysteme mit drei Unbekannten durch schrittweise Reduktion auf zwei Unbekannte mittels des Gaußschen Eliminationsverfahrens.

LGS in Sachaufgaben

Modellierung von Sachsituationen mit mehreren Unbekannten als lineares Gleichungssystem, Lösung mit geeignetem Verfahren und Interpretation im Sachkontext.

Daten und Zufall

Statistik und Wahrscheinlichkeit. Von einfachen Diagrammen bis zur Kombinatorik. Alltagsbezug sehr hoch.

Datenerhebung und -darstellung

Tabellen, Balken-, Säulen-, Kreis- und Liniendiagramme. Daten lesen, darstellen und interpretieren.

Daten erheben und ordnen

Grundlagen der Datenerfassung.

Daten erheben

Befragung, Beobachtung, Experiment. Strichliste und Urliste. Absolute und relative Häufigkeit.

Häufigkeitstabelle

Daten strukturiert erfassen. Absolute und relative Häufigkeit berechnen. Gesamtanzahl prüfen.

Diagramme

Daten geeignet grafisch darstellen.

Balken- und Säulendiagramm

Erstellen und lesen. Achsenbeschriftung und Maßstab wählen. Vergleiche darstellen.

Kreisdiagramm

Anteile als Sektoren. Winkel aus Häufigkeiten berechnen. Zeichnen und interpretieren.

Liniendiagramm

Entwicklungen über Zeit darstellen. Punkte verbinden. Trend ablesen.

Histogramm

Klassenbreite bestimmen. Unterschied zum Säulendiagramm. Stetige Merkmale darstellen.

Diagramme kritisch lesen

Irreführende Darstellungen erkennen. Fehlende Nullpunkte, verzerrte Achsen.

Statistische Kennwerte (Lage- und Streuungsmaße)

Mittelwert, Median, Modalwert, Spannweite, Quartile. Statistische Auswertung von Datensätzen.

Lagemaße

Den typischen Wert eines Datensatzes bestimmen.

Arithmetisches Mittel

Summe durch Anzahl. Berechnen und interpretieren. Empfindlichkeit gegenüber Ausreißern.

Median

Zentralwert nach Sortierung. Gerade und ungerade Anzahl. Robustheit gegenüber Ausreißern.

Modalwert

Häufigster Wert. Wann sinnvoll? Vergleich der drei Lagemaße.

Streuungsmaße

Die Streuung eines Datensatzes beschreiben.

Spannweite

Maximum minus Minimum. Einfachstes Streuungsmaß. Empfindlichkeit gegenüber Ausreißern.

Quartile und Interquartilsabstand

Unteres und oberes Quartil. Mittlere 50% der Daten. Robustes Streuungsmaß.

Boxplot

Fünf-Punkte-Zusammenfassung grafisch. Datensätze visuell vergleichen.

Standardabweichung

Mittlere Abweichung vom Mittelwert. Formel verstehen und berechnen.

Wahrscheinlichkeitsrechnung

Laplace-Wahrscheinlichkeit, Baumdiagramme, Pfadregeln, bedingte Wahrscheinlichkeit.

Grundbegriffe

Die Sprache der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Zufallsexperiment und Ereignis

Ergebnis, Ereignis, Ergebnismenge. Sicheres und unmögliches Ereignis.

Wahrscheinlichkeitsbegriff

Relative Häufigkeit als Näherung. Wahrscheinlichkeit zwischen 0 und 1.

Laplace-Wahrscheinlichkeit

P(A) = günstige / mögliche Ergebnisse. Gleichwahrscheinlichkeit als Voraussetzung.

Komplementärereignis

P(Ā) = 1 – P(A). Gegenereignis bestimmen. Rechenvorteil nutzen.

Mehrstufige Experimente

Zufallsexperimente mit mehreren Schritten darstellen und berechnen.

Baumdiagramm

Mehrstufige Experimente strukturiert darstellen. Pfade und Wahrscheinlichkeiten eintragen.

Pfadregel – Multiplikation

P(A und B) = P(A) · P(B|A). Pfadwahrscheinlichkeit berechnen.

Pfadregel – Addition

Mehrere günstige Pfade addieren. Gegenseitig ausschließende Ereignisse.

Mit und ohne Zurücklegen

Unterschied erkennen. Wahrscheinlichkeiten entsprechend berechnen.

Bedingte Wahrscheinlichkeit

P(B|A) = P(A∩B) / P(A). Abhängige Ereignisse. Vierfeldertafel.

Kombinatorik

Permutationen, Kombinationen, Variationen. Fakultät und Binomialkoeffizient. Ab Sek II.

Grundprinzip der Kombinatorik

Baumdiagramm und Multiplikationsprinzip. Anzahl der Möglichkeiten bestimmen.

Permutationen

Anordnungen ohne Wiederholung. n! als Anzahl. Mit und ohne Wiederholung.

Kombinationen ohne Wiederholung

Auswahl ohne Reihenfolge. Binomialkoeffizient „n über k\".

Variationen

Auswahl mit Reihenfolge. Mit und ohne Wiederholung. Formeln anwenden.

Binomialverteilung

Bernoulli-Experiment. P(X=k) mit Binomialkoeffizient. Erwartungswert und Standardabweichung.

Mathematisches Arbeiten

Prozessbezogene Kompetenzen, die alle mathematischen Inhaltsbereiche durchziehen: Modellieren, Argumentieren, Problemlösen, Kommunizieren und Darstellen als übergreifende mathematische Tätigkeiten.

Sachaufgaben und Modellieren

Reale Situationen in mathematische Modelle übersetzen, Lösungsverfahren anwenden und Ergebnisse auf ihre sachliche Sinnhaftigkeit hin interpretieren und validieren.

Sachaufgaben verstehen

Fähigkeit, den Informationsgehalt eines Sachaufgabentextes zu erfassen, relevante Größen von irrelevanten zu trennen sowie Gegebenes und Gesuchtes strukturiert festzuhalten.

Mathematisches Modell erstellen

Fähigkeit, eine reale Situation in eine mathematische Darstellungsform (Skizze, Gleichung, Tabelle o. Ä.) zu überführen und dabei geeignete Modellierungsmittel auszuwählen.

Modell lösen

Fähigkeit, das aufgestellte mathematische Modell durch Anwendung bekannter Rechenverfahren zu lösen und den Lösungsweg nachvollziehbar zu dokumentieren.

Lösung interpretieren

Fähigkeit, ein rechnerisches Ergebnis in den Sachkontext zurückzuübersetzen sowie Maßeinheit und inhaltliche Plausibilität der Lösung kritisch zu prüfen.

Modell validieren

Fähigkeit, die Güte und Grenzen eines mathematischen Modells zu beurteilen, getroffene Vereinfachungen zu benennen und das Modell bei Bedarf gezielt zu verfeinern.

Argumentieren und Beweisen

Mathematische Aussagen durch logische Schlüsse, Definitionen und Regeln begründen sowie Beweisstrategien wie direkten Beweis, Widerspruchsbeweis und vollständige Induktion anwenden.

Mathematisch begründen

Fähigkeit, mathematische Behauptungen durch Rückgriff auf Definitionen, Axiome oder bereits bewiesene Sätze zu belegen und den grundlegenden Unterschied zwischen einem Beispiel und einem allgemeinen Beweis zu erläutern.

Gegenbeispiele finden

Fähigkeit, eine universell quantifizierte Aussage durch Angabe eines einzigen konkreten Gegenbeispiels zu widerlegen und damit deren Allgemeingültigkeit zu entkräften.

Vollständige Fallunterscheidung

Fähigkeit, alle logisch möglichen Fälle einer Situation systematisch und lückenlos zu identifizieren und jeden Fall gesondert zu behandeln, um eine vollständige Aussage zu sichern.

Direkter Beweis

Fähigkeit, ausgehend von gegebenen Voraussetzungen durch eine Kette logisch verknüpfter Schlussschritte direkt zur zu beweisenden Behauptung zu gelangen.

Beweis durch Widerspruch

Fähigkeit, einen indirekten Beweis zu führen, indem das Gegenteil der Behauptung angenommen und daraus ein logischer Widerspruch hergeleitet wird.

Vollständige Induktion

Fähigkeit, Aussagen über alle natürlichen Zahlen mittels vollständiger Induktion zu beweisen: Induktionsanfang verifizieren und den Induktionsschritt (Übergang von n auf n+1) unter Nutzung der Induktionsvoraussetzung erbringen.

Problemlösen

Anwendung heuristischer Strategien zur Bearbeitung neuartiger mathematischer Probleme sowie Reflexion und Verallgemeinerung der gefundenen Lösungswege.

Problem verstehen

Fähigkeit, eine unbekannte Aufgabenstellung durch genaues Lesen vollständig zu durchdringen, Bekanntes und Unbekanntes zu unterscheiden und ein klares Lösungsziel zu formulieren.

Strategien: Beispiele und Muster

Fähigkeit, durch Untersuchung spezieller Fälle Regelmäßigkeiten zu entdecken und erkannte Muster zu einer allgemeinen Aussage oder Strategie zu verallgemeinern.

Strategien: Rückwärtsarbeiten

Fähigkeit, vom angestrebten Ziel aus rückwärts zu denken und durch Anwendung umgekehrter Operationen schrittweise zur Ausgangssituation zu gelangen.

Strategien: Vereinfachen

Fähigkeit, ein komplexes Problem durch Reduktion auf eine einfachere Variante handhabbar zu machen und die dabei gewonnenen Einsichten auf das ursprüngliche Problem zu übertragen.

Strategien: Skizze und Darstellung

Fähigkeit, mathematische Problemstellungen durch geeignete visuelle Darstellungen (Skizze, Tabelle, Diagramm) zu veranschaulichen und dadurch Strukturen und Lösungsansätze zu erkennen.

Lösungsweg reflektieren

Fähigkeit, den eigenen Lösungsweg hinsichtlich Effizienz und Korrektheit zu bewerten, alternative Strategien zu erwägen und gewonnene Erkenntnisse auf verwandte Probleme zu übertragen.